Social-Media-Verbot für Jugendliche? Aus medienpädagogischer Sicht zu kurz gedacht.
Kristina Richter erklärt im Podcast „berufsjugendlich" (ab 41:13), warum Ausschluss keine Antwort ist und was stattdessen gebraucht wird: Plattformregulierung, Medienbildung, Teilhabe.
Nochmal auf den Punkt erläutert wird das in der aktuellen Stellungnahme der @gmknet zum SPD-Impulspapier.
🎧 https://berufsjugendlich.podigee.io/57-neue-episode
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Folge 55: Social-Media-Verbot: auch wir haben eine Meinung
In Folge 55 von Berufsjugendlich sprechen Jendrik Peters und Anna Grebe über das derzeit wohl meistdiskutierte jugendpolitische Thema: ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, das laut aktuellem ZDF-Politbarometer von 81 Prozent der Deutschen befürwortet wird. Sie ordnen die politische Debatte ein – von internationalen Entwicklungen über parteipolitische Vorstöße bis hin zu aktuellen Initiativen auf Bundes- und EU-Ebene – und fragen, was mit einem „Verbot“ eigentlich konkret gemeint ist. Dabei geht es um Schutz vor psychischen Belastungen, Cybermobbing und Grooming, aber auch um Fragen von Selbstbestimmung, Beteiligung und digitaler Lebensrealität junger Menschen. Die beiden diskutieren, warum einfache Lösungen bei komplexen Problemen oft zu kurz greifen und welche Rolle Machtverhältnisse, Adultismus und politische Sozialisation in der Debatte spielen. Mit Stimmen aus Kinderrechten, Netzpolitik, Medienpädagogik und Medienrecht erweitern sie die Perspektive und beleuchten, warum nationale Alleingänge und reine Verbotslogiken kaum zielführend sind. Stattdessen plädieren sie für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Plattformregulierung, Medienbildung und der Stärkung analoger Räume. Außerdem werfen sie einen selbstkritischen Blick auf Jugendverbände und deren bisher zurückhaltende Positionierung zum Thema. Zum Abschluss kündigen sie eine neue Rubrik an: Ab Folge 56 heißt es „16xJugendpolitik“ – und ihr seid eingeladen, eure Perspektiven aus den Bundesländern einzubringen.




