Und noch ein Nachtrag zu den

Honorarkürzungen

In der Tat droht allerdings in Kombination mit einem anderen Faktor in der ambulanten #Psychotherapie eine Rückkehr in die 2-Klassen-Medizin.

Während die #Honoraranpassungen der letzten 10 Jahre dazu geführt hatten, dass sich für mich als Therapeut im Kassensystem die Behandlung von Privatversicherten und Beihilfe-Empfangenden kaum noch lohnte (in Hinsicht auf Honorarhöhe und Abrechnungsaufwand), steht derzeit eine beträchtliche Erhöhung in der Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (#GOP) vor der Tür. Nach aktueller Gerüchteküche dürften die Sätze danach gut 20% höher liegen, als die in der #GKV gezahlten.

Das ist für die lebensstandardorientierten Kolleg*innen natürlich durchaus eine ziemlich relevante Motivation, wieder Privatpatient*innen zu acquirieren. Wodurch wir in die Zeit zurückkehren, in der diese binnen 2 Wochen einen #Psychotherapieplatz ergattern konnten, während Gesetzlich Versicherte 6-12 Monate warten und dabei nicht mal wählerisch sein können.

Schlimmer:
Teile der bisher für die Versorgung in der GKV zur Verfügung stehenden #Psychotherapeuta und unseres Nachwuchses könnte sich sogar vollständig in den Privatsektor bewegen. Angesichts der demografischen Lücke in der Altersstruktur des Berufsstands sowie die drohende Nachwuchslücke in Folge der politisch verbockten Finanzierung der #PsychotherapieWeiterbildung könnte eine Neubesetzung der bisher raren Kassensitze schwierig werden.

Insofern sind die Mahnungen der Verbände, dass die Versorgung der Versicherten gefährdet werde, eben doch nicht völlig aus der Luft gegriffen.

#PtW

Nochmal Nachtrag zu den

Honorarkürzungen

für Psychotherapeut*innen

Wenn man mit Leuten, die sich auskennen, mal off-the-record spricht, stellt sich heraus, dass der derzeit suggerierte Skandal eigentlich keiner ist.
Die Jurist*innen - wohlgemerkt auf unserer Seite - sagen ganz klar:

Die Formel, nach denen die Honorare regelmäßig berechnet werden, ist weiter die gleiche. Nur, dass wir uns die letzten Jahre sehr daran gewöhnt haben, dass es nach der Formel stets zu Honorar_erhöhungen_ kam. Jetzt verlangt die Berechnung erstmals wieder eine Korrektur nach unten (und das ja auch nur teilweise! Die Strukturzuschläge werden ja erhöht).

Die Berufsverbände wissen das, geraten aber ob des Aufschreis eines Teils ihrer Mitglieder in Konkurrenz miteinander beim Halten und Gewinnen dieser.

D.h., weil ein paar laute Leute, die im Grunde nicht verstehen, wie die Honorarbemessung funktioniert, und sich i.d.R. selbst die Hände durch eigenes Engagement in den Berufsverbänden nicht schmutzig machen, sehr laut in den Mailinglisten der Verbände krakeelen und mit Austritt drohen, fühlen sich die Verbände gezwungen, ihren Mitgliedern schnell den Eindruck zu vermitteln, sie würden die Proteste inhaltlich unterstützen.

Den Austrittsdrohungen liegt dabei die Fehlannahme zugrunde, die Verbände hätten irgendetwas mit der Bestimmung der Honorare zu tun gehabt. Was nicht der Fall ist. Aber Informieren oder Nachfragen stört beim Wutbürgern ja auch nur.

Wie ich die Tage schon schrieb:
Es gibt wirklich länglich Ungerechtigkeiten und auf unserem Rücken ausgetragenen teuren Unsinn, über den sich die Kolleg*innen das gesamte Jahr aufregen und gegen den sie sich ENGAGIEREN könnten!

  • Die eklatante Finanzierungslücke bei der Umstellung von der Psychotherapieaus- zur Weiterbildung.
  • Die offensichtlich nicht mit der Realität vereinbare Bedarfsplanung und Budgetierung ambulanter Psychotherapie in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
  • Die fortschreitende Prekarisierung psychisch Erkrankter durch die faktische Demontage des Bürgergelds und Ausbau des Sanktionsregimes.
  • Das Verbrennen wertvoller psychotherapeutischer Ressourcen durch eine Digitalisierung des Gesundheitssystems als Bananenversion ("reift beim Kunden“) und eine völlig ineffektive Form von Qualitätssicherung.
  • Die faktische und unbegründete eklatante Honorardifferenz von Psychotherapeut*innen im Vergleich zu anderen Fachärzt*innen.
  • Die fehlende Diversität in der Berufsgruppe durch strukturelle Zugänglichkeitsbarrieren für marginalisierte Gruppen - und resultierend Barrieren für dieselben Gruppen beim Zugang zu Psychotherapie.

Diese Themen werden - ehrenamtlich! - von einem Bruchteil der Berufsgruppe in den Verbänden bearbeitet, kommentiert, verhandelt, während sich der Rest in der Freizeit eben um sich selbst kümmert. Sich aber dann lauthals über das vermeintliche Versagen der Menschen beschwert, auf deren Rücken sie sich durch ihre berufliche Existenz tragen lassen!

So. Ende des Rants.

#Psychothera #Psychotherapie #Psychotherapeuta #Honorarkürzungen

Soeben endete unser zweiter Durchgang der #EMDR Seminarreihe für die #DGVTFortbildung
Es war wieder eine Freude, unsere Begeisterung für diese #Psychotherapie Methode an 20 (überwiegend kVT-geprägte) approbierte Kolleg*innen weitervermitteln zu dürfen und so die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass insbesondere Menschen mit Traumafolgestörungen in den Genuss dieses Verfahrens kommen.

In Juli und September starten die nächsten beiden Kurse - die jeweils binnen weniger Stunden ausgebucht waren. Die Verträge für zwei weitere Durchgänge bis 2028 bereits unterschrieben. Ein Abebben der Nachfrage an diese Weiterqualifikation ist nicht in Sicht, also werden die beste Co-Referentin, die ich mir für diesen Job wünschen könnte #KathrinVoogsgerd und ich perspektivisch noch einige Jahre damit weitermachen können.

#Psychotherapeuta #PsychotheraBubble

Das klingt hörenswert …

„Systemfehler“-Podcast mit Psychotherapeutin Ingrid Israel: Mehr Druck, mehr Einsamkeit, mehr Krisen? - Nordstadtblogger https://www.nordstadtblogger.de/systemfehler-podcast-mit-therapeutin-ingrid-israel-mehr-druck-mehr-einsamkeit-mehr-krisen/

#Dortmund #Psychotherapeuta #PsychoBubble

„Systemfehler“-Podcast mit Therapeutin Ingrid Israel: Mehr Druck, mehr Einsamkeit, mehr Krisen? - Nordstadtblogger

Die Psychotherapeutin Ingrid Israel, stellvertretende Leiterin des Krisenzentrums Dortmund, war im Nordstadtblogger-Podcast „Systemfehler“ zu Gast. Das Angebot des Krisenzentrums stellt zwar eine regionale Besonderheit dar, die allgemeine psychotherapeutische Versorgung ist jedoch durch extreme Wartezeiten und …

Nordstadtblogger

Cool! #WebPrax (Service für Online-Therapie-Sitzungen aka #VideoSprechstunde) hat unsere Entwicklungs-Wünsche gehört und eine #EMDR-Funktion in die Oberfläche für Einzelsitzungen gebastelt!

Somit haben wir jetzt eine DSGVO-konforme, auf jitsi basierende Lösung, um Augenbewegungs-Stimulation auch im Rahmen von Remote-Kontakten zu applizieren.

Ich mag, wenn Entwicklerinnen bei den Anwenderinnen nach VerbesserungsIdeen fragen UND die danach sogar umsetzen! 🥳

Erstmal für einige Zeit austesten und reichlich Feedback zur aktuellen Umsetzung geben. Und dann fragen, ob sie das Feature nicht auch in Gruppen und Konferenzen zur Verfügung stellen wollen. Das wäre für Gruppen-Intervision und -Supervision nämlich durchaus auch praktisch. Und wird schon keine Hexenwerk sein 🤷

#TheraBubble #Psychotherapeuta #PsychoBubble

Wir dürfen alle sehr gespannt sein, welche Psychotherapeut*innen diesen »besseren Zugang zu Psychotherapie« in den nächsten 2 Jahrzehnten anbieten sollen. Die politisch verschlafene Finanzierung der Ausbildungsreform (Danke #JensSpahn!) führt zu

  • einer Nachwuchslücke
  • in einer bereits bestehenden Nachwuchslücke durch einen Generationenbruch (30% der niedergelassenen #Psychotherapeuta sind älter als 60)
  • in einer schon zuvor bestehenden Versorgungslücke am real existierenden Bedarf vorbei.

Die "nachwachsenden" Psychotherapeuta reichen voraussichtlich schon nicht, die altersbedingt ausscheidenden Kolleg*innen in der ambulanten Versorgung i.R.d Gesetzlichen Krankenversicherung zu kompensieren.
Gleichzeitig wollen die stationären Versorger*innen gern den Mangel an Fachärzt*innen im Bereich mit PP und KJPP ausgleichen bzw. ihr Angebot durch mehr Psychotherapie verbessern.

Und so attraktiv ist die Arbeit mit über Beihilfe und Privatversicherungen Versicherte bis dato auch nicht:

  • eigenverantwortliche Abrechnung im Kostenerstattungsverfahren
  • Honorarregelungen uneinheitlich oder intransparent
  • aufwändigere Antragsverfahren
  • tendenziell "schwierige" Berufsgruppen ...

Ich kenn bereits jetzt ne Reihe Kolleg*innen mit Kassensitz, die stumpf nur noch mit GKV-Patient*innen arbeiten, um sich den Nerv zu ersparen ...

https://www.ptk-nrw.de/aktuelles/meldungen/detail/polizeivollzugsbeamtinnen-und-beamte-in-der-psychotherapie-kooperationsveranstaltung-von-ministerium-des-innern-des-landes-nrw-polizei-nrw-und-kammer-am-2-april-2025-fand-grossen-zuspruch

Detail

Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen

#PTKNRW teilt mit:

#ePA erst ab 01.10.2025 verpflichtend für #Psychotherapeuta im Kassensystem. Bis dahin dürfen sie die elektronische Patientenakte „freiwillig“ verwenden.

Das bedeutet dann wohl Rechtssicherheit für Psychotherapeuta, wenn sie ihre Patient*innen einer zentralen Datenspeicherung mit fraglicher Sicherheit aussetzen. 🤷

https://www.ptk-nrw.de/aktuelles/meldungen/detail/ab-29-april-2025-psychotherapeutische-praxen-koennen-die-elektronische-patientenakte-freiwillig-nutzen

Detail

Psychotherapeutenkammer Nordrhein-Westfalen

Erfreuliche Bilanz unserer (Fachgruppe Intersektionalität und Antidiskriminierung in der DGVT) "Auftritte" auf dem #dgvtKongress2025:

  • An unserem Symposium gestern nahmen immerhin über 20 Personen teil. Angesichts paralleler Veranstaltungen mit thematischer Schnittmenge ein sehr zufriendenstellender Verlauf.

  • Zu unserem Meet&Greet heute für Interessent*innen an Mitarbeit in der FG kamen auch immerhin 14 Leute. Wir freuen uns sehr über dieses rege Interesse an uns und unserem sehr breiten Themenbereich!

#dgvt #psychotherapie #psychotherapeuta #Intersektionalität #DiskriminierungsSensibilität

Intersektionalität & Antidiskriminierung - DGVT

Ein neuer Teil meines kostenlosen Support-Services für #EpikurPVS hier:

Wenn Ihr MacOS auf 15.1 updatet, kann es wohl passieren, dass sich weder #EpikurServer noch #EpikurClient weiterhin starten lassen. Ihr erhaltet dann eine Meldung, dass Dock/Finder nicht auf "null" zugreifen darf.

M.M.n deutet das auf ein Problem im Rechte-Management hin, allerdings hatten beide Programme bei mir weiterhin dieselben Rechte wie vor dem Update.

Ich hab die Programme also kurzerhand neuinstalliert (Achtung! Man muss die beiden Programme zuvor tatsächlich händisch aus dem Library-Ordner in den Papierkorb werfen. Sonst lassen sie sich wegen des Rechtequatsch nämlich nicht überinstallieren/ersetzen)

Also:

  • Beide Programme (zwischen 2 und 3 GB jeweils) von epikur.de/testversion herunterladen, denn dank des Autoupdates werdet Ihr die nirgends rumliegen haben. (Natürlich nur, wenn Ihr die Server-Variante verwendet! Sonst nur den Client herunterladen)
  • Sicherstellen, dass die beiden Programme nicht mehr im Library (deutsch: "Programme")-Verzeichnis liegen, sonst ab in den Papierkorb damit.
  • Dann die heruntergeladenen Dateien wie gewohnt installieren.

Bei mir ging dann wieder alles.

#PraxisVerwaltungsSysteme #Psychotherapeuta

Die Veranstaltung war übrigens sehr gut!

Hervorzuheben meinerseits war die positive Überraschung (Ich hatte vorab keine TO gesehen), dass #TimoSlotta (https://www.diskriminierungssensible-therapie.de/timo-slotta/) ein Kurzreferat zu (mangelnder) #DiskriminierungsSensibilität in der Berufsgruppe gehalten hat. Direkt Hinweise zu aktuellen Studien abgegriffen ... die ich leider ohne Bezahlschranke bisher nicht gesehen habe 😕

Kaurin et al. (2024) und Krammer et al. (2024)

Falls die jemand zufällig rumliegen hat ... 😬

#PsychoBubble #Psychotherapie #Psychotherapeuta