Traum – Mittelalterlexikon
Traum – In bestimmten Phasen des Schlafes bei Menschen und höheren Tieren auftretendes halluzinationsartiges Erlebnis, hauptsächlich visueller Natur. Im Gegensatz zur sinnfälligen, klaren ®Vision (meist im Zustand einer Ekstase erlebt) und zur ®Erscheinung (die im Wachzustand wahrgenommen wird) ist der Traum (der einem während des Schlafs widerfährt) erklärungsbedürftig, dunkel.
Ursprünglich als von feenhaften Wesen (Alben) verursacht, später als dämonischen Ursprungs wurden Alpträume erachtet, nächtliche, häufig mit Angstträumen verbundene Beklemmungszustände, die oft mit schreckhaftem Erwachen endeten. Von derlei Schrecken sind nach Hildegard v. Bingen nur Leute verschont, „die sehr sicher und sehr zum Frohsinn geneigter Natur sind, … von ehrenhaftem, fröhlichem Wesen …“. https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Traum
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