August der Starke: Die letztlich doch politische Biografie des Künstlers auf dem Sachsenthron · Leipziger Zeitung

„Sachsens Sonnenkönig“ hat der Verlag diese neue, opulente Biografie Augusts des Starken (1670–1733) untertitelt. Schade. Das kommt zwar dem Bild nahe,

Leipziger Zeitung
Nicht verpassen! Am Sonnstag 14.09. gibt's im Zentrum für Verfolgte Künste #Solingen die #Finissage zur #Ausstellung des von den Nazis verfolgten polnischen #Malers #Künstlers Marian Ruzamski mit einer öffentlichen Führung um 13:00 Uhr
#Kunst #Art #painting #polen #polska #NRW
#Fundstück der Woche
Gerahmte #Ehrenurkunde der #IHK für 25 jährige Tätigkeit bei den Adlerwerken #Frankfurt #Main #EisernerSteg aus dem Jahr 1937
Vielleicht kann mir hier jemand den Namen des #Künstlers entziffern ?
Die Ausstellung im #AargauerKunsthaus zeigt das Werk des Schweizer #Künstlers Johannes Robert Schürch, dessen Szenen mit wenigen Strichen fesseln. Rund 130 Arbeiten laden dazu ein, diesen Vertreter der frühen #Moderne neu zu entdecken.
https://kunst-mag.de/2024/11/02/johannes-robert-schuerch-im-aargauer-kunsthaus/
Johannes Robert Schürch im Aargauer Kunsthaus - Kunst Mag

Neuentdeckung Vertieft man sich in das Werk des Schweizer Künstlers Johannes Robert Schürch (1895–1941), ermöglicht durch die Ausstellung im Aargauer Kunsthaus, stellt man schnell und beeindruckt fest, wie genial der Künstler war. Seine kraftvollen Szenen, die er aus beobachteten oder erfundenen Szenen schuf, bannte er fantasievoll mit nur wenigen perfekt sitzenden Strichen auf Papier. Schürch

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Im Residenzschloss Altenburg zeigt die #Ausstellung "Feuer und Farbe – #Gemälde und #Grafiken von Walter Jacob" seltene Werke aus Privatsammlungen und dem Nachlass des #Künstlers. Jacobs Arbeiten reflektieren die Widersprüche und Intensitäten seines Lebens.
https://kunst-mag.de/2024/07/20/das-lindenau-museum-zeigt-werke-des-kuenstlers-walter-jacob/
Das Lindenau-Museum zeigt Werke des Künstlers Walter Jacob - Kunst Mag

Im Feuersturm des Jahrhunderts Was ist das bestimmende Maß für einen Künstler wie Walter Jacob (1893–1964)? Die Brüche in derersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sie lassen sich auch in Walter Jacobs Biografie und seinen Werkenwiederfinden. Er durchschritt diese Jahrzehnte mit all seinen Widersprüchen – an der künstlerischenPrämisse festhaltend: “Farbe, Kraft, Einfachheit – das ist alles”.

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John Heartfields Kunst:
1933 von den #Nazis als „entartet“ diffamiert und verboten - 2023 von der #Polizei konfisziert und die Verbreitung untersagt

3. März 2023:
Auf der #Kundgebung von Fridays for Future, die zugleich #Streikversammlung der MVGler*innen war, verteilt ein Mitglied des „Arbeitskreis Aktiv gegen rechts in Ver.di München“ einen Flyer im Kartenformat mit der Einladung zu einer Veranstaltung des Arbeitskreises. Anlass ist der 90. Jahrestag des Überfalls der #Nazis auf das Münchner #Gewerkschaftshaus am 9. März 1933.

Auf der Vorderseite: Ein bekanntes Kunstwerk des international renommierten #Künstlers, #Antifaschisten und #Kriegsgegners John #Heartfield (1891 – 1968), der von den Nazis als „entarteter“ #Künstler und #Jude verfemt und verfolgt wurde und 1933 aus #Deutschland fliehen musste. Es zeigt vier Beile, deren Stiele sich kreuzen und von deren Klingen Blut tropft – eine seiner kraftvollsten #Collagen und die schonungslose Entlarvung des Symbols der Nazis als das, wofür es wirklich stand: #Folter, #Mord, #Vernichtung von Millionen von Menschen, den #Holocaust.

Unsere Unterschrift: „Lernen wir daraus?“

Die Polizei beschlagnahmt den Flyer, das Zeigen in der Öffentlichkeit ist seit diesem Moment polizeilich verboten. *Die konfiszierte Darstellung ist in einer Vielzahl von Publikationen abgedruckt und wird auf
Ausstellungen weltweit gezeigt.

Die Seite Heartfield Online http://heartfield.adk.de/node/4954 z.B. hat genau dieses #Kunstwerk als Aufmacher gewählt.

Unterstützt und gefördert wird die Seite von den Heartfield-Erben, der Beauftragten der #Bundesregierung für #Kultur und #Medien und der Ernst von
#Siemens #Kunststiftung.

Die Verteilerin G.G. schreibt: „...Plötzlich bin ich umringt von Polizei in Zivil, muss meine Personalien geben, meine Einladungskarten werden einkassiert mit der Begründung, es handle sich bei der Darstellung um ein #Hakenkreuz und gegen mich wird der Vorwurf des Verwendens „von Kennzeichen
verfassungsfeindlicher Organisationen“ nach § 86a StGB erhoben. Nach hektischem
Herumtelefonieren des Einsatzleiters wird mir der Stapel wieder ausgehändigt bis auf eine Karte, die man „mal so behalten würde“ und dafür bräuchte ich ja kein Sicherstellungsprotokoll.

Doch, brauche ich, und erhalte dann auch eines. Ab sofort darf ich diese Einladung und die bildliche Darstellung nicht mehr verteilen, sonst mache ich mich des § 136 STGB Verstrickungs-/ Siegelbruch schuldig.“

Am 18. Juli 2023 verlangt die Verteilerin vom #Amtsgericht #München die Herausgabe der
Einladungskarte, allerdings gibt es keine Reaktion.

13. Juni 2023
Auf einer #Solidaritätskundgebung des Bündnisses „München ist bunt“ gegen die #AfD vor der
#Volkshochschule in München #Bogenhausen hält der Künstler G.W. (Mitglied im „Arbeitskreis Aktiv gegen Rechts in #Verdi München“) ein von ihm selbst entworfenes satirisches Plakat hoch.

Anlass war ein Plakat der AfD gegen #Queer-Personen, das den Tatbestand der #Volksverhetzung
erfüllte. W. (78) wird unter Anwendung körperlicher Gewalt festgenommen, das Plakat wird
beschlagnahmt. Wie bei dem Flyer mit dem Heartfield-Motiv besteht für die Zeit nach der
Beschlagnahme das ausdrückliche Verbot, das inkriminierte Plakat in der Öffentlichkeit zu zeigen.

G. W. schreibt: „… Während der gestrigen #Solidaritätsdemonstration von "München ist Bunt" wurde
ich am #Rosenkavalierplatz von der Polizei festgenommen, weil ich ein Plakat trug, auf dem eine
#Karikatur des Wiedergängers Adolf #Hitler abgebildet ist, der seine Freunde grüßt. Es geschah alles blitzschnell. Als ich schon im Weggehen war, kamen plötzlich mehrere Polizisten auf mich zugerannt.

Einer von ihnen schrie mich an: ‚Sie kommen jetzt mit!‘, zwei andere rissen mir mein Plakat weg und schleppten mich ohne Begründung zu einem in etwa 100 m entfernt bereitstehenden Polizeiauto.

Einer der Polizisten drohte mir: ‚Arme nach vorne ans Auto, Beine auseinander! Wenn Sie nicht
spuren, ketten wir sie fest‘. Der andere untersuchte mich jetzt körperlich von oben nach unten und forderte mich im Befehlston auf, die Hosentaschen zu leeren. Was sie darin suchten, war völlig
rätselhaft. Auch danach wurde ich ohne ersichtlichen Grund weiterhin an beiden Oberarmen in
eisernem Griff festgehalten. Erst auf meine Nachfrage hin teilte man mir den Grund für die
Festnahme mit: § 86 a StGB. Nach ca. einer Stunde ließen sie endlich von mir ab. Einer der Beamten erteilte mir dann das Verbot der weiteren Teilnahme an der Kundgebung. Begründung:
#Gefahrenabwehr (!?)

Auf den Widerspruch gegen die Sicherstellung und den Antrag auf Herausgabe seines Plakats erhielt
G. W. am 10.Juli 2023 eine Antwort des Polizeibeamten, der das Plakat konfisziert hatte.

18. Juni 2023
Auf einer Kundgebung gegen das bayrische #Polizeiaufgabengesetz (PAG) trägt die Rednerin H.K. (Mitglied im „Arbeitskreis Aktiv gegen Rechts in Ver.di München) in ihrer Rede die Details zur
#Beschlagnahmung des Anti-AfD-Plakats vom 13. Juli vor. Noch bevor sie eine Kopie des Plakats
zeigen kann, wird sie von anwesenden #Polizisten daran gehindert. Das Plakat wird, wie zuvor am 13. Juli, beschlagnahmt, H.K.‘s Personalien werden aufgenommen.

28.3. 2024
Nach der Einschaltung einer Anwältin, die am 11.3. 2024 vom Amtsgericht München die Beendigung der Beschlagnahmen und die Herausgabe sowohl der konfiszierten Karte als auch des Plakats mit der #Hitlerkarikatur des Künstlers Wangerin fordert , gibt es eine erste Reaktion der #Justiz:

Die Rechtmäßigkeit der #Beschlagnahme der Karte mit dem Heartfieldmotiv wird bestätigt und hauptsächlich folgendermaßen begründet: „Auf den Pappkarten waren vier bluttriefende Beile (sic!), welche in einer Hakenkreuzformation angeordnet sind, abgebildet. Darunter war in kleiner Schrift zu lesen: "Der alte Wahlspruch im "neuen" Reich: Blut und Eisen". Die Worte Blut und Eisen waren dabei im Vergleich zu den übrigen Worten größer geschrieben, sodass gerade diese neben der #Hakenkreuzabbildung ins Auge stachen. Somit war eine offenkundige Negativdarstellung des Hakenkreuzes weder ersichtlich noch aufgrund der Gesamtaufmachung erkennbar.“

Tatsache ist jedoch: Diese Sätze stehen zwar auf dem Original von Heartfield, auf der Einladungskarte sind sie nicht. Stattdessen listet die Einladungskarte die vier Daten auf, die letztendlich zur
Besetzung der Gewerkschaftshäuser und der endgültigen Zerschlagung der #Gewerkschaften am 2. Mai 1933 geführt haben.

15.4. 2024
Die Anwältin legt Beschwerde gegen diesen Beschluss ein. Mit Schreiben vom 15.4.2024 stellt die Staatsanwaltschaft München I nach § 170 Abs. 2 StPO das Verfahren ein, mit Schreiben vom 29.4.2024 der Staatsanwaltschaft München I - Asservatenverwaltung - wird die konfiszierte Heartfield-Karte an die Besitzerin zurückgegeben.

31.5. 2024
Die #Rechtsanwältin fordert Einsicht in die Akte. Die darin enthaltenen Unterlagen enthüllen ein erschütterndes Maß an Schlamperei gepaart mit der #Unwilligkeit oder #Unfähigkeit, antifaschistische #Kunst zu begreifen und zu achten. Die Anwältin schreibt am 31.5. 2024: „Die Beschwerde wird nach Kenntnis des Inhalts der Akte nicht formell zurückgenommen. Der Vorgang ist mit mehreren
schwerwiegenden Verletzungen des formellen und materiellen Rechts behaftet.“

27.6. 2024
Das Verfahren gegen Günter Wangerin wird ebenfalls eingestellt.

1./ 2. 7. 2024
Der Gruppenleiter #Staatsanwalt Nossen teilt der Anwältin mit, dass der polizeiliche Vorgang der
Staatsanwaltschaft erst am 3.6.2024 vorgelegt worden sei – also über ein Jahr nach der Konfiszierung des Plakats. Mit Schreiben vom 2.7. 2024 wird die Anwältin informiert, dass das
konfiszierte Plakat abgeholt werden kann.

8.7. 2024
Der #Feststellungsantrag durch die Anwältin wird mit Schreiben vom 8.7. 2024 aufrechterhalten mit folgender Begründung: „Es besteht ein #Fortsetzungsfeststellungsinteresse und ein #Rehabilitationsinteresse. Die Maßnahmen gegen Herrn Dr. Wangerin am 13. Juni 2023 waren von Anfang an rechts- und #verfassungswidrig und ein tiefer Eingriff in seine #Grundrechte aus Art. 5 Abs. 1 und 3 sowie Art. 8
GG.

22.7. 2024
In der Zeitung „Junge Welt“ erschien am 22.7. 2024 ein Interview mit der Rechtsanwältin Gabriele Heinecke.

https://www.jungewelt.de/artikel/479921.heartfield-collage-beschlagnahmt-das-war-ein-unzul%C3%A4ssiger-akt-von-zensur.html?sstr=Gabriele%7CHeinecke

(...)

Der alte Wahlspruch im "neuen" Reich: Blut und Eisen

ein Blatt aus AIZ, Jg. XIII, Nr. 10, 8.3.1934

Heartfield Online
In der Kunsthalle Krems widmet sich die #Ausstellung “Thomas J Price. Matter of Place” den beeindruckenden #Skulpturen des #Londoner #Künstlers. Diese Werke, die oft aus Palladium, Goldlegierungen, Acryl oder Aluminium bestehen, thematisieren alltägliche Menschen und deren universelle Eigenschaften.
https://kunst-mag.de/2024/06/30/thomas-j-price-in-der-kunsthalle-krems/
Thomas J Price in der Kunsthalle Krems - Kunst Mag

Fiktive Personen Erstmals im europäischen Raum und außerhalb seines Heimatlandes Großbritannien widmet sich die Kunsthalle Krems den Arbeiten des 1981 in London geborenen Thomas J Price. Gezeigt werden in der von Florian Steininger, Direktor der Kunsthalle Krems, kuratierten Personale vornehmlich die Skulpturen aus Prices ansonsten multimedialem Schaffen. Price, der am Chelsea College of Art und

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Die #Ausstellung „Erich Lütkenhaus. Über den Raum hinaus“ im Gustav-Lübcke-Museum feiert den 100. Geburtstag des #Künstlers und #Pädagogen. Seine Werke, von figurativer Kunst bis hin zu Aluchromie, prägen das künstlerische Erbe Westfalens.
https://www.kunst-mag.de/2024/06/29/erich-luetkenhaus-im-gustav-luebke-museum/
Erich Lütkenhaus im Gustav Lübke Museum - Kunst Mag

Held des Alltags Die Feier zum 100. Geburtstag von Erich Lütkenhaus (1924–2010) beleuchtet seine lange und faszinierende künstlerische Entwicklung sowie seine Bedeutung für die Menschen und insbesondere die Jugend in Westfalen. Lütkenhaus unterrichtete viele Jahre lang am Märkischen Gymnasium und hatte eine nachhaltige Wirkung auf seine Schülerinnen und Schüler, von denen einige später professionelle Künstlerinnen

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Im Museum Lyonel Feininger zeigt die #Retrospektive "Moritz Götze. Westlöffel & Ostkaffee" Werke des halleschen #Künstlers. Die #Ausstellung bietet Einblicke in 30 Jahre seines Schaffens, geprägt von Pop Art und #ostdeutscher Geschichte.
https://www.kunst-mag.de/2024/06/23/moritz-goetze-in-quedlinburg/
Moritz Götze in Quedlinburg - Kunst Mag

Retrospektive Den halleschen Künstler Moritz Götze zeichnet vor allem eines aus: Bodenständigkeit. Er ist in Halle an der Saale geboren und bis heute hier verwurzelt. Geerdet durch seine Eltern Inge und Wasja Götze, beide Künstler, und seine Frau Grita, ebenfalls Künstlerin. Eine Kunsthochschule hat der gelernte Möbeltischler nie besucht. Von 1981 bis 1985 verschrieb er

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Die #Ausstellung "Caspar David Friedrich. Lebenslinien" im Pommerschen Landesmuseum feiert den 250. Geburtstag des bedeutendsten #Künstlers der deutschen #Romantik. Sechs #Gemälde und über sechzig #Zeichnungen zeigen sein Werk in neuem Licht.
https://www.kunst-mag.de/2024/06/18/caspar-david-friedrichs-in-greifswald/
Caspar David Friedrichs in Greifswald - Kunst Mag

Lebenslinien Er ist der bedeutendste Künstler der deutschen Romantik, ist weltweit in Museen vertreten und inspiriert bis heute, vielleicht im Jubiläumsjahr aufgrund der zahlreichen Ausstellungen noch ein wenig stärker: Caspar David Friedrich. 1774 in Greifswald geboren, feiert der Freigeist und Visionär 2024 seinen 250. Geburtstag. „Wenn es einen perfekten Ort gibt, um das Caspar-David-Friedrich-Jahr zu

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