Der Sinn des Lebens scheint für viele darin zu bestehen, eine Zahl wachsen zu sehen.
Irgendwo. Mit irgendeinem Währungszeichen davor oder dahinter.
Der Rest ist Kulisse.
Alles andere – Beziehungen, Tätigkeiten, Würde – wird zum Hintergrundrauschen degradiert. Austauschbar. Ersetzbar. Optimierbar.
Also spielen wir Rollen.
Wir sind Superstars ohne Bühne, Topmodels ohne Laufsteg, Spitzenköche ohne Küche.
Wir sind Experten im Simulieren von Bedeutung, während die eigentliche Arbeit unsichtbar bleibt.
Denn die Realität ist banal:
Jemand muss die Toiletten putzen.
Jemand muss die Regale füllen.
Jemand muss die Systeme am Laufen halten.
Und genau diese Arbeit wird dorthin ausgelagert, wo kein Widerspruch stört.
Wo kein Wahlrecht greift.
Wo kein Applaus erwartet wird.
In so einem System braucht es keine Arbeiterpartei mehr.
Nicht, weil alles gut wäre –
sondern weil die Arbeit selbst aus dem Blick verschwunden ist.
Der Rest ist Erzählung.
Und die erzählen wir uns gegenseitig, bis sie wahr klingt.
Ich geh dann mal putzen.
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