Fortbildung #PalliativeCare am 09.10.2026 online vom Berufsverband #DBFK:
https://veranstaltungen.dbfk.mydorg.net/?page=details&semnr=0000002541
Nun kommt die nächste Stufe vom Abschied. Meine Frau hat wieder einen Tremor in der rechten Schulter und den Arm abwärts. Dazu kommt, dass sie gar nicht mehr spricht und es wirkt, als wenn sie auch die Fragen kaum noch verarbeiten kann. Sie schaut häufig nur noch ohne Ausdruck, wenn die Augen überhaupt offen sind. Den Tag über kaum getrunken und nur rund 20 Teelöffel vom Müsli gegessen.
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Eine nette Blumendeko im Hospiz. Einfach ein paar Wiesenblüten auf Wasser in einer Vase!
Da sie ihre Schmerzen uns nur ungern zeigte, gab es gegen die Schmerzen und zur Beruhigung ein Schmerzmittel. Zur Auswahl standen oral oder subcutan gespritzt. Meine Frau entschied sich für subcutan!
Den Nachmittag und Abend verschlief sie, wollte nichts trinken oder essen - selbst den Apfelkuchen verschmähte sie!
Ich wunderte mich über die Wirkung und heute erfuhr ich, es war ein Morphin! Ein starkes Schmerzmittel, was auch sedierend wirkt.
Und dann dachte ich, die Ehefrau ist im Hospiz angekommen. Die Pfleger:innen verstehen sie, sie kann sich mit ihren limitierten Worten verständlich machen und fühlt sich „wohl“ in dieser Umgebung.
Als ich gestern vom Mittagsspaziergang zurückkam, hockte eine liebe Pflegerin neben ihr am Bett und war am trösten!
Meiner Frau war wohl bewusst geworden, warum sie im Hospiz war! ❤️
Heute Abend gab es ein Frühlingsmenü im Hospiz. Von 2 Ehrenamtlichen ein 3 Gänge Menü gekocht, für Gäste, Angehörige und Pfleger:innen, deren Gäste dabei waren.
Wer konnte war im Rollstuhl, aber es war an den Kopfenden der festlich geschmückten Tafel Platz für Pflegebetten gelassen worden.
Und so war meine Frau mit dabei und hat das leckere Essen und die Gemeinschaft genossen ❤️
Ein sonniger Morgen im Hospiz Nordheide!
Heute beginnt der 6. Tag mit Rivotrilt als Antikonvulsivum. Meine Frau verträgt es zum Glück gut und die epileptischen Anfälle sind im Schach gehalten!
Hier im Hospiz kümmert man sich liebevoll und rührend um sie. Gestern das zweite Mal geduscht worden und dann noch am Nachmittag mit dem Bett raus auf den Balkon, Sonne und Wind genießen und den Vögeln lauschen!
Es ist so herrlich ruhig hier!
Aber trotz allem, meine Frau versprüht ihrer Scharm! Macht jeden Scheiß mit, wenn die Pflegerinnen mal eine andere Transfertechnik ausprobieren wollen. Selbst wenn es noch weh tat, steht sie bald wieder für einen Versuch zur Verfügung.
Die Sprache ist weitestgehend verschwunden. Meist nur ein „ja“ oder „nein“ oder gar nur Nicken oder Kopfschütteln. Meist kaum wahrnehmbar. Und dann kommen wieder halbe Sätze raus!