Nachdem das SED-Parteiorgan "Neues Deutschland" den GAU im sowjetischen Atomkraftwerk #Tschernobyl zwei Tage verschwiegen hatte, gab es am 29. April 1986 eine erste Meldung. Versteckt auf Seite 5.

Fünf kurze, nichtssagende Sätze über eine "Havarie".

Wenige Tage später rühmte sich die #Sowjetunion übrigens für ihre transparente Öffentlichkeitsarbeit.

#Tschernobyl40 #Glasnost #DDR

"Eines Tages, über den ich in der Gegenwartsform nicht schreiben kann, werden die Kirschbäume aufgeblüht gewesen sein."

Christa Wolf: Störfall. Nachrichten eines Tages (1987)

#Buchbeginn #Lektürebeginn #FrauenLesen #DDRLiteratur #Tschernobyl #Tschernobyl40

Und diese Nachricht erhalten wir am Jahrestag von #Tchernobyl - großartiges Timing... #Tschernobyl40 #Tschernobyl #Atomkraft #Atomkraftwerk #Reaktorsicherheit
Heute jährt sich zum 40sten mal die Katastrophe von Tschernobyl. #Tschernobyl40 #Energiewende
Tschernobyl. Die Katastrophe und wir

Vier Jahrzehnte nach der Explosion im Atomkraftwerk von Tschernobyl erzählt dieser Doku-Podcast von einem Ereignis, das die Welt verändert hat. In fünf Folgen rekonstruiert die Serie nicht nur die historischen Abläufe, sondern blickt vor allem auf menschliche Schicksale hinter dem Unglück. Es geht um die Frage: Was hat diese Katastrophe mit uns gemacht? Im Zentrum stehen die Geschichten von drei Menschen. Da ist Anatolii, aufgewachsen in einem kleinen Ort in der Ukraine. Kurz nach der Explosion wird er von Funktionären der Sowjetunion rekrutiert und direkt in das verstrahlte Gebiet geschickt. Ohne ausreichenden Schutz soll er als sogenannter Liquidator helfen, die Katastrophe einzudämmen – mitten im zerstörten Reaktor findet sein Einsatz statt. Was hat die Strahlung mit ihm gemacht? Zur gleichen Zeit ist Monika aus der Bundesrepublik in der Umweltbewegung aktiv. Aus politischer Überzeugung fährt sie nach der Reaktorkatastrophe nach Wackersdorf, wo sie gegen eine geplante Wiederaufarbeitungsanlage von Atommüll protestieren will. Sie reist ausgerechnet Pfingsten 1986 zu den Protesten, als die Lage zwischen Demonstrierenden und Polizei eskaliert. Und da ist Ulrike aus der DDR, Mutter von zwei Kindern und hochschwanger. Im Westfernsehen erfährt sie von der Explosion und plötzlich wird jeder Alltagsschritt zur Gewissensfrage: Darf sie ihre Kinder draußen spielen lassen? Ist die Milch noch trinkbar? Als sie hört, dass belastete Lebensmittel aus dem Westen in den Osten gelangen, wächst ihre Sorge, doch offener Protest ist in der DDR gefährlich. Also berät sie sich heimlich mit einer Frauengruppe im Untergrund. Host Judith Rubatscher führt durch die fünf Folgen und ordnet die Geschehnisse historisch und politisch ein. Sie selbst hat eine persönliche Verbindung zur Katastrophe, denn als sie Kind war, wurde ein Junge aus Belarus zur Erholung von der Strahlenbelastung zu ihrer Familie geschickt. Diese Begegnung hat sie nachhaltig beeinflusst und ihr gezeigt, wie sehr Biografien durch Tschernobyl geprägt wurden. Autorinnen und Autoren: Sarah Fischbacher, Meret Reh, Philip Syvarth und Judith Rubatscher Regie: Klaus Uhrig und Katja Paysen-Petersen. Sprachaufnahmen: Christoph Brandner Audioproduktion: Joscha Grunewald Grafik: Marcel Koehler, Carina Müller, Marina Lindner Kanzian Übersetzung: Ivanka Moskaliuk Distribution: Isabel Fröhle, Milena Schulte, Ulrike Kuske, Sarah Braun Redaktionsassistenz: Andrea Struss Redaktion: Tobias Nagorny Eine Produktion von Plotprodukt für Radio Bremen und den Westdeutschen Rundfunk 2026.

ARD Sounds
Opa hat Salat und Spinat im Garten rausgehackt und entsorgt und ich habe bei Kaiser's die letzte Packung Milchpulver ergattert - hat nach allem möglichen geschmeckt, nur nicht nach Milch.
Auch unsere Kohlregierung war damals ziemlich planlos.
#Tschernobyl #tschernobyl40

Meine Erinnerung an Tschernobyl: Ich war damals in der Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau in einem Supermarkt, und die Leute kauften uns Milch und Milchpulver komplett weg.

Ob in einigen Kellern noch 40 Jahre altes Milchpulver in 12er Verkaufskartons herumsteht?

#Tschernobyl #Tschernobyl40

Plötzlich war es dem dreijährigen Ich verboten, im Regen zu spielen.
Meine Mutter war eine von jenen im Betrieb, die sich trauten, zuzugeben, dass sie für die Wettervorhersage regelmäßig Bayrischen Rundfunk hören – also wussten alle, denen sie sagen konnte, dass der Regen gerade giftig ist, mehr, als die ausschließlich Radio DDR-Hörenden.
#tschernobyl40 #Vogtland
#чернобыль #чернобыль40 #Tschernobyl #Chernobyl #Čornobyl

RE: https://norden.social/@ChrisHenrichs/116428227148554762

Heute jährt sich die Katastrophe von #Tschernobyl zum 40. Mal. Nichts draus gelernt, heute wird eine Renaissance der Kernenergie herbei beschworen.
Die Argumente dafür sind genauso falsch und vorgeschoben wie eh und je. Die Probleme und Gefahren sind dieselben wie vor 40 Jahren.
Wir können billig und nachhaltig mit heutiger Technologie Strom aus Erneuerbaren produzieren, ohne Ewigkeitsabfall und Super-GAUs. Warum diskutieren wir noch statt zu machen??

#Atomkraft #Energiewende #Tschernobyl40

@ChrisHenrichs
Am 26. April jährt sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal.
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Danke!