https://www.br.de/nachrichten/bayern/nach-auto-attacke-anklage-und-opfer-legen-revision-ein,VLxbYMG
Dank günstiger Sozialprognose darf er dann in 3 Jahren weiterrasen.
Die subjektiven Tatmerkmale von Mord waren nicht gegeben, weil es sich in dem Projektil bzw. der Tatwaffe nicht wie tödliche 98 km/h anfühlt. Der Lügenbaron Münchhausen wäre ganz neidisch. Wenn der Fahrer also den Mord nicht zu verantworten hat, wer dann? Wer sorgt dafür, dass passive Sicherheit aktive ersetzt und Kfz in geschlossenen Ortschaften nicht automatisch auf 50 bzw. 30 gedrosselt werden?
#visionzero #justiz #autojustiz #auto #berlin #mord #verkehrswende
Berliner #Autojustiz kuschelt wieder.
Ging es nicht noch kuscheliger?
Mit 98 km/h über die Berliner Hermannstraße: 28-Jähriger erhält Bewährungsstrafe nach tödlichem Raserunfall
https://www.tagesspiegel.de/berlin/mit-98-kmh-uber-die-berliner-hermannstrasse-28-jahriger-erhalt-bewahrungsstrafe-wegen-todlicher-raserei-15674183.html
Nachtrag/Update:
Besonders zynisch:
Mit der verhängten Strafe folgte das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts.

Mit nahezu 100 Kilometern pro Stunde rast ein junger Mann durch Berlin-Neukölln. Bis er einen Fußgänger, der die Straße überqueren will, erfasst. Der Fahrer stoppt zunächst, doch dann flieht er.
@Bugspriet @glueckstein Meine berechtigte Sorge ist, dass einige Leser und sogar die Justiz sagen könnten: die Kinder fuhren rechtswidrig auf dem Gehweg = Mitschuld.
Das ist leider dank #Autojustiz sehr realistisch.
@AlienJay @sebastian So einfach ist die Rechtslage nicht. Es wäre zu prüfen ob die Fahrerin durch ihr handeln den Tod anderer Menschen billigend in Kauf genommen hat und somit bedingt vorsätzlich handelte. Das ist sehr schwer nachzuweisen (und in dubio pro reo), aber nicht unmöglich. Dazu gibt es hier eine hilfreiche Erklärung: https://r-echt.blog/raserfaelle-zwischen-mord-und-fahrlaessiger-toetung-eine-kurze-erlaeuterung-des-rechtsbegriffs-vorsatz/
Deutsches Recht ist schon absurd. Da versucht jemand mit dem Auto absichtlich seine ex-Partnerin zu töten, aber das Gericht wertet es nur als versuchten Totschlag, weil die Frau Momente zuvor von ihrer ebenfalls verletzten Freundin gewarnt wurde...
Übrigens auch hier wieder ein Fall bei dem das Auto die Tatwaffe war.