Vadim Perelman – „Persischstunden“ (2020)

Ein Brot gegen ein Buch und ein Leben gegen eine neue Sprache. Oder genauer: Ein Leben gegen die Behauptung einer Sprache. Denn hier ist nichts stabil – alles ist improvisiert, behauptet und erlogen. Und darin liegt die verstörende Kraft dieses Films. Denn der erzählt nicht nur vom Überleben in einem Konzentrationslager, sondern von der Konstruktion von Wirklichkeit unter Zwang. Wer definiert hier, was eigentlich „wahr“ ist? Mit Nahuel Pérez Biscayart, Lars Eidinger, Jonas Nay und Leonie Benesch. (ZDF, Wh.)

Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/vadim-perelman-persischstunden-2020/

RP Kahl – „Die Ermittlung“ (2023)

Peter Weiss hat den Text zu diesem Werk – basierend auf den Frankfurter Auschwitz-Prozessen von 1963 bis 1965 – im Jahr 1965 geschrieben. Damit ist der Text exakt so alt, wie der Autor dieses Blogs, der genau sechs Jahrzehnte später wiederum über ein dokumentarisches Filmtheaterstück schreibt. Weiss hat Protokolle, Zeitungsberichte, und Beobachtungen gesammelt und verdichtet, um daraus sein „Oratorium in elf Gesängen“ zu formen. Keine Psychologie, keine Figurenzeichnung, kein Trost. Nur Sprache, Konfrontation, Chronik. Selbst Exilant und Marxist, wollte Weiss keine Bühne, die versöhnt, sondern eine, die stört. Heute muss diese Bühne das öffentlich-rechtliche Fernsehen sein! (ARD, Wh)

RP Kahl - "Die Ermittlung" (2023)

Peter Weiss hat den Text zu diesem Werk - basierend auf den Frankfurter Auschwitz-Prozessen von 1963 bis 1965 - im Jahr 1965 geschrieben. Damit ist der Text exakt so alt, wie der Autor dieses Blogs, der genau sechs Jahrzehnte später wiederum über ein dokumentarisches Filmtheaterstück schreibt. Weiss hat Protokolle, Zeitungsberichte, und Beobachtungen gesammelt und verdichtet, um daraus sein „Orato

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Theaterstück "Die Ermittlung" von Peter Weiss kommt ins Kino - Kino - Lesering.de

Regisseur RP Kahl hat das Theaterstück „Die Ermittlung“ von Peter Weiss mit 60 Schauspielern für die Kinoleinwand inszeniert. Das künstlerisch radikale Filmprojekt wird Anfang Juli beim Filmfest München in Anwesenheit zahlreicher Darstellern, darunter Rainer Bock, Clemens Schick, Nico Ehrenteit, Dorka Gryllus, Wilfried Hochholdinger, Peter Lohmeyer, Christiane Paul, Barbara Philipp und Tom Wlaschiha sowie des Regisseurs RP Kahl und des Produzenten Alexander van Dülmen Weltpremiere ...