Erzbischof Stephan Burger hat an #Pfingsten im Freiburger Münster über die verändernde Kraft des Heiligen Geistes gepredigt. Dessen Gaben hätten die Kraft, Menschen zu verwandeln. Sie brächten Mut und die Stärke des Neuanfangs hervor, nicht Entgeisterung, sondern Begeisterung. Dieser Geist sei „eine göttliche Störung“, die die eigenen Gewohnheiten und Denkweisen sowie versteckte Egoismen auf den Prüfstand stelle. #HeiligerGeist #Kirche #Freiburg

https://www.ebfr.de/detail/nachricht/id/243087-mut-statt-verzagtheit-be-statt-entgeisterung/?cb-id=12338390

Woher soll der Mut und die Entschlossenheit kommen, die Bereitschaft für die „Torheit“ des Reiches Gottes? Ich denke nicht, dass die ersten Christen mutiger oder heroischer waren als wir heute. Aber sie waren „begeistert“, im wörtlichen Sinne erfüllt vom Heiligen Geist.
https://commensales.de/blog/heiliger-narr-bergpredigt-kollaps.html
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Der heilige Narr – Jesu Weg im Zeitalter des Kollaps

Der Weg Jesu als Alternative zur Logik von Sorge, Besitz und Gewalt. Der Text liest die Bergpredigt als konkrete, subversive Lebenspraxis und beschreibt die Figur des „heiligen Narren“, der in einer kollabierenden Welt aus Liebe lebt und der Megamaschine so ihre Macht entzieht.

Im #Christentum will Gott Beziehung zum Menschen: in Stille, Dialog, ohne Gewalt. Doch nicht alles kommt von selber, wie in jeder Beziehung. Der Mensch muss bereit sein, sich überwinden, an sich ständig arbeiten wollen, Opfer bringen, anerkennen. Unfruchtbar bleibt dabei immer das alles selber Machen wollen, Aktivismus, gewalttätige Übergriffigkeit, Reizbarkeit, Ungeduld.

Was Gott in jeden Menschen gelegt hat, ist dem Geschehen anvertraut, das Christen Gottes liebevolle Vorsehung nennen, die aus der Ewigkeit kommt.

So ist auch seine Kirche kein Verwalten des Glaubens, in Gremien, Stuhlkreisen, ein Immobilien-/ Personalmanagement, Workshops zur Anpassung seiner Lehre an den Zeitgeist. Kirche ist missionarisch, biblisch, in ihrer Tradition gefestigt, lebendig durch und im Hl. Geist, dessen Wirken an Pfingsten gefeiert wird. Es ist das stets neue Geschenk Gottes in der Liebesbeziehung zum Menschen.

#fedikirche #katholischekirche #pfingsten #misson #katechese #glaube #heiligergeist

"Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist." 50 Tage nach Ostern feiern wir Pfingsten. Durch die Gaben des Heiligen Geistes liegt es nun an uns, die Liebe Gottes allen Menschen zu verkünden. Wir wünschen euch allen ein geist-reiches Pfingstfest!
#Königsmünster #Meschede #Pfingsten #heiligergeist

Alle in der Zeit lebenden Menschen haben in Gott eine ewige Stätte. ER hat uns wesenhaft zur Freiheit und Fähigkeit zur Entscheidung geschaffen. Wir können von Gott fort oder zu ihm hin gehen. Als der Mensch seine Freiheit zum Fortgehen von der Liebe gebrauchte, in Schein und Sünde absank, hat Gott sich in seinem Sohn aufgemacht, uns zu suchen.
Jesu tapferer Kampf am Kreuz gegen die Sünde hat neues Leben geschaffen, weil hinter ihm die letzte Ruhe steht, daran glauben Christen.

Glaube ist eine leise Kraft, welche das Leben trägt. Daraus entsteht rechtes Handeln und Reden, macht alles Tun erst möglich. Wachstum geschieht leise, ein Baum macht keinen Lärm.

Vor Gott und mir selbst zu stehen bedeutet Demut, Stille. Das eigentliche Leben wird dort geboren, im Hl. Geist. Von dort tritt die eigene Wirklichkeit und die der Dinge hervor, fallen die Entscheidungen.

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Frohe und gesegnete Pfingsten!

Geist der FreudeMelodie: Holy Ghost, dispel our Sadness (Louis Bourgeois)Geist der Freude, Gottes Feuer,das in unsre Herzen fällt,flammend wie ein Abenteuer,das den Menschengeist erhellt!Du machst …

Katholisch? Logisch!

Was wird eigentlich an Pfingsten gefeiert?

Pfingsten. Nach Himmelfahrt gleich noch so ein seltsamer christlicher Feiertag.

Die Geschichte in der Bibel erzählt von einer Gruppe von Menschen, über deren Köpfen Zungen aus Feuer loderten, durch deren Haus ein Windsturm brauste und die plötzlich Sprachen redeten, die sie gar nie gelernt hatten. (Wunderbar nacherzählt hier von «The Liturgists».)

Warum wird das heute noch gefeiert?

Wir machen erst mal einen grossen Schritt zurück.

Es gibt eine zweite Geschichte in der Bibel, die ein Stückweit parallel zur Pfingst-Geschichte läuft: Sie steht ziemlich am Anfang der Bibel und will erklären, warum es unterschiedliche Sprachen gibt auf der Welt.

Und vielleicht auch, warum Menschen manchmal auch aneinander vorbei kommunizieren, wenn sie die gleiche Sprache sprechen.

Die bekannte Geschichte des «Turmbaus zu Babel».

Menschen wollen einen Turm bauen bis in den Himmel. Das passt nicht dazu, wie Gott sich die Entwicklung der Menschheit vorstellt, deswegen greift er ein. Gott «verwirrt» die Sprache der Menschen, sodass sie einander nicht mehr verstehen.

Ihr Projekt bleibt eine Bauruine. Die Schilderung erinnert an verlassene Baustellen, die man manchmal an abgelegenen Orten sieht: aus Betonelementen ragen Armierungs-Eisen, Treppen laufen ins Leere, Baumaterial steht rum.

Pfingsten als Gegenstück zu Babel

An Pfingsten geschieht quasi das Umgekehrte: Gott greift ein, und Menschen verstehen sich wieder. Obwohl sie unterschiedliche Sprachen sprechen.

Genauer hingeschaut, hebt aber die eine sonderbare Geschichte der Bibel die andere nicht auf: Denn Pfingsten erzählt nicht, dass Gott die Menschen und ihre Sprachen wieder vereinheitlicht. Vielmehr wird das Wunder geschildert, dass Menschen sich verstehen, obwohl sie unterschiedlich sind. (Dazu hat diese Woche auch Felix Reich bei reformiert.info einen Leitartikel veröffentlicht.)

Es passt sehr zu heutigen Debatten über Migration, Pfingsten vor allem so zu verstehen. Es ist eine mögliche Aussage dieser Geschichte, die durchaus zelebrierungswürdig ist: Gott schafft nicht Einheitlichkeit, sondern Verständnis.

Wer schon mal in einer divers zusammengesetzten Arbeitsgruppe oder im internationalem Kontext tätig war oder auf dem Spielplatz mit Familien verschiedener Kulturen zusammenkam, hat dies vielleicht schon erlebt.

Manchmal passiert es, dass sich in einer Gruppe von unterschiedlichsten Menschen plötzlich ein Gemeinschaftsgefühl einstellt. Obwohl man mit Händen und Füssen kommuniziert.

Das sind Situationen, in denen Christ:innen gerne vom «Heiligen Geist» sprechen, darin also das Ergebnis eines göttlichen Wirkens erkennen. «Heiliger Geist», überhaupt – diese Kraft, von der in der Pfingstgeschichte die Rede ist:

Was ist der «Heilige Geist»?

Vereinfacht könnte man sagen, dass davon überall dort die Rede ist, wo Gott in irgendeiner Form in der Welt tätig ist und etwas bewirkt.

In den biblischen Geschichten geht es dabei oft um die Beauftragung oder Stärkung von Menschen, die sich für Frieden, Verbundenheit oder Gerechtigkeit einsetzen. Im Alten Testament erhalten einzelne Menschen die «Geistkraft Gottes» verliehen, um besondere Aufgaben zu bewältigen. Während Gott quasi im Hintergrund schöpferisch tätig ist und Jesus seine menschliche Gestalt darstellt, macht sich der Heilige Geist bei unterschiedlichen Menschen und an allen möglichen Orten konkret bemerkbar.

An Pfingsten erfolgt eine Demokratisierung dieser Energie: Alle, die an Gott glauben, erhalten fortan diese Begleitung.

Es wird von der «Ausgiessung» gesprochen und das Bild des «Giesskannen-Prinzips» ist eigentlich ganz passend für die Entwicklung, die hier in der Bibel geschildert wird. Nicht mehr nur einzelne Menschen haben besondere Aufgaben und Berufungen. Sondern Gott ist mit allen Menschen unterwegs und gebraucht sie, um mehr Himmel auf Erden zu schaffen.

Nochmal zurück zu Babel und Pfingsten.

Gott bewirkt nicht Einheitlichkeit, sondern Verständigung trotz (oder auch durch?) Diversität. Deswegen ist Pfingsten nicht die Umkehrung von Babel. Gott räumt die Bauruine nicht weg, sondern baut mit dem, was rumliegt, weiter.

Gott macht nicht ungeschehen, sondern weiter

Das ist die zweite Aussage von Pfingsten.

So genau wird in der Bibel nicht geschildert, wie es dieser Gruppe von Menschen vor 2000 Jahren ging. Möglicherweise hätten sie gerne die Zeit zurückgedreht. Ein paar Wochen zurück, als ihr Lehrer Jesus noch bei ihnen war. So lange war er mit ihnen unterwegs gewesen, hatte mit ihnen gegessen, sie hatten ihn alles mögliche fragen können. Jetzt waren sie auf sich alleine gestellt.

Vielleicht hätten sie sich, auch was den grösseren Kontext angeht, zurückgewünscht zu den «guten alten Zeiten»: Als Jerusalem noch keine Kolonie der Römer war.

Gott kehrt in der Pfingst-Geschichte aber nicht zurück zu den «guten alten Zeiten».

Jesus kommt nicht einfach wieder zurück zu seinen Freund:innen, die sich ohne ihn aufgeschmissen fühlen. Gott dreht die Uhr nicht zurück und macht Dinge ungeschehen. Vielmehr zeigt er sich noch einmal ganz neu. Ausgerechnet dort, wo Chaos herrscht, und wo Menschen nicht sicher sind, wie es weitergehen soll.

An Pfingsten wird die Möglichkeit von Wundern gefeiert

Nicht immer passiert das, obwohl man es sich wünschen würde. Bei allem Vertrauen bleibt das auch ein Rätsel. Doch immer wieder ist es zu erleben: dass sich Menschen verstehen, obwohl es nicht mehr danach aussah. Dass sich eine Tür dort öffnet, wo man dachte, das sei es jetzt gewesen. Und man irgendwie das Gefühl hat, hier war Gott im Spiel.

Der «Heilige Geist», die verbindende Kraft Gottes, von der 50 Tage zuvor Ostern erzählt, dass sie sogar stärker ist als der Tod.

Das ist es, was an Pfingsten gefeiert wird – diese Möglichkeit. Christ:innen machen sich bewusst, dass solche Wunder immer wieder geschehen.

Dass Gott nicht die Zeit zurückdreht und Dinge ungeschehen macht, sondern mit der Menschheit weitergeht.

 

Pfingstpredigt von Evelyne Baumberger in der Stadtkirche Aarau (Predigt ab Min. 37.45)


Andreas Loos: «Ich glaube an Gott, den grössten Anfänger aller Zeiten»

Janna Horstmann: «Anleitung für Pfingsten»

Andreas Loos: «Pfingsten? Her mit dem intensiven Leben!»

Beate Krethlow: «Geist Ozean – sprudelnde Gedanken zu Pfingsten»

RefLab-Beiträge zum Stichwort «Heiliger Geist»

 

Foto von Oleksandr Skochko auf Unsplash

#HeiligerGeist #Pfingsten