Eine der traurigsten Beobachtungen im Alter – besonders wenn Demenz beginnt – ist diese:

Viele Menschen suchen plötzlich ununterbrochen nach Bestätigung.

„Ist das richtig so?“
„Bin ich ordentlich?“
„Ist alles sauber?“
„Habe ich das gut gemacht?“

Sie räumen Dinge immer wieder weg.
Sie richten sie neu aus.
Sie kontrollieren Kleinigkeiten.

Nicht aus Eitelkeit.

Sondern aus einer tief eingeprägten Lebensregel:

Sei artig.
Sei ordentlich.
Sei nützlich.
Dann bist du etwas wert.

Diese Menschen wurden oft ihr ganzes Leben so sozialisiert.
Pflicht, Fleiß, Disziplin, Anpassung.

Und wenn die Demenz beginnt, fällt vieles weg –
Erinnerungen, Orientierung, Sicherheit.

Was bleibt, ist die alte innere Stimme.

Die Suche nach Sinn.
Die Suche nach Zustimmung.
Die Hoffnung, dass jemand sagt:
„Ja, das hast du richtig gemacht.“

Das Tragische ist:
Oft erreicht diese Suche ihr Ziel gar nicht mehr.

Die Handlung wird wiederholt,
die Bestätigung bleibt aus,
oder sie wird gar nicht mehr wirklich verstanden.

Und plötzlich zeigt sich etwas sehr Unbequemes über unsere Gesellschaft:

Ein System, das Menschen ihr Leben lang über Leistung, Ordnung und Funktionieren definiert hat,
hat am Ende oft erstaunlich wenig Sprache für Würde,
wenn genau diese Funktionen verschwinden.

Die glänzende Oberfläche der westlichen Industriewelt –
Effizienz, Produktivität, Ordnung –
bekommt in solchen Momenten Risse.

Denn wenn der Mensch seinen Nutzen verliert,
steht eine unangenehme Frage im Raum:

Was bleibt vom Wert eines Menschen, wenn er nichts mehr leisten kann?

Vielleicht liegt genau dort die eigentliche Prüfung einer Gesellschaft.

Nicht im Wachstum.
Nicht in der Ordnung.

Sondern darin,
ob sie Menschen auch dann noch als Menschen behandelt,
wenn sie nicht mehr funktionieren.

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#Menschenwürde
#Sozialisation
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#Fediverse
#Nachdenken

Pleroma

Das ist kein Fehler

Es ist kein Fehler. Der Fehler, den du machst. Es braucht dir nicht leidzutun, du brauchst dich nicht zu grämen. Es ist passiert. Einen Moment nicht aufgepasst, einmal nicht überlegt. Endlich ein Mal spontan gewesen. Und schon ist es geschehen. Die Ungeschicklichkeit ist da. Zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort, das Schicksal hat zugeschlagen. Aber es ist nicht schlimm. …

https://kuhrau.de/gedanken/das-ist-kein-fehler/
#sozialisation #verantwortung #gedanken
#Tatendurstig

Das ist kein Fehler – Ein Blick auf Missgeschicke

Es ist kein Fehler, was dir passiert ist. Lass negative Gedanken hinter dir und erkenne, dass jedes Leben ein Geschenk ist. Besuche kuhrau.de für mehr Inspiration.

kuhrau.de

Wir wünschen Euch erholsame Feiertage und freuen uns auf 2026 mit Euch! Und bis dahin - 4 Anregungen für Gespräche über digitale Medien mit Familie und Freund*innen: https://www.medienkulturzentrum.de/neuigkeiten/frohe-weihnachten-und-ein-gutes-neues-jahr/

#medienbildung #familie #gespräche #sozialisation #miteinander

@sebmeineck

LOL
🤷🤦🤡

Diese
#Handyregeln gibt es längst an (fast) allen #Schulen. Nur halten sich die #Schüler nicht daran.

Also muss es halt, wie in immer mehr anderen Ländern auch, offizielle, verbindliche, gesetzliche Regelungen geben.

BTW ist längst erwiesen, welche negativen Auswirkungen
#Handynutzung und #SocialMedia auf die #kognitiveEntwicklung und #Sozialisation von #Kindern und #Heranwachsenden haben.
Nicht umsonst rudern die Vorreiter der
#Digitalisierung von #Schule (#Tablet, #digitalenSchulbücher,...) in den skandinavischen Ländern massiv zurück und führen wieder Hefte aus Papier und #Printbücher ein.

Es geht nicht darum, nicht an
#digitaleMedien heranzuführen und (sinnvolle !!!) Nutzung zu erlernen sowie für Gefahren zu sensibilisieren. Aber eben punktuell, wann und wo sinnvoll, und nicht nach dem #Gießkannenprinzip immer, überall, jederzeit.

#digitaleBildung
… aber sehr aussagefähig sind und sich auf den gelebten individuellen religiösen Alltag beziehen, wie die Häufigkeit des #Tischgebet|s – »ein zentrales #Ritual für die affektive religiöse #Sozialisation von Kindern«, so Carsten Frerk bei @FowidDe: https://bit.ly/3v8ZggD (2/2)

Tischgebet und Alltag
Bluesky

Bluesky Social
Stellen #Computerspiele die #Medienkompetenz der Nutzer:innen vor größere Herausforderungen? Haben sie daher in besonderer Weise Rückwirkungen auf deren demokratische #Sozialisation und Sozialintegration als Citoyens? https://bit.ly/3dyff3a (via @blogpraefakt)

Politische Sozialisation und C...
Bluesky

Bluesky Social

Living in a Box: Die Illusion und die Freiheit

In einer Welt, die sich durch scheinbare Offenheit und unbegrenzte Möglichkeiten auszeichnet, stellt sich eine zentrale Frage: Leben wir tatsächlich frei oder existieren wir lediglich in einer unsichtbaren Box, begrenzt von sozialen Normen, inneren Überzeugungen und äußeren Zwängen? Psychologisch betrachtet erschaffen Menschen unbewusst ihre eigene mentale Box, bestehend aus Glaubenssätzen, Ängsten und Gewohnheiten, die ihr Denken und Handeln einengen.

Unsere Box beginnt bereits in der Kindheit zu entstehen, wenn wir durch Erziehung und soziale Prägung lernen, was als richtig oder falsch gilt. Diese Regeln bieten zwar Orientierung, können jedoch dazu führen, dass wir alternative Sichtweisen und Handlungsoptionen kaum in Betracht ziehen. So bewegen wir uns im Alltag innerhalb dieser selbst gesetzten Grenzen, ohne die Box infrage zu stellen.

Auch der moderne Drang nach Selbstoptimierung, Karriere und Anerkennung kann zur Verstärkung dieser inneren Begrenzungen führen. Der Wunsch, bestimmte gesellschaftliche Erwartungen zu erfüllen, lässt viele in einer gedanklichen Box gefangen bleiben, in der wahre Selbstverwirklichung kaum möglich ist.

Interessanterweise zeigt die Psychologie, dass die Tür aus dieser Box jederzeit offensteht – jedoch erkennen wir dies oft nicht. Die Box existiert nur so lange, wie wir an ihre Wände glauben. Sobald wir beginnen, unsere Gedankenmuster zu hinterfragen und bewusst auszubrechen, eröffnen sich neue Möglichkeiten jenseits der gewohnten Begrenzungen.

In diesem Sinne leben wir alle in einer Box – doch ob wir darin bleiben, liegt letztlich in unserer Hand. Das Bewusstsein für diese unsichtbaren Grenzen ist der erste Schritt, um sie zu überwinden und das Leben jenseits der Box zu entdecken.

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Wenn du von "patriarchaler Sozialisierung" redest, trifft das alle unabhängig von Geschlecht.

Wenn du von "männlicher Sozialisation" redest und dabei auch Transfems meinst, ist das transmisogyn.

#Transmisogynie #Sozialisation