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Beerfelder Hof on Instagram: "Mit Essen spielt man nicht!!! 🥔🥔🥔 Es gibt auch eine andere Perspektive auf die Kartoffelspendeaktion von @morgenpost , @ecosia und @osterland_agrar_gmbh. Die von uns regionalen Erzeugern für Berlin und Brandenburg. Es gibt ein paar Fakten, die ihr wissen solltet und die uns wichtig sind, um die „Spende“ besser einordnen zu können. Denn Einiges wird hier verzerrt dargestellt: 1. Wir haben alle zu viele Kartoffeln. Uns, die wir hier in der Region produzieren, hat bei der Aktion niemand involviert. Weder um teilzunehmen, noch um uns zu positionieren. Und das, obwohl es unseren - gerade in diesem Jahr so wichtigen - Absatzmarkt bedroht. Gerne spenden wir Erzeuger-Betriebe an soziale Einrichtungen oder Tafeln. Tun wir als Betrieb übrigens regelmäßig. Gerade aber wird der Großteil der Knollen in Gruppenchats und Ortskanälen verramscht. Da sind bei vielen jetzt die Augen größer als der Magen. 2. Der „spendende“Betrieb ist kein bäuerlicher Hof sondern ein großer Konzern, eine Agrarholding, die 5.300 ha in Sachsen bewirtschaftet. 3. Die 4.000 Tonnen wurden bereits vom Handel bezahlt. Das sich Händler aus Verkäufen freikaufen, ist in diesem Jahr nicht unüblich. Es geht auch darum, den vollgestopften Markt zu entlasten, damit überhaupt noch Kartoffeln verkauft werden können. Was aber passiert, wenn man kostenlose Ware in einen übervollen Markt drückt? Das Produkt wird entwertet. Nicht allein vom Preis, sondern auch im Wertgefühl der Verbrauchenden. 4. Das Argument, der böse Handel sei schuld, dass wir Bauern auf unserem Kartoffeln sitzen wird hier leider verzerrt. Ja, wir ringen oft mit dem Handel. Aber der Grund für die diesjährige Überproduktion hat vorrangig mit dem Wetter zu tun. Die Kartoffelernte war in Dtl und Europa grandios. Viele sind in den Anbau eingestiegen, denn die Preise waren in den letzten Jahren hoch. (Weiter in den Kommentaren)"
912 likes, 20 comments - beerfelder_hof on January 13, 2026: "Mit Essen spielt man nicht!!! 🥔🥔🥔 Es gibt auch eine andere Perspektive auf die Kartoffelspendeaktion von @morgenpost , @ecosia und @osterland_agrar_gmbh. Die von uns regionalen Erzeugern für Berlin und Brandenburg. Es gibt ein paar Fakten, die ihr wissen solltet und die uns wichtig sind, um die „Spende“ besser einordnen zu können. Denn Einiges wird hier verzerrt dargestellt: 1. Wir haben alle zu viele Kartoffeln. Uns, die wir hier in der Region produzieren, hat bei der Aktion niemand involviert. Weder um teilzunehmen, noch um uns zu positionieren. Und das, obwohl es unseren - gerade in diesem Jahr so wichtigen - Absatzmarkt bedroht. Gerne spenden wir Erzeuger-Betriebe an soziale Einrichtungen oder Tafeln. Tun wir als Betrieb übrigens regelmäßig. Gerade aber wird der Großteil der Knollen in Gruppenchats und Ortskanälen verramscht. Da sind bei vielen jetzt die Augen größer als der Magen. 2. Der „spendende“Betrieb ist kein bäuerlicher Hof sondern ein großer Konzern, eine Agrarholding, die 5.300 ha in Sachsen bewirtschaftet. 3. Die 4.000 Tonnen wurden bereits vom Handel bezahlt. Das sich Händler aus Verkäufen freikaufen, ist in diesem Jahr nicht unüblich. Es geht auch darum, den vollgestopften Markt zu entlasten, damit überhaupt noch Kartoffeln verkauft werden können. Was aber passiert, wenn man kostenlose Ware in einen übervollen Markt drückt? Das Produkt wird entwertet. Nicht allein vom Preis, sondern auch im Wertgefühl der Verbrauchenden. 4. Das Argument, der böse Handel sei schuld, dass wir Bauern auf unserem Kartoffeln sitzen wird hier leider verzerrt. Ja, wir ringen oft mit dem Handel. Aber der Grund für die diesjährige Überproduktion hat vorrangig mit dem Wetter zu tun. Die Kartoffelernte war in Dtl und Europa grandios. Viele sind in den Anbau eingestiegen, denn die Preise waren in den letzten Jahren hoch. (Weiter in den Kommentaren)".