Am Donnerstag, 12. März, findet um 19 Uhr im Grundbuchzentralarchiv #Kornwestheim und #online der #Vortrag "Der KZ-Komplex Natzweiler. Ein Netz von Konzentrationslagern in #Frankreich und #Deutschland 1941-1945" statt.
💡 In der Spätphase des Zweiten Weltkriegs begannen sich die großen Konzentrationslager der Nationalsozialisten in multilokale Lagerkomplexe zu transformieren. An zahlreichen peripheren Standorten entstanden neue Außenlager, deren Insassen zumeist zur #Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion herangezogen wurden.
Im Mai 1941 begann im #Elsass im Auftrag von Albert Speer der Aufbau des Konzentrationslagers, das nach dem nahe gelegenen Dorf Natzweiler benannt wurde. Speer war wegen seiner gigantomanischen Bauprojekte an dem seltenen roten Granit in den nördlichen Vogesen interessiert. Diesen mussten die KZ-Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen abbauen. Bald darauf wurde auf Kriegsproduktion umgestellt.
Aus dem KZ entwickelte sich ein Komplex mit mehr als 50 Außenlagern im Elsass, dem Moselgebiet und östlich des Rheins. In Baden-Württemberg wurden ab Ende 1943 etwa 35 neue Lager errichtet, die der Verwaltung des KZ Natzweiler unterstanden. Als einziger im nationalsozialistischen KZ-System bestand der KZ-Komplex im letzten halben Jahr seiner Existenz ausschließlich aus Außenlagern. Mehr als zwei Drittel der rund 52 000 Häftlinge aus über 30 europäischen Nationen waren nie im Stammlager im Elsass, sondern in "KZs vor der Haustür" der deutschen Zivilbevölkerung. Nach 1945 erinnerte vielerorts kaum mehr etwas an die einstigen Schreckensorte.
👛 Die Teilnahme ist kostenlos.
👉 Mehr Informationen zum Vortrag, den Link zur online Teilnahme sowie die Anmeldung für die Teilnahme vor Ort finden Sie unter https://www.landesarchiv-bw.de/de/aktuelles/termine/78967
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