NEUER BEITRAG: "The Dreaming – Wo Sandman und Topolino sich Gutenacht sagen"
Christian Muschweck beschäftigt sich kritisch mit dem Worldbuilding in Neil Gaimans Dreaming-Universum und stellt eine überraschende Verknüpfung zu italienischen Disney-Comics aus dem Lustigen Taschenbuch her.
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The Dreaming – Wo Sandman und Topolino sich Gutenacht sagen
Neil Gaiman gilt als humanistischer Autor. Aber sein Dreaming-Universum kann auch sehr kaltherzig sein. Neulich ging es im ComicTalk um den Comic Judas von Jeff Loveness und Jakub Rebelka, den Tillmann Courth mochte und Hella von Sinnen überhaupt nicht. Der recht amüsante Schlagabtausch lief ungefähr so: Hella: Sag mal, ich muss dich jetzt privat fragen: Bist du so ein Christenfreak? Bist du ein bibelfester Mann, der sonntags mit seiner Kleinfamilie in die Kirche geht? Tillmann: Ich finde, der Comic hat von seiner Aussage und seiner humanitären Wucht die Sandman-Klasse. Und wenn da irgendwo so eine Traumherrscher-Figur vorgekommen wäre, es hätte ein Spin-off sein können. Dann kam die Frage auf, wie bibelfest Hella denn sei: Hella: Um Gottes Willen, wie lustig. Für mich ist das ein Märchenbuch von alten, bärtigen Männern, über Jahrhunderte erzählt. Ein sehr interessanter Gedanke dabei war: Es gäbe die ganze Jesus-Geschichte nicht ohne Judas. Es musste einen Schuldigen geben. Das ist sicherlich ein interessanter Gedanke. Aber doch nur, wenn ich das ganze Märchen ernst nehme. Tillmann: Aber es sind ja alles nur Geschichten. …
