Stefan Kipf (HU Berlin) über die (Didaktik und Situation der) Alten Sprachen. Schön auch, dass er gleich zu Beginn Mittel- und #Neulatein erwähnt (letzteres aber leider etwas mit dem Lebendigen #Latein durcheinanderwirft)
Herr Fechner lädt zum Gespräch - Der Bildungspodcast: #113 Prof. Dr. Stefan Kipf, Professor für Didaktik der Alten Sprachen
Webseite der Episode: https://podbjf.podigee.io/114-prof-dr-stefan-kipf-prof-fur-didaktik-der-alten-sprachen
Mediendatei: https://audio.podigee-cdn.net/2525849-m-05e1d7dbfe295bb2b32f6b4897f1c520.mp3?source=feed
#113 Prof. Dr. Stefan Kipf, Professor für Didaktik der Alten Sprachen
Was haben das Brandenburger Tor und Debatten über Chancengerechtigkeit und Unterrichtsqualität gemeinsam? Sie alle spielen eine Rolle in der Welt der klassischen Philologie und Professor Dr. Stefan Kipf von der Humboldt-Universität zu Berlin erklärte mir, warum das so ist. Er sprach mit mir über eine Sprache, die gemeinhin für "tot" gehalten wird, aber dennoch die drittmeistgelernte Fremdsprache (nach Englisch und Französisch) in Deutschen Schulen ist und er hatte eine überraschende Antwort auf meine Frage, was ich als "Nicht-Lateiner" verpasst habe. Er erzählte mir, wie Latein als "kulturelle Sehhilfe" funktioniert, überraschte mich damit, dass Latein entgegen des elitären Rufs der Sprache sogar mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem schaffen könnte und wir sprachen darüber, warum es sich lohnt, lateinische Schriften im Original zu lesen, auch wenn eine KI "behauptet", sie in Sekunden übersetzen zu können. Außerdem sprachen wir über die Struktur des Lehramtsstudiums, darüber, was ein gutes Lehramtsstudium können muss, was er selbst an der Lehrkräfteausbildung verändern würde und was eine gute Lehrkraft ausmacht. Herzlichen Dank für das Gespräch!
