Antifaschistischer Selbstschutz ist notwendig! Die ersten Prozesstage im Antifa-Ost-Verfahren
Ein frostiger Prozessbeginn, in einem Großverfahren gegen Antifaschist:innen. Es ist Dienstag, der 25. November 2025, es hat leicht geschneit, die Schilder, „Im Zweifel für die Antifa“ und andere Aufschriften, stehen in den Schneeresten an dem Fahrradständer vor dem bunkerartigen Prozessgebäude des Oberlandesgerichts Dresden.
Hier ein ausführlicher schriftlicher Prozessbericht:
https://breakdownthewalls.site36.net/2025/11/27/antifaschistischer-selbstschutz-ist-notwendig-die-ersten-prozesstage-im-antifa-ost-verfahren/
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Angeklagte Antifaschistisch:innen geben politische und teils sehr bewegende persönliche Erklärungen ab!
Im Dresdner Antifa-Ost-Verfahren haben soeben Tobi, Julian und Thomas jeweils persönlich politische Erklärungen verlesen.
Tobi sprach von der Allgegenwärtigkeit rechtsextremer Gewalt zB in Eisenach und machte geltend, dass entschlossene Gegenwehr hiergegen zulässig war und ist. Der Klassen- und Gesinnungsjustiz gehe es nicht um gesellschaftliche Fragen, sondern den Schutz der Mächtigen und Reichen.
Julian blickte in seiner Erklärung zurück in die Jahre ab 2012, als es zu zahlreichen rechtsextremen Angriffen und auch Morden kam. Der Neonazi Leon Ringl, ein angebliches Opfer im hier verhandelten Prozess, sei ein führender Nazikader gewesen.
Linksorientierte Jugendliche seien permanenter Bedrohungen und Übergriffe von rechts ausgesetzt gewesen. Der Staat stand dabei stets für die Ignoranz rechter Gewalt.
Zuletzt sprach Thomas: er hält es nicht für einen Skandal, wenn die Justiz ermittele, wenn Nazis verletzt werden, aber ein Skandal sei es, soetwas nicht am Amtsgericht, sondern am Oberlandesgericht zu verhandeln.
Dann führte Thomas die Prozessbeteiligten in seine Welt in Königs Wusterhausen, als linke Freude und Bekannte durch Neonazis schwer verletzt und ermordet wurden. Immer wieder von großer Erschütterung durchzogenen, sprach Thomas knapp 30min und erläuterte, warum antifaschistischer Selbstschutz unabdingbar war und ist. Wahlweise ignorierte oder schützte die Polizei die Neonazis, bzw. bildete selbst entsprechende rechte Netzwerke.
Antifaschismus, so Thomas am Schluss, sei notwendig!
Aus dem Publikum kam es nach allen Redebeiträgen zu spontanem Beifall, auf den der Sicherheitsbeauftragte des OLG mit der Drohung reagierte, er werde scharfe Maßnahmen ergreifen, bzw veranlassen. Der Vorsitzende Richter drohte gleichfalls mit Konsequenzen.
Aktuell ist die Verhandlung für 30min unterbrochen.
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Erst durfte der AfD-Politiker Haik Jaeger aufgrund von Zweifeln an seiner Verfassungstreue nicht zur Bürgermeisterwahl antreten, jetzt der nächste Rückschlag: Das frühere #Nordkreuz-Mitglied ist aus dem Polizeidienst entfernt worden:
👉 https://www.endstation-rechts.de/news/ex-nordkreuz-aktivist-aus-polizeidienst-entfernt
Im Untersuchungsausschuss #RechterTerror im Landtag Mecklenburg-Vorpommern wurde die Verbindung zwischen #AfD und #Nordkreuz immer wieder thematisiert.
Wir berichteten auf unserer Website und beim @AIB
https://antifainfoblatt.de/aib144/mit-wahlen-und-mit-waffen-die-afd-mecklenburg-vorpommern
Am Mittwoch fand die Polizei im Haus des AfD-Politikers Philip Steinbeck in Jessenitz (Mecklenburg-Vorpommern) illegale Waffen und Munition sowie Sprengstoff. Der Name des in der extremen Rechten gut vernetzten Steinbeck taucht auch in den Akten zum Nordkreuz-Netzwerk auf. Mutmaßlich warb Marko Gr., Kopf von #Nordkreuz, in Steinbecks Anwesen für „Tag-X“-Vorbereitungen.
https://katapult-mv.de/artikel/afd-politiker-philip-steinbeck-lagert-waffen-und-sprengstoff/
Unseren August-#Newsletter könnt ihr jetzt auch auf unserer Homepage nachlesen!
Themen diesmal:
- Urteil im Prozess zum rassistischen Brandanschlag von #Solingen 2024
- Letzte Sitzungen zu #Nordkreuz und #Neukölln
- Der Prozess gegen #Combat18
- Gedenken im August
- Aktuelle Termine
https://www.nsu-watch.info/2025/08/%f0%9f%93%a8-nsu-watch-der-newsletter-17-august-25/
Wir melden uns einmal im Monat mit unserem Newsletter „Aufklären & Einmischen“ bei euch. Passend zum Titel des Newsletters findet ihr im ersten Teil – Aufklären – Berichte zu unserer Arbeit. Außerdem werfen wir einen Blick auf aktuelle Ereignisse im Themenfeld rechter Terror und seine Aufarbeitung. Im zweiten Teil des Newsletters wird es praktisch: Einmischen.Read More
Bei einer Pro-Palästina-Kundgebung in Berlin wurde am 15. Mai ein Polizist schwer verletzt. Laut Polizei wurde er zu Boden gebracht und getreten. <em>NDR</em> und SZ liegt ein bisher unveröffentlichtes Video vor, das sich mit dieser Darstellung nicht deckt.
Lorenz Caffier trat 2020 u.a. wegen dieser Schenkung zurück. Später bekam er einen Strafbefehl von insg. 13.500€ wegen Vorteilsnahme.
Lest zum Untersuchungausschuss auch unseren aktuellen Kurzbericht: "Mit Wahlen und mit Waffen: #Nordkreuz macht weiter." (2/2)
Die Aufarbeitung des Nordkreuz-Komplexes durch den Untersuchungsausschuss in Mecklenburg-Vorpommern neigt sich ihrem Ende zu. Die beiden Sitzungen im Juni warfen erneut Fragen zur Zusammenarbeit der Behörden auf, aber auch Fragen zur Fortführung der Gruppe nach dem Gerichtsurteil gegen Marko Gr. und der Einstellung der Verfahren gegen Haik Jaeger und Jan Hendrik Hammer. In der 100.Read More
Heute ist der Ex-Innenminister von Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, vor den Untersuchungsausschuss zu #Nordkreuz geladen. Er hatte sich im Dezember 2017, also nach Bekanntwerden des Netzwerks, vom Schießstandbetreiber und ehem. Nordkreuz-Mitglied Frank Thiel eine Waffe schenken lassen. (1/2)
Wenn heute Lorenz Caffier (CDU) vor dem Untersuchungsausschuss zum rechtsextremen "Nordkreuz"-Netzwerk als Zeuge aussagt, dürfte es noch einmal um die Waffe gehen, die der damalige Innenminister von einem Waffenhändler aus dem Nordkreuz-Umfeld geschenkt bekommen und die ihn das Amt gekostet hatte.