Der groĂe Bluff: Wie Trump die Reichen reicher macht
Symbolbild: Donald Trump und das Geld Der groĂe Bluff: Wie Trumps Wirtschaftspolitik die Reichen stĂ€rkt und das Volk schwĂ€cht
Donald Trump prĂ€sentiert sich gerne als Mann des Volkes, der fĂŒr die einfachen Menschen kĂ€mpft. Doch ein Blick auf seine Wirtschaftspolitik zeigt, dass er vor allem den Reichen und groĂen Unternehmen hilft. Seine Vorliebe fĂŒr Zölle und Handelskriege klingt in seinen Reden wie ein groĂer Plan, um ArbeitsplĂ€tze zu schaffen und die Wirtschaft zu stĂ€rken. Die RealitĂ€t ist jedoch eine andere.
Schon in seiner ersten Amtszeit fĂŒhrte Trump hohe Zölle auf Stahlimporte ein. Davon profitierten vor allem die Stahlhersteller und ihre AktionĂ€re. Die Arbeiter in der Stahlindustrie waren wenige, und die Verluste in anderen Bereichen der Wirtschaft waren groĂ. Die Unternehmen, die Stahl verarbeiten, mussten plötzlich mehr fĂŒr Rohstoffe zahlen, was zu Verlusten und Jobabbau fĂŒhrte. Auch die Verbraucher litten, da viele Produkte teurer wurden. Besonders Ă€rmere Menschen, die einen groĂen Teil ihres Einkommens fĂŒr Waren des tĂ€glichen Bedarfs ausgeben, spĂŒrten diese Auswirkungen.
Doch die Probleme hörten hier nicht auf. Andere LĂ€nder reagierten auf die Zölle mit GegenmaĂnahmen. Zum Beispiel erhöhte die EU ihre Zölle auf Harley-Davidson-MotorrĂ€der. Dadurch brach der Absatz ein, und das Unternehmen musste Milliardenverluste hinnehmen. Die Regierung sprang mit Finanzhilfen ein â am Ende profitierten wieder die GroĂunternehmen und nicht die Bevölkerung.
Trumps Politik wird oft als âFilz-Kapitalismusâ bezeichnet. Das bedeutet, dass nicht die besten und innovativsten Firmen gefördert werden, sondern solche, die gute Verbindungen zur Regierung haben. Dieser Ansatz Ă€hnelt eher den Oligarchen-Systemen anderer LĂ€nder als einer freien Marktwirtschaft.
Trump argumentiert, dass Zölle das Handelsdefizit der USA verringern. Doch die Erfahrung zeigt, dass das nicht funktioniert. Selbst mit hohen Zöllen blieb das Defizit bestehen, und die Kosten fĂŒr KonsumgĂŒter stiegen. Die eigentlichen Ursachen des Defizits â zu hoher Konsum und steigende Staatsschulden â bleiben unberĂŒhrt.
Trotzdem sehen viele Amerikaner Trump als erfolgreichen Wirtschaftspolitiker. In seiner ersten Amtszeit wuchsen die Einkommen spĂŒrbar, und die Mietpreise stiegen weniger stark als zuvor. Doch diese Erfolge können nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass seine MaĂnahmen langfristig mehr schaden als nĂŒtzen.
Trump ignoriert grundlegende ökonomische Prinzipien. LĂ€nder profitieren, wenn sie miteinander handeln und sich auf das spezialisieren, was sie am besten können. Seine Zölle und Handelskriege fĂŒhren jedoch zu höheren Kosten und weniger Wettbewerb. Am Ende zahlen vor allem die Verbraucher und die Arbeitnehmer den Preis.
Trumps RĂŒckkehr in die Politik wĂŒrde wahrscheinlich neue Handelskriege bedeuten. Doch die Vergangenheit zeigt, dass solche Konflikte immer Verlierer produzieren â vor allem unter den einfachen Menschen, fĂŒr die er angeblich kĂ€mpft.
Quelle und mehr Infos ZEIT ONLINE
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