data2day: Bauen wir auch 2026 noch ein Sternschema?
Bei der data2day diskutieren Data Scientists, Data Engineers und Datenteams über geeignete Datenarchitekturen, den Einsatz von KI-Agenten und rechtliche Hürden.
Amazon macht uns mal vor…
…was so passiert, wenn die leute diese angelernten neuronalen netzwerke — von jornalisten, p’litikern und sonstigen digitaltechnischen analfabeten durchgehend mit dem reklamewort „künstliche intelligenz“ bezeichnet — auch mal nutzen. Es führt nicht etwa zu steigenden unternehmensgewinnen, sondern ganz im gegenteil zu verlusten.
Bei Amazon wurde laut Bericht der Financial Times (FT) ein internes Rankingsystem für KI-Nutzung namens Kirorank abgeschafft. Wie die Wirtschaftszeitung unter Berufung auf Insider schreibt, hätten Angestellte KI-Agenten an unnötige Aufgaben gesetzt, um mit Tokenverbrauch ihre Platzierung darin zu verbessern […] Dave Treadwell, Senior Vice President bei Amazon, erklärte laut FT-Bericht gegenüber Angestellten, dass die Rangliste mit „guten Absichten“ eingeführt worden wäre. Das Ergebnis seien aber zusätzliche Kosten für Amazon gewesen, weil die Angestellten ihren Verbrauch an KI-Token künstlich aufgeblasen hätten
Vergleichbare bestupsungen der mitarbeiter, gern auch mit kontrollen und unterschwelligen existenzjellen drohungen, gibt es zurzeit übrigens in vielen unternehmen, deren entscheidungsträger die künstliche-intelligenz-reklamelügen geglaubt haben und mit falschgelddollarzeichen auf den augen ganz viel geld in die hand genommen haben. Und dann fangen mitarbeiter eben an, den gnobbelmatschgenerator zu benutzen, obwohl sie genau wissen, dass das ihre arbeit eher erschwert und verlangsamt. Dieser hirnlose bullschitt läuft leider nicht nur in den USA.
Unter den Angestellten hätten sich wohl in Reaktion darauf Praktiken verbreitet, mit Kiro und der Openclaw-Variante Meshclaw viel Aktivität zu erzeugen und nach außen große KI-Nutzung zu demonstrieren
Herrlich, wie man geld in erfreulich sinnlose abwärme verwandelt, während man die vernunft und kwalifikazjon von menschen missachtet! Natürlich machen die leute, was der scheff ihnen sagt, egal, wie scheißenddumm es ist…
Unvergessen die g’ttseidank längst vergangene zeit, in der die „produktivität“ von programmierern nach der anzahl kohdzeilen pro zeitraum automatisiert gemessen werden sollte — inklusive feuern und andere leute einstellen nach genau diesem maßstab. Klar, dass programmierer unter solchen bedingungen keinen fertigen, entfehlerten und meist auch recht flott laufenden bibliotekskohd mehr verwenden, sondern lieber das rad nochmal selbst bauen, denn dabei entstehen viel mehr kohdzeilen. Gut, da sind vielleicht ein paar ecken im rad, aber was sind schon die paar ruckler, es rollt doch trotzdem noch ein bisschen. Oh, es rollt zu langsam? Na, dann schreibt mal schnell gesteigerte hardwäjhranforderungen in die dokumentazjon, sonst machen die anwender noch eine schlechte benutzererfahrung! Ebenfalls klar, dass programmierer dann auch lieber die zwischenablage benutzen, als gleichen oder sehr ähnlichen kohd einmal und viel leichter entfehlerbar und verbesserbar in einer funkzjon oder in einer metode einer basisklasse zu verpacken. Ich hatte mal ein großes stück nichttrivialen kohd (eine NP-vollständige optimierungssache, die mit einer schon nicht so leicht nachvollziehbaren heuristik angegangen wurde) in einem warenwirtschaftssystem zu entfehlern, in dem der gleiche fehler achtmal an verschiedenen stellen gemacht wurde… freundlicherweise immer gut kommentiert — kommentare sind ja auch kohdzeilen — aber leider in russischer sprache, das ging dem nicht mehr für rückfragen verfügbaren programmierer wohl ein bisschen leichter von der hand als englisch. So etwas praktisches wie übelsetzungen von guhgell gabs damals noch nicht. Гавно! Ну что за мудак! (Nein, ich habe nichts gegen die russische sprache, immerhin die muttersprache von ein paar hundert milljonen menschen. Aber wenn man es erlernen will, kann ich nur empfehlen, zu sterben, sich in russland reinkarnieren zu lassen und es dort als kind beim äpfelklauen zu erlernen, denn diese wuchtige grammatik ist in ihren unregelmäßigkeiten zehnmal schlimmer als das für nichtmuttersprachler ebenfalls sehr sperrige und paukintensive deutsch und eher mit latein vergleichbar.) Mir kommt so es also sehr bekannt vor, wenn leute absurde technokratische maße bedienen müssen, weil leute, die entscheidungen treffen, das denken lieber excel und den verheißungen irgendwelcher hochglanz-reklamelügen überlassen. Dann lernen sie eben durch schmerzen. Ich war übrigens nicht „produktiv“ genug… und ich kann den programmierer verstehen. Er hat unter sinnlosen bedingungen versucht, das beste für sich rauszuholen und einen guten eindruck zu machen. Dazu gehörte es eben nicht, halbwegs wartbaren kohd zu schreiben.
(Wenn die menschen wüssten, wie softwäjhr gemacht wird, würden sie nicht mehr so ruhig schlafen.)
So eine riesenscheiße läuft gerade mit der so genannten „künstlichen intelligenz“. Schade, dass „natürliche intelligenz“ so verachtet wird. Hoffentlich platzt die ganze aufgedunsene scheißblase bald!
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„Künstliche intelligenz“ des tages
Zurzeit leben rd. 8,4 milljarden menschen auf der erde:
Wenn die blase nicht vorher platzt und wirklich rd. 3.500 (dreitausendfünfhundert) milljarden dollar für so genannte „künstliche intelligenz“ verbrannt werden, dann müsste man, um diese investizjonen wieder reinzukriegen, aus jedem dieser menschen durchschnittlich rd. 420 dollar gewinn erwirtschaften. Wenn nicht jeder mensch die gnobbelmatschgeneratoren nutzt, wird es natürlich noch mehr, was man pro nutzer als gewinn erzielen muss. Nicht umsatz, gewinn. Und das auch nur, wenn nicht nur jeder mensch den überall aufgedrängelten gnobbelmatsch nutzt, sondern auch noch dafür bezahlt, obwohl es im regelfall eine lösung ohne problem ist. Oh, die meisten menschen haben dafür zu wenig bezahlfreude und geldwegwerflust, wie die BITKOMiker (sicherlich mit hilfe von prof. dr. Offensichtlich) rausgekriegt haben:
Die Bereitschaft unter Privatnutzern, für KI-Dienste zu zahlen, wächst nur langsam. Das legen Zahlen einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom nahe. Demnach zahlen derzeit 13 Prozent der Befragten für eine KI-Anwendung, im Vorjahr seien es 8 Prozent gewesen. Mit rund 49 Prozent lehnt nach wie vor eine große Zahl ab, für KI zu zahlen […] Die noch recht kleine Zahl der Zahlenden gibt im Durchschnitt 20 Euro pro Monat aus
Das klingt so wahndumm und irre, da kann eigentlich nur ein bänker oder ein risikokapitalgeber drauf reinfallen. Gut, jornalisten und p’litiker können auch nicht rechnen, nicht einmal, wenn man ihnen eine rechenmaschine auf dem schreibtisch direkt vor die dumme rotznase stellt, und reklamelügner wollen es gar nicht erst damit anfangen, wenn sie für eine handvoll geld rumlügen…
Ein tragfähiges geschäftsmodell gibt es immer noch nicht. Dafür wird die heutige generazjon von sörvern, zahlenfressertschipps und massenspeichern in absehbarer zeit durch eine modernere generazjon ausgetauscht werden, so dass weitere kosten entstehen. Und zwischendurch wird es ausfälle durch gerätedefekte in den monströsen rechenzentren geben.
Hoffentlich platzt die scheißblase bald und der scheißheip geht vorbei! Bitte noch in diesem jahr! Davon kriegt man ja hirnschmerzen.
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