12.02.2026 19:00 Antifa Café: It's not just boys' fun - Zum Geschlechterverhältnisin der radikalen Linken Nordpol
In diesem Vortrag analysiert die Autorin Veronika Kracher die historische und ideengeschichtliche Entwicklung von feministischen Kämpfeninnerhalb der radikalen Linken – gerade gegen Genossen aus den eigenenReihen, spricht darüber wie sich feministische Kritik und Praxis in denletzten 50 Jahren entwickelt und verändert hat, und versucht auch anhandeigener Erfahrungen, die Widersprüchlichkeiten derselben zu diskutieren. Vortagsbeginn: 20 Uhr
Linksradikale Gruppen und Organisationen betrachten sich selbst häufig als Pionier*innen zu einer Gesellschaft, die den Kapitalismus überwunden hat. Wenn es jedoch um eine Kritik an den Geschlechterverhältnissen geht oder darum, die eigene geschlechtsspezifische Sozialisation zu hinterfragen, scheinen zahlreiche Genossen überfordert. Cisgeschlechtlichen Männern in der radikalen Linken scheitern regelmäßigdaran, ihre eigene affekthafte Abwehr weiblich konnotierter Aspekte und Aufgaben, zu reflektieren. Aus einem Unwillen, sich grundlegend mit der eigenen Reproduktion von Sexismus, Weiblichkeitsabwehr oder übergriffigemVerhalten zu befassen, verschieben cis Männer die Verantwortung für profeministische Selbstkritik entweder auf ihre Genossinnen, verweigern diese grundsätzlich, oder besuchen gönnerhaft einen Workshop zu “kritischer Männlichkeit” um sich anschließend gegen jede feministische Kritikgefeit zu sehen. FLINTA aus der Linken, vor allem wenn sie eine gewisseöffentliche Sichtbarkeit haben, müssen hingegen als Projektionsflächefür gleichzeitig (trans)misogyne Abwertung und Strafbedürfnisse herhalten, oder an sie wird eine projektiv aufgeladene Anspruchshaltung als vermeintliche Stellvertreter*in für queere und feministische Kämpfe herangetragen – bei Nichterfüllung erfolgt Sanktion. Kurz: Immer wieder müssenalso feministische Kämpfe nicht nur gegen die herrschenden Verhältnisse, sondern auch gegen Widerstand aus den eigenen Reihen geführt werden.
nIn diesem Vortrag analysiert die Autorin Veronika Kracher die historischeund ideengeschichtliche Entwicklung von feministischen Kämpfen innerhalbder radikalen Linken – gerade gegen Genossen aus den eigenen Reihen, spricht darüber wie sich feministische Kritik und Praxis in den letzten 50Jahren entwickelt und verändert hat, und versucht auch anhand eigener Erfahrungen, die Widersprüchlichkeiten derselben zu diskutieren.
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