Einflussreiche Syrer haben sich in Berlin getroffen. Auch Vertreter aus Regimegebieten ließ das Assad-Regime nach Deutschland ausreisen.#Bascharal-Assad #SyrischeOpposition #Syrien #wochentaz #Syrienkrieg #Nahost #Politik #Schwerpunkt
Syrisches Dialogtreffen in Berlin: Die Suche nach einem Ausweg
Syrisches Dialogtreffen in Berlin: Die Suche nach einem Ausweg

Einflussreiche Syrer haben sich in Berlin getroffen. Auch Vertreter aus Regimegebieten ließ das Assad-Regime nach Deutschland ausreisen.

Syrien-Verhandlungen in Genf: Die Delegation kommt doch

Die syrische Regierung will nach Angaben der Vereinten Nationen nun doch ab Mittwoch an Friedensgesprächen teilnehmen.

Syrien-Verhandlungen in Genf: Das Konstrukt ist wohl gescheitert

Eigentlich sollte in Genf wieder über Syriens Zukunft verhandelt werden. Doch die Verhandlungsdelegation von Assad kommt erst einmal nicht.

Dem Furor gegen Baschar al-Assad steht eine bezeichnende Stille gegenüber. Sie wird hörbar, wenn es um eine konkrete Antwort darauf geht, wer denn außer den bisherigen Machthabern in Syrien für Stabilität sorgen kann, für die Aufrechterhaltung von verlässlichen politischen Institutionen, für die Infrastruktur, das Gesundheitswesen, die Versorgung der Bevölkerung, für Schulen usw. Nicht zuletzt geht es auch um das Zusammenleben unterschiedlicher Konfessionen und Volksgruppen. Libyen zeigt, mit welchem Chaos zu rechnen wäre.

Die syrischen Oppositionsgruppen, die sich nächste Woche, ab 28. November, in Genf mit Vertretern der syrischen Regierung zur nächsten Runde der Gespräche treffen werden, wäre nicht dazu imstande, die Regierung zu übernehmen und für Stabilität im Land zu sorgen. Das Land würde mit größter Wahrscheinlichkeit im Chaos von Machtkämpfen unterschiedlichster Fraktionen, begleitet von Racheaktionen, versinken.

Und wieder gibt es großen Lärm um die Frage der Zukunft von Baschar al-Assad. Es gab drei Treffen der syrischen Oppositionsgruppen, in Moskau, in Kairo und in Riad und den typischen Zwist über die Personalie Baschar al-Assad. Die Moskauer und die Kairoer Gruppe distanzierten sich von Forderungen, die beim Treffen in Riad die Oberhand gewannen. Es ist die altbekannte Forderung:

"Die Teilnehmer betonen, dass der Übergang nicht ohne den Rücktritt von Baschar al-Assad und seiner Clique schon zu Beginn der Übergangsphase geschehen kann. "al-Ahram

Zuvor wurde spekuliert, dass es dieses Mal anders sein könnte, dass die Oppositionsvertreter ohne die Vorbedingungen, wonach al-Assad seinen Platz räumen muss, in die Genfer Gespräche gehen würden. Bislang erwiesen sich die Gespräche in Genf als relativ bedeutungs- und wirkungslos, weil sie jedes Mal an dieser Frage scheiterten. Die Folge war, dass sich die Vereinbarungen in Astana als die sehr viel relevanteren für die Verhältnisse in Syrien herausstellten.

Auch jetzt sind die Verabredungen, die Russland mit der syrischen Regierung, mit Iran und der Türkei trifft, faktisch von größerer Bedeutung als die Genfer Gespräche. Doch sind deswegen nicht ohne politische Relevanz. Sie finden unter Vermittlung der UN statt, gestützt auf UN-Sicherheitsrat-Resolutionen, die auch Russland und China unterzeichnet haben. Es wäre wünschenswert, wenn in diesem Rahmen an einem gemeinschaftlichen Interesse gearbeitet würde. Aber das bleibt ein "frommer", wirklichkeitsfremder Wunsch.

Tatsächlich zeigen sich nämlich weiterhin Interessen, denen nicht in erster Linie an stabilen Verhältnissen in Syrien gelegen ist, sondern an Gegenpolen zur Regierung in Damaskus und ihren Verbündeten. Wenn nötig ist Chaos und Obstruktion besser als eine Ordnung, die Baschar al-Assad, Russland und Iran als unangefochtene Sieger hat, die ihre Machtpositionen ausbauen können.

Sichtbar wird dies an einem Artikel der Washington Post, der vor zwei Tagen erschienen ist. Dessen Grundaussage bestätigt, was US-Verteidigungsminister kürzlich äußerte, dass die USA länger in Syrien bleiben wollen.

https://www.heise.de/tp/features/USA-wollen-Parallelregierung-im-Norden-Syriens-3900912.html https://www.heise.de/tp/features/USA-wollen-Parallelregierung-im-Norden-Syriens-3900912.html #Bascharal-Assad #syrischeKurden #syrischeOpposition
USA wollen Parallelregierung im Norden Syriens

Die Washington Post berichtet von Plänen der US-Regierung in Syrien. Der Kreml hält dies für keine verlässlichen Informationen. Die syrische Opposition bleibt bei der Forderung, dass Baschar al-Assad weichen muss

Debatte Syriens Zukunft und Opposition: Deutsche mögen Lösungen

Politiker hierzulande scheinen von syrischen Oppositionellen Rezepte für eine stabile Zukunft Syriens zu erwarten. Warum eigentlich?