Nuhr für Quoten
Die ARD hält immer noch an Dieter Nuhr fest.
Und jedes Mal, wenn ich das lese, frage ich mich, wie tief der öffentlich‑rechtliche Rundfunk eigentlich noch sinken will. Da steht ein Mann auf der Bühne, der seit Jahren mit frauenfeindlichen Pointen auffällt, der jede gesellschaftliche Debatte auf Stammtischniveau runterzieht und sich dabei für den letzten Leuchtturm der Vernunft hält. Und die ARD? Klatscht, produziert weiter, und nennt das dann „Satirefreiheit“. Nein. Das ist keine Freiheit. Das ist ein ethischer Offenbarungseid.
Ethischer Offenbarungseid, weil Nuhr Quoten bringt.
Ethischer Offenbarungseid , weil man lieber den Weg des geringsten Widerstands geht, statt Haltung zu zeigen.
Und wer schaut das? Genau die Leute, die sich in Nuhrs Weltbild suhlen wie in einer warmen Badewanne aus Selbstgerechtigkeit. Menschen, die seine Abwertung anderer als Bestätigung ihrer eigenen Ressentiments brauchen. Die ARD nennt das „Programmvielfalt“. Ich nenne es Programm für Leute, die geistig längst im braunen Sumpf wohnen. Und ja — Für diesen Dreck muss ich obendrein noch bezahlen. Ob ich will oder nicht.
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