Nutze und Schätze Vielfalt
Unsere Kulturlandschaft bietet so viel mehr als nur Golden Delicious, Braeburn und Abate Fetel. Sie bietet große und klein, rote und grüne, runde und krumme Früchte. Früchte zum Saft pressen, zum Lagern, zum Backen, zum Frischverzehr. Sie bietet Früchte, die in einem Jahr nicht zigmal behandelt werden müssen, weil sie sonst unverkaufbar wären. Sie bietet Früchte die saftig oder trocken sind, süß oder sauer, mit Aroma.
Und diese Vielfalt wird uns auch in der Klimakrise helfen. Wir wissen nicht, wie genau das lokale Klima sich in 50 oder 100 Jahren entwickeln wird. Umso wichtiger ist es sich breit und vielfältig aufzustellen, z.B. durch die Verwendung unterschiedlicher Arten, Unterlagen und Sorten. Am Besten wählt man Sorten mit unterschiedlichen Blüte- und Fruchtzeitpunkten. Dann sollte man jedes Jahr zumindest immer etwas ernten können, auch wenn der Frost im Frühjahr zuschlägt oder ein Sturm im Spätsommer die Früchte von den Bäumen peitscht. Hochstämme sind zudem mit ihren Blüten weiter weg vom Boden, was die Frostgefahr mindert. Außerdem kann man die Bäume durch geeignete Maßnahmen vitalisieren und stärken. Und wenn man die Wahl hat, sollte man an Nordhängen Obstbäume pflanzen und Kaltluftsenken vermeiden.
Was sind eure Strategien zukünftig Ernte- und Baumausfällen entgegenzuwirken?
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