Von Preisen, Nominierungen, Veröffentlichungen âŠ
Aus irgendeinem Grund sind die interessanten Ereignisse im Leben nie auch nur annĂ€hernd gleichmĂ€Ăig verteilt. Entweder passiert monatelang gar nichts (was der Grund dafĂŒr war, warum ich bald aufgehört habe, monatlich oder gar wöchentlich darĂŒber zu bloggen, was ich gemacht habe â mein Leben hat schlicht nicht genug fĂŒr einen ordentlichen Blogpost hergegeben) oder aber es passiert alles gleichzeitig.
Der Nachteil an âes passiert alles gleichzeitigâ ist, dass ich dann damit beschĂ€ftigt bin, dieses alles irgendwie zu verwalten, statt es zu verbloggen.
Stahllilie-Neuveröffentlichung
Ich habe ja geschrieben, dass Stahllilie bei Tiny Tusk aus dem Programm genommen wird â als Martina das in den sozialen Medien verkĂŒndet hat, schrieb ihr auf Threads ein Verleger, er hĂ€tte Interesse an der Reihe.
Martina stellte freundlicherweise die Verbindung her, und so wurde die gesamte Trilogie als Gesamtpaket von Verlag âKlappkatapultâ (https://www.klappkatapult.de/) geprĂŒft, angefordert und letzten Endes auch zusammen mit einer bisher unveröffentlichten Kurzgeschichte auch angenommen.
Die folgenden Monate waren recht intensiv â das Buch wurde neu lektoriert, neu illustriert, korrigiert und gesetzt. SchlieĂlich heute neu veröffentlicht.
Das neue Gesamtcover ist auch schon im Widget auf der Startseite eingepflegt, eine Seite fĂŒr den Sammelband angelegt (da: Stahllilie â Sammelband) und die Links in einem der Bonusspiele angepasst, sodass sie nicht mehr auf bereits seit 2020 oder so veraltete Verlagsseiten fĂŒhren, sondern auf den neuen Verlag (oder zumindest auf meine Homepage).
Ich bin Robin und seinem Team echt dankbar. Es ist nicht selbstverstĂ€ndlich, einem Buch, das sich trotz der MĂŒhen des ersten Verlags einfach nicht verkaufen wollte, eine zweite Chance zu geben. Möge âStahllilieâ nun viele neue Lesende finden!
Anthologien herausgegeben
Dolche und GewÀnderVerbissen
Da sind alle drei, in voller Schönheit und in Veröffentlichungsreihenfolge!
Herausgeben macht so viel SpaĂ, dass ich jedes Mal, wenn das Buch dann da ist, vergesse, wie unfassbar viel Arbeit es ist und wie sehr ich wĂ€hrend des Prozesses mir jedes Mal wĂŒnsche, ich wĂ€re endlich mit den ganzen Aufgaben dazu durch. Obwohl eine vierte Anthologie auch schon darauf wartet, lektoriert, korrigiert und gesetzt zu werden, wĂŒrde ich am liebsten direkt wieder drei neue ausschreiben.
Alle drei Anthologien habe ich unter der Schirmherrschaft des Silvanus Verlags herausgegeben, bei âMit Magie und Miauâ und âDolche und GewĂ€nderâ mit dem Verleger als Mitherausgeber. Im Falle von âVerbissenâ habe ich die Anthologie aus einem anderen Verlag zu Silvanus âmitgebrachtâ (mit schriftlichem EinverstĂ€ndnis aller Beteiligten), die war ja aufgrund widriger UmstĂ€nde bisschen lĂ€nger im Werden als erwartet.
In âMit Magie und Miauâ sammelten wir Geschichten aus der Sicht von Samtpfötchen â nur der Phantastik im weitesten Sinne sollten sie angehören. Herausgekommen ist ein sehr vielfĂ€ltiger Mix. Von âIndiana Jones, aber mit Katzenâ ĂŒber âEine Prise Lovecraftian Horrorâ bis hin zu lustigen Katzenstorys mit Hexen war einiges dabei. Hauptsache, die Katzen sind wunderbar katzig.
In âDolche und GewĂ€nderâ suchten wir Geschichten, die der Frage nachgehen, was man mit dem sprichwörtlichen Dolch im Gewande so vorhaben könnte. Neben einigen klassischen Attentatsgeschichten haben wir hier möglichst vielfĂ€ltige Geschichten versammelt. Mal ist der Dolch wortwörtlich im Gewande (und das auf verschiedene Arten), mal handelt es sich dabei um ein altes Artefekt, eine Lebensversicherung, ein Mittel zum Zweck⊠Auch hier war das verbindende Element die Phantastik. Meine eigene Geschichte fĂŒr diese Anthologie schrieb ich in Rohfassung im Ăbrigen auf einer Schreibmaschine auf der Lustenauer Mini-Con. Wer schon mal auf dieser (oder anderen Conventions) war, wird sicherlich auch die eine oder andere Inspiration wiedererkennen :D. Insgesamt kam eine wunderbar queere Anthologie heraus, worauf ich weiter unten noch mal eingehe âŠ
Last but not least suchte ich fĂŒr âVerbissenâ nach Geschichten, die die ĂŒblichen Vampirtropen auf die Schippe nahmen und eine humorvolle Geschichte erzĂ€hlten. Ich bin dabei kein einfaches Publikum, da ich vieles, was Leute lustig finden, eher nicht witzig finde (und mich dafĂŒr ĂŒber andere Dinge zerkugeln könnte). Auch diese Anthologie enthĂ€lt viele queere Geschichten und ich bin gespannt, wie gut sie ankommt (und wann sie vor allem endlich beim groĂen A ankommt, auf allen anderen Plattformen ist sie lĂ€ngst verfĂŒgbar).
Eine vierte kommt, wie gesagt, dieses Jahr noch dazu. DafĂŒr muss ich aber noch ein bisschen was erledigen.
Der zweite Platz beim âWir schreiben queerâ-Community Award fĂŒr âDolche & GewĂ€nderâ
So ungefĂ€hr zwei Stunden vor Einsendeschluss haben wir noch âDolche und GewĂ€nderâ als queere Veröffentlichung fĂŒr den Wettbewerb eingereicht â und ab dann wurde es aufregend. Von Runde zu Runde jedes Mal feiern, dass wir mit der Anthologie eine Stufe weiter sind und dann wieder von vorne damit anfangen, Leute ans Abstimmen zu erinnern.
âFalls euch das Buch gefallen hat â da könnt ihr dafĂŒr voten!â
Jedes Mal zappeln. Jedes Mal warten. Sich vorsichtig freuen, aber ânoch könnten wir rausfliegen, ne?â
Nicht rausfliegen.
Diese wunderschöne Grafik im Postfach haben. Die Anthologie ist kurz vor Weihnachten erschienen und der Silvanus Verlag ist noch ganz klein, gerade im Mai 2025 gegrĂŒndet worden. Ich habe alle meine groĂen reichweitenstarken Meta-Social-Media-KanĂ€le schon lĂ€ngst eingestampft und konnte auĂer âmal auf Mastodon teilenâ nicht wirklich dem Verlag mit der Reichweite des Wettbewerbs (oder der Anthologie) helfen.
Und doch ⊠wir haben den zweiten Platz gemacht. Das ist ein ziemlich krasser Ritterschlag fĂŒr einen jungen Kleinverlag, fĂŒr diese sehr experimentelle Anthologie, fĂŒr mich als herausgebende Person. Ich bin immer noch ziemlich geflasht.
Und last but not least ⊠âPRISMâ auf der Shortlist des Ăsterreichischen Phantastikpreises!
Ich bin inzwischen aus Wien wieder zurĂŒck und habe es noch nicht ganz verarbeitet ⊠aber von vorne!
Es war eine relativ spontane Sache. Ich kochte gerade Kornelkirschenmarmelade, als mir der Link zum Wettbewerb zugeschickt wurde â ich sei doch eindeutig berechtigt, mit PRISM vorstellig zu werden. Als ich dann auf der Longlist war, freute ich mich schon mal.
Als dann die Mail kam, dass ich auf der Shortlist bin und ob ich nach Wien kommen könnte zur Lesung âŠ
Shortlist?! Wie jetzt ⊠Ich?!
Ja, doch, ich. Hier nachzulesen: https://www.fantasy-schmiede.at/oesterreichischer-phantastikpreis/
Das Statement zu meinem Buch habe ich erst vorgestern oder so entdeckt:
âSprachlich versierte Dystopie, die sich als Krimi getarnt und mit frischem, eigenstĂ€ndigen Stil gĂ€ngigen Moralvorstellungen widmet und in Frage stellt. Die Sprache, die Charaktere und deren IdentitĂ€ten bilden dabei eine bunte und ĂŒberzeugende Geschichte ĂŒber Zusammenhalt, Liebe und die Suche danach, was Familie bedeutet. PRSIM ist ein spannender, ungewöhnlicher Thriller ĂŒber Farben, Alltagssorgen und Hoffnung.â -Jury-
Da schwebte ich auch erst einmal durch die Gegend vor GlĂŒck, weil das echt eine schöne WĂŒrdigung der harten Arbeit hinter PRISM ist.
Die Lesung war unter der Woche (um genau zu sein an einem Dienstag) in der Villa Fantastica. Falls ihr da mal in der NĂ€he seid, guckt euch das an: https://www.villafantastica.com/
Das bedeutete fĂŒr mich aber auch: Allein mehr oder weniger ans andere Ende von Ăsterreich reisen, um vorzulesen. Das Ergebnis habe ich in die Videoecke gepostet, Verlegerin Ingrid hatte eine ganze Tasche voller BĂŒcher dabei und ich habe so viele signiert, dass ich am Ende nicht mehr wusste, wie eigentlich mein Name geht.
Hier noch mal:
https://www.youtube.com/live/b2CN1UUrRj4?si=qAcVp1MjnpTbiyRB
Alles in einem hatte ich nicht nur einen ganz wunderbaren Tag mit einer guten Freundin in Wien, sondern auch richtig schöne GesprĂ€che ĂŒber alles Denkbare mit einigen Zuhörenden nach der Lesung, mit Ingrid (das letzte Mal haben wir uns 2019 gegenĂŒbergestanden, das ist eine Weile her) und zumindest kurz Eleanor Bardillac umarmt.
Hinterher war ich allerdings wirklich fix und fertig und habe dann nur noch mit meiner Begleitung nett zu Abend gegessen, ehe wir buchstÀblich in die Federn gefallen sind. Langer Tag war lang.
Im April folgt die Preisverleihung auf der Fantasy-Con und ich kann jetzt schon sagen: Ich werde da sein.
Anbei der Link: https://www.fantasy-schmiede.at/fantasy-con-wien-die-convention-fuer-rollenspiele-brettspiele-und-fantastisches/
Vermutlich werde ich zwischen dem Stand der Fantasy-Schmiede, dem Stand von âOhneOhrenâ und dem Ort mit dem Kaffee herumtigern und vor NervositĂ€t vor mich hinsterben, weil ich unbedingt wissen will, wer nun den Preis mit nach Hause nimmt.
Bestimmt habe ich irgendwas ganz Wichtiges vergessen âŠ
⊠aber wenn ich wĂŒsste, was das ist, hĂ€tte ich es hingeschrieben.
In diesem Sinne: Hoffentlich update ich das nÀchste Mal schneller und vielleicht sehen wir uns ja im April in Wien?
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