#Wiedergeburt?
"Die Forschung zeigt: Schon Säuglinge speichern insbesondere traumatische Erlebnisse, lange bevor sie sprechen können. Sie codieren dieses Wissen aber noch nicht sprachlich. Traumatische Eindrücke aus dieser frühen Zeit – seien es Schmerzen, Angst oder Unsicherheit – bleiben in einem anderen Code verschlüsselt: in Körperempfindungen und Bewegungsmustern. Später erleben wir diese "körperlich codierten" Erinnerungen als diffuse Ängste, unerklärliche Abneigungen oder körperliche Reaktionen, ohne deren Ursache bewusst benennen zu können.
Wenn das Kind nun früh zu sprechen beginnt, so die Vorstellung, versucht es, diese rätselhaften Empfindungen einzuordnen – gewissermaßen auf frischer Spur, solange die Eindrücke noch nachhallen. Doch wie die Schweizer Neurowissenschaftlerin Pamela Banta Lavenex erklärt, fehlt Kleinkindern die Fähigkeit, ihre Erlebnisse räumlich und zeitlich zu strukturieren. So können die bruchstückhaften Eindrücke wie Szenen aus einem "anderen Leben" wirken. Vor allem, wenn die Umgebung ein solches Erklärungsmuster nahelegt oder unterstützt."
https://www.stern.de/geo/wiedergeboren--wann-wissenschaftler-erinnerungen-an-fruehere-leben-ernstnehmen-35773952.html
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