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Wilhelm Reich
(* 24. März 1897 in Dobzau, Galizien, Österreich-Ungarn;
† 3. November 1957 in Lewisburg, Pennsylvania, USA[1]) war ein österreichischer #Arzt, #Psychiater, #Psychoanalytiker, #Sexualforscher und #Soziologe.
..."Massenpsychologie des Faschismus
Reich wandte mit seiner Arbeit Massenpsychologie des Faschismus (1933) seine klinischen Vorstellungen von der menschlichen Charakterstruktur auf den gesellschaftlich-politischen Bereich an. Es ist seine erste größere, aus psychoanalytisch-gesellschaftskritischer Sicht geschriebene Auseinandersetzung mit dem Faschismus beziehungsweise dem Nationalsozialismus. Er analysiert darin grundlegende Zusammenhänge zwischen autoritärer Triebunterdrückung und faschistischer Ideologie und welche Rolle die autoritäre Familie und die Kirche dabei spielen. Reich vertrat die Ansicht, dass organisierte faschistische Bewegungen durch irrationale Charakterstrukturen des modernen Durchschnittsmenschen hervorgebracht würden, dessen primäre biologische Bedürfnisse und Antriebe seit Generationen unterdrückt worden seien: Die patriarchalische (Zwangs-)Familie als Keimzelle des Staates schaffe die Charaktere, die sich der repressiven Ordnung trotz Not und Erniedrigung unterwerfen. Er verneint die Auffassung, #Faschismus würde aus der #Ideologie oder dem Handeln einzelner Individuen oder irgendwelcher politischen oder ethnischen Gruppen entspringen.[38] Das später von Erich Fromm entwickelte Konzept des autoritären Charakters sah Reich als verwässerndes Plagiat seiner Theorie an.[39] Im Jahr 2020 wurde Reichs 1933 veröffentlichter Ursprungstext von „Massenpsychologie des Faschismus“ von #AndreasPeglau erstmals wieder neu als Buch aufgelegt.[40][41] "...







