Mein Beitrag zur Blogparade #blogfragen
Seit zwei Wochen hĂ€nge ich krĂ€nkelnd in den Seilen. Eine hartnĂ€ckige ErkĂ€ltung lĂ€sst die Tage mit halber Energie vorbeischleichen. In Bauch und Hirn sammeln sich Dinge, die ich gerne tun, starten oder beenden wĂŒrde. Wörter in mein Weblog tippen! Die EntwĂŒrfe-Liste wĂ€chst, die digitalen Notizen auch, und viele Ideen kommen und ziehen vorbei, bevor ich sie aufgeschrieben habe. Nebenan liegt der Sohn ebenfalls krank im Bett und ich weiĂ nicht, wie groĂ das Zeitfenster ist, bis er aufwacht und dieser Beitrag ebenfalls vorerst im EntwĂŒrfe-Bereich meines WordPress-Dashboards verschwindet.
Ich brauche etwas, um mit dem Tippen loszulegen, aber jederzeit unterbrechen zu können und das Ding dennoch bis heute Abend veröffentlicht zu haben. So wie damals die #100DaysToOffload, mit denen ich dieses Weblog begann und von denen ich mich genau ein Jahr spÀter nach 365 Tagen und erst 38 BeitrÀgen verabschiedete.
Erst jetzt sehe ich, dass ich mir damals vorgenommen hatte, noch eine Verabschiedung zur Challenge zu schreiben. Das habe ich nie getan. Vielleicht werde ich es irgendwann nachholen, denn fĂŒr eine Verabschiedung ist es auch weitere drei Jahre spĂ€ter nicht zu spĂ€t. Höchstwahrscheinlich aber nicht, zumindest nicht formal. Jeder neue Beitrag hier ist eine Wiederaufnahme des Bloggens und gleichzeitig ein Abschied an die #100DaysToOffload-Ăbung.
Das ist mein eigener Textraum. Hier darf ich heiter scheitern und mich an meinen Ideen, WĂŒnschen, PlĂ€nen und LernlĂŒsten freuen, die ich pflege und die mir in den Fingern jucken, ohne dass sie je zu etwas fĂŒhren mĂŒssen. Und jetzt, wo ich mitten drin bin im Nachdenken ĂŒber meinen Blog, starte ich meinen Beitrag zu Herrn Tommis #blogfragen Blogparade. (⊠und ĂŒbe mich im ZĂŒgeln meiner drĂ€ngenden Neugier, mich in den BeitrĂ€gen der werten Mitbloggenden zu verlesen ⊠Das wird meine Belohnung sein, wenn die folgenden 12 Fragen von Herr Tommi beantwortet sind.)
Warum hast Du ursprĂŒnglich mit dem Bloggen angefangen?
21. Juli 2005, sagt mir Beitrag 2 vom 5.1.2021 in diesem Weblog. Damals als Tagebuch kurz vor Beginn meines ERASMUS-Auslandssemesters, in einem passwortgeschĂŒtzten Blog, das nur Familienmitgliedern und Freunden zugĂ€nglich war. Also kein âechtesâ Bloggen, aber rein technisch schon ziemlich genau so wie heute, auf einer eigenen Domain mit dort installiertem WordPress. (Es gibt sogar noch drei Snapshots aus dem Dezember 2005 auf archive.org, habe ich eben nachgesehen ⊠mehr als ein Fragment des Startbildschirms zeigen sie aber nicht.) Das Blog schloss ich aber schon am 23. September 2006 wieder. Mich erwischten die Social Media Plattformen, die ich daraufhin fĂŒr viel zu viele Jahre mit meinen Life Bits fĂŒtterte.
Ich begann mit dem Bloggen, weil ich Tagebuch fĂŒhren wollte â ergĂ€nzt durch die Motivation, Freunde und Familie ĂŒber meine ERASMUS- und Reiseerlebnisse zu informieren. Klassische private Versuche des Tagebuchschreibens scheiterten regelmĂ€Ăig. Nur fĂŒr mich selbst schreibend fehlte mir die Motivation, regelmĂ€Ăig EintrĂ€ge zu verfassen. Das schaffe ich bis heute nicht. Ich brauche das GefĂŒhl, dass zumindest theoretisch jemand mitlesen könnte. Ob das tatsĂ€chlich jemand tut, ist mir nach wie vor egal. Ich habe sĂ€mtliche Logs, Counter etc abgeschaltet und weiĂ nicht, ob das hier jemand entdecken wird (als Teil einer Blogparade steigt die Wahrscheinlichkeit âŠ). Aber das GefĂŒhl, es KĂNNTE jemand lesen und bei gröĂter WertschĂ€tzung zu einem Stirnrunzeln verleiten, motiviert mich, mich gedanklich zu sortieren, halbwegs gerade SĂ€tze zu schreiben, weniger ins Lamentieren zu verfallen ⊠und irgendwann auf die Veröffentlichen-SchaltflĂ€che zu klicken.
Die Motivation fĂŒr das heutige Weblog ist Ă€hnlich. Der potenzielle Adressat:innen-Kreis ist gröĂer geworden und die Chance, dass jemand mitliest, gleichsam kleiner. Beim halbprivaten ERASMUS-Studienblog aus den Nuller-Jahren konnte ich relativ sicher davon ausgehen, dass meine Eltern und mein Freundeskreis reinschauen. Aber wen interessiert heute schon mein um sich selbst drehendes Geschreibsel? Die Idee, dass Personen, die meine E-Mail-Adresse kennen, aus Neugier reinklicken, versetzt mich manchmal in Zweifel ⊠genau wie die Seltsamkeit, dass meine Privatadresse ungeschĂŒtzt im Impressum steht. Menschen, die das seltsam und naiv finden, sei beim Lesen dieser Zeilen gesagt: Geht ruhig weiter, dieser Blog ist nicht fĂŒr euch.
Zu den Versuchen aus 2005 sind neue Auslöser hinzugekommen: Das Weblog dient mir als Raum, um Gedanken, die mir fachlich wichtig sind, ohne ZeichenbeschrĂ€nkung und in eigener SouverĂ€nitĂ€t nach dem Domain of Ones Own Ansatz sortieren und aufheben zu können. Und immer mal wieder gibt es einzelne Artikel, mit denen ich mich an eine mir vor Augen stehende Leserschaft wende. Wenn ich eine Barcamp-Session ankĂŒndige. Wenn ich Erkenntnisse aus einer Veranstaltung fĂŒr Dritte zusammenfasse. Wenn ich Informationen fĂŒr ein anderes Format (z. B. als Podcast-Shownotes) zusammenfasse. Wenn ich einen Vorschlag unterbreiten möchte. Wenn ich mich freue, dass Ideen von mir woanders aufgegriffen und veröffentlicht wurden. Oder natĂŒrlich, wenn ich an einer Blogparade teilnehme (das hier ist erst mein zweites Mal ⊠das erste Mal war kurz nach dem Start dieses Blogs in der #Teilzeitparade von Melanie. Leider scheint ihr Weblog mittlerweile offline gegangen zu sein. Ein kleiner Schock fĂŒr mich, der mich gleich veranlasst hat, ihr damaliges NachfolgegesprĂ€ch mit mir auf LinkedIn hier zu archivieren.)
Welche Plattform nutzt Du fĂŒr Deinen Blog und warum hast Du Dich dafĂŒr entschieden?
Wie leider fast das ganze Internet baut auch dieses Weblog auf WordPress auf, gehostet seit eh und je auf meinem Webspace bei all-inkl.com. Ich hatte damit 2005 begonnen (und 2021 weitergemacht), weil es vergleichsweise einfach schien und etabliert ist. Mittlerweile bin ich nicht mehr ganz glĂŒcklich ĂŒber die WordPress-Wahl und wĂŒrde gerne auf eine einfachere Lösung wechseln, die nicht mit Matt Mullenweg und Automattic assoziiert ist. Am sympathischsten, weil stabil, schnell und ressourcensparend, wĂ€re mir eine statische Webseite. Allerdings fehlte mir bisher die Lust, Zeit und Kompetenz, mich mit einer Konvertierung ernsthaft auseinanderzusetzen.
Sehr happy bin ich mit dem Wechsel vom schrecklichen Thrive-Theme, das ich 2021 gekauft hatte, hin zu dem Theme, das Leonid mir geschenkt und fĂŒr mich angepasst hat. Rein optisch und funktional gefĂ€llt mir mein Weblog jetzt so gut, dass ich die nĂ€chste Zeit wohl so weitermachen werde, es sei denn, im Rahmen der Trump-Katastrophe da drĂŒben passiert etwas, das mich zwingt, mich von meiner WordPress-Installation als technischem Backbone zu verabschieden.
Hast Du schon auf anderen Plattformen gebloggt?
Ich habe in meinem Leben viel zu viel Energie in die BefĂŒtterung diverser SocialMedia-Plattformen gesteckt. Als echte Domain of Ones Own hatte ich neben meiner WordPress-Installation frĂŒher als Student eine hĂ€ndisch programmierte Portfolio-Webseite, auf der ich meine im Mediendesign-Studium erstellten Fotos und Videos zeigte. Meine damaligen HTML/CSS-Kenntnisse dĂŒrften mittlerweile völlig veraltet sein. Manchmal blicke ich mit gewisser Wehmut auf die Zeit, als ich bis in die letzte Codezeile Meister meiner WebprĂ€senz war (wow, ich finde gerade einen Snapshot von 2003 bei archive.org âŠ).
Wie schreibst Du Deine Blogposts? Nutzt Du ein lokales Bearbeitungstool oder eine Panel/Dashboard-Funktion Deines Blogs?
Notizen zu Blogposts entstehen entweder in Logseq oder Apple Notizen (letzteres als Notlösung, seitdem es mit der Synchronisation von Logseq auf mein iPhone hakt). Die meisten Blogposts schreibe ich in iA Writer vor und kopiere sie dann per Copy+Paste in den WordPress-Editor. Kurze schnelle BeitrÀge schreibe ich direkt in WordPress. In iA Writer kann ich mich allerdings besser auf den Schreibprozess konzentrieren.
Wann fĂŒhlst Du Dich am meisten inspiriert zu schreiben?
Die meisten BeitrĂ€ge beginne ich an meinem freien Montag, meinem Lern- und Herzenstag, vormittags, wenn der Sohn in der Schule ist und ich vielleicht gerade von einem lĂ€ngeren Lauf zurĂŒckkomme. Beim Laufen kommen mir viele Ideen, die ich danach zumindest skizzenhaft irgendwo festhalten muss. (Zeitweise lief ich mit einer Apple Watch und der App âJust Press Recordâ, um Ideen gleich in die Uhr diktieren zu können. Ich war erstaunt, wie funkelnd mir die Ideen unterwegs schienen und wie schal, als ich sie zuhause als Transkript aus meiner iCloud fischte. AuĂerdem war die Apple Watch aus tausend anderen GrĂŒnden ein unglaublich blödes StĂŒck Technik. Deshalb verlasse ich mich jetzt darauf, dass mir die lohnenswerten Ideen im Kopf bleiben, bis ich wieder zuhause bin.)
Leider reicht oft die Zeit nicht, begonnene BeitrĂ€ge fertig zu schreiben. Sie bleiben als EntwĂŒrfe in iA Writer oder WordPress liegen. Wenn mir ein Beitrag wichtig ist oder ich ihn aus unterschiedlichen GrĂŒnden schnell veröffentlichen möchte, setze ich mich abends nochmal dran, wenn die Familie schlĂ€ft. Der Beginn ist oft leicht, der Abschluss schwer. Viele BeitrĂ€ge bringe ich nie zum Ende.
Veröffentlichst Du Deine Texte sofort oder lÀsst Du sie erst eine Weile als Entwurf liegen?
Es passiert selten, dass ich einen Beitrag am StĂŒck schreibe und direkt veröffentliche. WĂ€hrend meines #100DaysToOffload-Versuchs ging das besser. Heute benötige ich zumindest fĂŒrs Durchlesen, Korrigieren, ErgĂ€nzen von Quellen und Heraussuchen eines Beitragsbilds meist eine zweite Sitzung. Bei der AufhĂŒbschung meines Blogs habe ich meine EntwĂŒrfe aufgerĂ€umt und alle gelöscht, die zu fragmentarisch oder veraltet waren. 12 EntwĂŒrfe in WordPress und unzĂ€hlige in iA Writer warten noch darauf, wieder aufgegriffen zu werden. Meinen Ă€ltesten, noch nicht veröffentlichten Entwurf, schrieb ich wenige Tage nach dem Start dieses Weblogs. Er besteht ausschlieĂlich aus dem Titel âStadt als Lernraumâ. Irgendwann möchte ich mich dem Thema noch einmal widmen. Deshalb bleibt dieser Drei-Worte-Entwurf bestehen âŠ
Ăber welche Themen schreibst Du generell?
Dieses Weblog ist themenoffen. Am hĂ€ufigsten schreibe ich wahrscheinlich ĂŒber Lernen (das Thema beschĂ€ftigt mich auch beruflich) und das Bloggen selbst, auĂerdem ĂŒber BĂŒcher, die ich gelesen, Veranstaltungen, die ich besucht habe und Podcasts, in denen ich als Gast eingeladen war (fast immer ist das LERNLUST). Am einfachsten fĂ€llt es mir, dieses Weblog als Raum fĂŒr meine LektĂŒrenotizen zu nutzen. Manchmal empfinde ich diese BeitrĂ€ge als unfertig, wenn sie Notiz-, Zitatesammlung und Linksammlung bleiben und zu keiner echten Rezension mit eigenem Standpunkt entwickelt wurden ⊠aber dann erinnere ich mich daran, dass das hier mein eigener Lernbereich ist und deshalb auch Notizbuch sein darf.
FĂŒr wen schreibst Du?
Die Behauptung, grundsĂ€tzlich nur fĂŒr mich selbst zu schreiben, trage ich wie einen Schutzschild und als Selbstimmunisierung vor mir her. Wie oben bereits erwĂ€hnt: Es geschieht immer wieder, dass ich einzelne BeitrĂ€ge gezielt fĂŒr konkrete andere Personen schreibe und ihnen dann schicke. Die meisten BeitrĂ€ge sind aber tatsĂ€chlich Mittel zum Zweck, um meine Gedanken zu sortieren. Auch das Schreiben an diesem Blogparade-Beitrag ist fĂŒr mich freudiger Anlass fĂŒr eine Gedankenreise durch meine eigenen Blog-AktivitĂ€ten. âLernen durch Schreibenâ ist eine Thema, das mich seit Jahren begeistert. Mit Matthias Wiencke hatte ich dazu mal in einem LernXP-Podcast gesprochen. Hier hatte ich eine Session dazu auf dem Barcamp #CLC21 der Corporate Learning Community vorbereitet ⊠und hier nachbereitet. Dieses Weblog ist mein wichtigstes Lernwerkzeug! (Heute frĂŒh las ich im Audrey Watters BĂŒchlein âClaim Your Domain â And Own Your Online Presenceâ ĂŒber Ivan Illichs Konzept der âTools for Convivialityâ. Ist mein Weblog so ein Tool fĂŒr mich? Das werde ich herausfinden!)
Was ist Dein Lieblingsbeitrag auf Deinem Blog?
Diese Frage kann ich kaum beantworten. Am meisten mich selbst zitiert bzw. als Materialsammlung fĂŒr andere Texte wiederverwendet habe ich wahrscheinlich aus den BeitrĂ€gen âWas sind Corporate Learning Ecosystems?â und âLernen in Gruppenâ. Die Erstellung meiner Notizen und Quellensammlung zu Stefan Bergheims Buch âZukĂŒnfte: Offen fĂŒr Vielfaltâ war ein riesiger Lernprozess fĂŒr mich, weil ich dabei so viel Verweise aus dem Buch nachverfolgt habe. Der kurze Tagebucheintrag âEisbadenâ hat dazu gefĂŒhrt, dass mich eine Redakteurin der Deutschen Welle fĂŒr einen kleinen Fernsehbeitrag im Internet gefunden und kontaktiert hat. âRecht auf Spazierengehenâ widmet sich einem Thema, das mir und unerwartet vielen Mitlesenden wichtig ist. Und der oben bereits erwĂ€hnte Blogparade-Beitrag âMein Lern- und Herzenstagâ verband mich mit vielen wichtigen BeitrĂ€gen anderer Menschen, die traditionelle Arbeitszeitmodelle in Frage stellen, und hat so vielleicht manche Menschen in ihrer eigenen Entscheidung bestĂ€rkt, die Arbeitszeit zu reduzieren?
Hast Du schon Blogpausen eingelegt oder Blogs ganz aufgegeben?
Mein Blog aus Studiumszeiten schaltete ich nach einem guten Jahr wieder ab. Mein Leben hatte sich verĂ€ndert und ich empfand damals die FortfĂŒhrung als nicht mehr relevant (auĂerdem verlor ich mich an Social Media âŠ). Heute bereue ich die Abschaltung.
Meine hĂ€ndisch programmierte Portfolio-Webseite aus dem Studium löschte ich, nachdem ich 2009 eine Arbeit gefunden hatte, die mit meiner damaligen kĂŒnstlerischen Arbeit nichts zu tun zu haben schien. Es schien mir unpassend, mich mit meinen im RĂŒckblick unzulĂ€nglich erscheinenden Fotos und Videos im Internet zu prĂ€sentieren. Auch diesen Schritt bereue ich heute ⊠aber diesen Teil meiner digitalen PrĂ€senz jetzt im Nachhinein wieder zu rekonstruieren, fĂŒhlt sich ebenfalls seltsam an.
Dieses Weblog soll lĂ€nger bestehen bleiben. Immer mal wieder verlĂ€sst mich die Energie, ich schreibe wochen- oder monatelang nichts oder sammele unfertige EntwĂŒrfe. Seit der optischen Ăberarbeitung habe ich wieder groĂe Lust, hier zu schreiben. Im Sommer (wĂ€hrend meines jĂ€hrlichen sechswöchigen Urlaubs) kribbelt es mich besonders in den Tippfingern, genau wie in der ersten JahreshĂ€lfte, wenn mir vermehrt Veranstaltungen wie das Corporate Learning Barcamp oder die re:publica Themeninspiration geben.
Was empfiehlst Du Menschen, die mit dem Bloggen anfangen wollen?
Eine Challenge wie #100DaysToOffload kann hilfreich sein, um ins tÀgliche Schreiben zu kommen. Meine eigene Schreibpraxis wurde dadurch gefördert.
Dem klassischen Ratschlag, sich nicht zu sehr mit Technik und Konzept zu verkĂŒnsteln und einfach mit dem Schreiben loszulegen, kann ich nur bedingt folgen ⊠denn auch das Einrichten des Blogs und Nachdenken ĂŒber die Struktur und den Zweck eines Weblogs war ein wertvoller Lernprozess, den ich nicht missen möchte (aber ich begeistere mich sowieso schnell fĂŒr Fragestellungen auf Meta-Ebene zu Praktiken der Artefaktproduktion. Der Weg ist ein Ziel.)
Mein Anspruch, in erster Linie fĂŒr mich selbst zu schreiben, nimmt mir Hemmungen.
Vielleicht wĂ€re ein guter Start, alle BeitrĂ€ge, die man eigentlich auf Social Media Plattformen schreiben möchte, zumindest parallel auch auf dem eigenen Blog zu erstellen (oder idealerweise die BeitrĂ€ge dort zu schreiben und nur auf die Plattformen zu verlinken)? Das nehme ich mir selbst immer wieder vor, es gelingt mir aber nur vereinzelt, weil manche MastodonbeitrĂ€ge fĂŒr einen eigenen Blogpost als zu kurz oder zu stark in den dortigen Diskurs verwebt erscheinen. Aber warum eigentlich?
Hast Du ZukunftsplĂ€ne fĂŒr Deinen Blog? Vielleicht ein Redesign, ein Wechsel der Plattform oder neue Features?
Dazu ist das meiste bereits geschrieben. Ein ferneres Ziel wÀre, mich von WordPress zu verabschieden und den Wechsel zu einer statischen Seite zu schaffen.
Die Gestaltung gefĂ€llt mir aktuell, die (bewusst reduzierten) Features passen ebenso. Immer wieder denke ich darĂŒber nach, wie die Integration ins Fediverse noch besser werden könnte, aber eigentlich passt es so, wie es ist.
Was irgendwann kommen könnte, oder auch nicht:
- Eine Art öffentlicher Zettelkasten bzw. ein echtes, öffentliches Notizsystem: Dazu hatte ich mich vor zwei Jahren eine Zeit intensiv beschĂ€ftigt und mich intensiv mit Experten ausgetauscht. Irgendwann wuchs mir das ĂŒber den Kopf und ich stellte fest, dass ich vor lauter Nachdenkerei ĂŒber den Notizprozess keine Notizen mehr machte. Falls ich hier mal einen gesunden Mittelweg finde, nehme ich das Thema vielleicht wieder auf.
- Mehr Fotos: FrĂŒher habe ich begeistert auf Reisen fotografiert. Ich hĂ€tte Lust, das wieder aufzunehmen. Und in diesem Zusammenhang mĂŒsste ich mir ĂŒberlegen, wie ich hier mehr Bildebene reinbringe ⊠vielleicht eine Galerie?
- Mein eigener Podcast? Seit langer Zeit trage ich die Idee mit mir herum, einen Podcast ĂŒber lokale/kommunale LernrĂ€ume oder Dritte Orte zu starten. DarĂŒber hinaus habe ich noch andere Podcastideen. Keine Ahnung, ob ich die jemals verwirklichen werde, aber wenn es soweit sein wird, setze ich vielleicht eine Podlove- oder eine Castopod-Instanz auf âŠ?
So, ich habe diesen Beitrag in (fast) einem Rutsch fertig getippt und zwischendurch mit dem Sohn gefrĂŒhstĂŒckt. Am Montag, meinem Lern- und Herzenstag. Eigentlich wollte ich heute frĂŒh meine Notizen zum Buch âDas Projekt SAPâ von Hannah Mormann sortieren, ĂŒber das ich ĂŒbermorgen mit ein paar Kolleg:innen spreche. Aber das musste dank der Blogparade warten. Und jetzt âŠ. jetzt darf ich endlich auch die BeitrĂ€ge der anderen Blogger:innen lesen!
#100DaysToOffload #blogfragen #CLC21 #Lernlust #Teilzeitparade