Wie übersetzt man Kultur? „Viele Probleme beim Übersetzen entstehen nicht dort, wo Wörter fehlen, sondern dort, wo ganze Denk und Wahrnehmungsstrukturen nicht deckungsgleich sind.“

Der Sammelband "Schwarze Löcher im Gewebe der Sprachen", herausgegeben vom #DIJTokyo, zeigt, wie Bedeutung verloren geht und neu entsteht ⬇️

https://gab.hypotheses.org/22431

#KulturellesÜbersetzen #JapanischeLiteratur #SpracheUndKultur

readme.txt: “Schwarze Löcher im Gewebe der Sprachen” – Kulturelles Übersetzen in der japanischen Literatur

Lesen, Schreiben und Publizieren sind die Essenz von „Geisteswissenschaften als Beruf“. In der Rubrik readme.txt stellen wir die Publikationen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Max Weber Stiftung vor. Vier kurze Fragen und Antworten machen Lust aufs Lesen!

[gab_log] Geisteswissenschaft als Beruf
(Werbung, da Rezensionsexemplar) „Ich mag es nicht, das eigene Leben um gutes Essen herum zu organisieren.“ - dieses Zitat aus "Richtig gutes Essen" beschreibt Nitani, den Protagonisten des Buchs "Richtig gutes Essen" gut.

Essen ist für ihn ein Mittel zum Zweck, um am Leben zu bleiben, um nicht zu verhungern. Einzig Instantnudeln könnte man als sein Lieblingsessen bezeichnen. Man könnte sogar einen Schritt weiter gehen, etwas zu essen (außer Instantnudeln) ist ihm sogar weitgehend zu wider.

Das Gewese, dass die Menschen in seiner Bürogemeinschaft ums Essen und vor allem ums gemeinsame Essen machen, nervt ihn merklich, da es wichtig ist, nicht außen vor zu sein. Mit seiner Kollegin Ashikawa hat er was laufen und eine ihrer Leidenschaften ist das Backen, worüber sich die Kolleg*innen freuen, Nitani sich nur mit Müh und Not überwinden kann, ihr dafür zu danken.

Insgesamt scheint es ihm schwer zu fallen, sich mit den sozialen Regeln des menschlichen Zusammenseins zu arrangieren. Mit Ashikawa ist er hauptsächlich zusammen, weil sie in seinen Augen die perfekte Ehefrau sein wird, angepasst, ruhig und nett.

Sie hat null Ehrgeiz im Job und eigentlich verachtet er solche Menschen, die pünktlich gehen, da er dann für sie mit arbeiten muss. Auch wollte er gar nicht im Büro arbeiten, sondern lieber Literatur studieren, was er dann aber gelassen hat.

Sympathisch ist mir Nitani mal so gar nicht, aber das Buch hat mir trotzdem ganz gut gefallen, weil es diese Zerrissenheit zwischen anders sein zu wollen und angepasst zu sein zeigt und auch einen Einblick in eine mir völlig fremde Kultur gibt. Das hat mich wirklich fasziniert. Die zurückhaltende Sprache unterstreicht das.

Ausführlicher gibt es das auf meinem Blog: https://das-buchzuhause.de/richtig-gutes-essen-von-junko-takase/

Übersetzt wurde es von Yoko Ann Hamann und ich bedanke mich beim DuMont Buchverlag für das Rezensionsexemplar!

#RichtigGutesEssen #JunkoTakase #YokoAnnHamann #JapanischeLiteratur #BooksOfPixelfed
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'Das Restaurant am Rande der Zeit“ von Yuta Takahashi – Eine poetische Reise durch Erinnerung, Verlust und Hoffnung - Buchrezension

Yuta Takahashi, ein aufstrebender Name in der japanischen Literatur, hat mit „Das Restaurant am Rande der Zeit“ einen Roman geschaffen, der die Leser*innen in eine stille, melancholische Welt entführt. Das Buch verbindet auf einzigartige Weise magischen Realismus mit einer tiefgründigen Reflexion über Vergänglichkeit, Erinnerung und Trost. In Kürze erscheint dieses Buch bei Hoffmann und Campe.

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Penguin Books bringt „Die Frau im lila Rock“ von Natsuko Imamura raus

Penguin Books hat gerade ein neues Juwel herausgegeben: „Die Frau im lila Rock“ von Natsuko Imamura. In dem Roman wird japanische, weibliche Realität

Sumikai

Zwar gelangen inzwischen die japanischen Krimis besser in die Übersetzungen, wer aber auch in anderen Sprachen lesen mag, bekommt eine breitere Auswahl. Wie zum Beispiel „The Decagon House Murders“ von Yukito Ayatsuji, der zu den Must-Reads des Genres gehören soll. Ein Locked-Room-Fall mit großer Überraschung am Ende. #japanischeliteratur

https://www.bleisatz.blog/yukito-ayatsuji-decagon-house-murders/

Yukito Ayatsuji - The Decagon House Murders • Bleisatz

"The Decagon House Murders" von Yukito Ayatsuji, eine Hommage an Krimiklassiker und in Japan längst selbst ein Kultkrimi.

Bleisatz