Aufbau & Gestaltung:
Links verlĂ€uft vertikal in groĂen grauen Buchstaben das Wort âLeipziger Meutenâ.
Oben steht der Titel in dunkelroter Schrift.
Darunter sind zwei historische SchwarzweiĂfotos:
Links: Zwei Jugendliche (vermutlich aus den Meuten), leger gekleidet, stehen drauĂen nebeneinander.
Rechts: Eine Szene von einer Kirmes oder einem Treffpunkt mit Menschenmenge und FahrgeschÀft.
Inhaltlich geht es um:
Jugendgruppen in Leipzig in den 1930er-Jahren.
Diese Gruppen wurden von der Gestapo abwertend âMeutenâ genannt.
Es handelte sich um Arbeiterjugendliche, die sich bewusst von der Hitlerjugend abgrenzten.
Sie wollten ihre Freizeit selbstbestimmt gestalten und verweigerten die Anpassung an das NS-System.
Besondere Merkmale der Meuten:
Eigener Kleidungsstil (z. B. karierte Hemden, bunte HalstĂŒcher, Lederhosen oder Röcke).
Teilweise Abzeichen wie âBJâ oder Totenkopf.
Treffpunkte in verschiedenen Stadtteilen.
Aktiver Widerstand, z. B. durch FlugblÀtter oder direkte Aktionen gegen die Hitlerjugend.
Zahlen & Bedeutung:
Bis zu etwa 1.500 Jugendliche waren beteiligt.
Die Leipziger Meuten gelten als eine der gröĂten oppositionellen Jugendbewegungen im nationalsozialistischen Deutschland.
Kurz gesagt:
Die Tafel zeigt, dass es selbst im streng kontrollierten NS-Staat Jugendliche gab, die sich nicht einfach untergeordnet haben, sondern ihren eigenen Weg gegangen sind.
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