Aber kurz zu mir:

Mein Name ist Astrid Hilt, ich bin #Steinmetzmeisterin und führe gemeinsam mit meinem Mann die #Steinbildhauerei #Formenpark in #Kirkel, #Saarland.
Wir sind seit einer gefühlten Ewigkeit in den sozialen Medien aktiv - zuerst auf "Wer-Kennt-Wen" seit 2009 mit einer Firmenseite auf Facebook. Damals hatte ich den Betrieb noch alleine mit einem Helfer in Teilzeit. Heute sind wir zu siebt - vier Steinmetzinnen, zwei Steinmetze und ein Helfer in Teilzeit.

Social Media ist für uns ein wichtiger Bestandteil unserer Werbung. Und ich kann es gut verstehen, wenn man sich auf einzelne Plattformen konzentriert und sich aus anderen zurück zieht. Das mache ich selbst auch - aus gutem Grund, auf den ich im folgenden genauer eingehen will.

Die Entwicklung, die ich als Meta-Nutzerin in den letzten Jahren beobachten konnte, war die, dass sich mit dem Aufkommen der Smartphones eine enorme Dynamik in meinem Netzwerk entwickelt hat. Plötzlich konnte man sich mit Leuten austauschen, die man seit vielen Jahren aus den Augen verloren hatte. Gleichzeitig gab es Möglichkeiten, mit Personen aus der Politik in Kontakt zu treten - und zwar bis auf die Bundes- und europäische Ebene. (Ganz zu schweigen von Leuten wie [email protected], denen man plötzlich über den digitalen Weg laufen kann :smile: )
So bin ich 2013 in die Kampagne #OneBillionRising - für ein Ende der Gewalt gegen Frauen "geraten". Eine Bekannte war eine der drei Deutschland-Koordinatorinnen. Mit deren moralischer Unterstützung ist es mir, als einfacher Handwerkmeisterin - gelungen, den damals frisch ins Amt gekommenen Justizminister dazu anzustiften, eine Videobotschaft für OBR zu senden. Ihr könnt euch vorstellen, dass diese Aktion mein Verständnis für unsere Demokratie auf ein ganz neues Level gehoben hat: ich wusste vorher nicht, dass sowas möglich ist. Seitdem weiß ich es. Und mit diesem Wissen habe ich 2015 mein Engagement in der #Flüchtlingshilfe gestartet und später für den #Mutterschutz für #Selbständige #Handwerkerinnen, woraus sich #MutterschutzfuerAlle entwickelt hat. Wir waren damals mit drei #Handwerksmeisterinnen bei #Habeck im Ministerium und nur vier Monate später haben wir den #Bundestag mit unserer #Petition gerockt, für die wir dann das höchst mögliche Votum bekommen haben.
Das sind meine Erfahrungen mit dem Metaversum.
Entsprechend scher habe ich mich mit dem Wechsel getan.
Aber dann kam Trumps zweite Amtszeit und Musks Dünnschiss - auf den ich hier gar nicht weiter eingehen will. Jedenfalls konnte ich inzwischen über den wunderbaren Verein @netzbegruenung erste Erfahrungen mit #FOSS machen und hatte auch meinen ersten Account auf Mastodon, als mir durch einen Absturz meines Smartphones der Zugang für meine beiden Insta-Accounts abhanden kam, und damit die Arbeit von Jahren ein jähes Ende fand - ausgerechnet, weil ich die Auth-App nicht mehr starten konnte. Gleichzeitig wurde das Metaversum immer mehr von Werbung und KI-Inhalten überflutet, was die Nutzung stetig uninteressanter macht - höchste Zeit also für eine Umorientierung.

Nachdem ich jetzt sehr viel über mich und ausgerechnet Meta geschrieben habe, komme ich jetzt endlich eigentliche Punkt:

Weshalb der Umstieg ins Fediversum?

Für mich und meinen Betrieb ist das die logische Konsequenz aus 17 Jahren Social-Media-Erfahrungen:
Das hört sich jetzt vielleicht platt an, aber es ist mir in der ganzen Zeit nicht gelungen, bis auf zwei oder drei kleine Ausnahmen, etwas über Social-Media zu verkaufen. Das wird sich mit dem Fediversum vielleicht auch nicht von heute auf morgen ändern, aber das Fediversum bietet die Möglichkeit, viel zielgruppenorientierter zu arbeiten, als es über Meta vorstellbar ist.
Ok, als lokaler Betrieb sind wir nicht direkt mit der bundesweiten Heinrich Böll Stiftung zu vergleichen, aber die Landesverbände nutzen diese Möglichkeit ja noch überhaupt nicht. Und das ist sehr schade. Aber dazu komme ich später.

Vor einigen Jahren habe ich eine für mich sehr wichtige Kampagne der Böll-Stiftung entdeckt, nämlich die "Grüne Erzählung vom öffentlichen Raum". Die Beiträge über den digitalen öffentlichen Raum und dessen zunehmende Kommerzialisierung haben mir nachhaltig die Augen dafür geöffnet, wie wichtig Plattformen sind, deren Regulierung bei der Bevölkerung, also bei uns selbst liegen.
Inspiriert von diesem Thema hatte ich einen dieser wilden, revolutionären Ideen, die alles auf den Kopf - oder umgekehrt, vom Kopf auf die Füße stellen können.
Auf Facebook gehen meine Inhalte gerne mal im Getöse - meistens von und über Donald Trump oder einen anderen weißen alten Mann deiner Wahl - unter. Hätten wir aber ein lokales Netzwerk, in dem sich die Leute hier aus der Gegend darüber austauschen, was sie selbst betrifft und interessiert, würde das für mich als Bürgerin einen großen Unterschied machen - als lokaler Handwerksbetrieb wären es Welten!
Diese Idee hat mich dazu bewogen, die Instanz @kiekler-treff.saarland zu gründen, und ja, eine neue Instanz hier aufzubauen ist mühsam - aber ein echtes Netzwerk aufzubauen ist nunmal Arbeit - Das war es auch, als ich vor 22 Jahren meinen #Handwerksbetrieb eröffnet habe.
Soziale Netzwerke muss man aufbauen und pflegen - und wenn ich mir anschaue, dass die Posts von @boell kaum mehr Likes und Antworten bekommen als meine eigenen hier - auf dieser brandneuen, kleinen Instanz, dann habe ich den Eindruck, dass es dort an dem fehlt, was ich gerne das "saarländische Beziehungsgen" nenne.
Ein Netzwerk braucht Beziehungen und dazu gehört auch, dass man sich Kontakte aussucht, mit denen man Banden knüpft. Wenn man immer nur Beiträge sendet und dann die Reaktionen zählt, ohne sich um echte Interaktion zu kümmern, kann man höchstens Bots und KIs ernten. Alle echten Menschen holt man so nicht ab.
Der Impact von Bots und KIs wiederum ist hier im Fediversum sehr beschränkt. Deshalb ist es, wenn man rein auf Zahlen aus ist, sinnvoll sich hier raus zu ziehen.
Aber schreibt die Böll Stiftung damit nicht genau das ab, was sie mit besagter 'Grünen Geschichte vom öffentlichen Raum' gestartet hat - und das zu einer Zeit, zu der sich Kommerz und Faschismus sich so beängstigend Schulter an Schulter zeigen wie jetzt, wo sich kommerzielle Plattformen über alle Regeln hinweg setzen und gleichzeitig wir Bürgerinnen immer stärker durchleuchtet und reguliert werden sollen und in der die Bundesregierung genau diesen öffentlichen Raum mit Altersbeschränkungen belegen will - Jetzt ist doch genau die Zeit, in der wir diese Geschichte brauchen. Und wer soll sich um sie kümmern, wenn nicht @boell?
Natürlich gibt es Alternativen: wir sehen aktuell an Kampagnen wie #diday und an Formanten wie @funfacts, dass es den Leuten aus dem Herzen spricht. Aber wollt ihr euch da wirklich ausklinken?
Und wieso?
Für mich und meine kleine lokale Instanz wird es jetzt so weiter gehen: Wir knüpfen Kontakte zu bereits bestehenden lokalen Netzwerken und gehen dann Klinken Putzen, um die Kirkeler Leute für den Kirkler-Treff. zu begeistern.
Und vielleicht wird es irgendwann vielen weitere kleine und größere lokale Instanzen geben, untereinander vernetzt sind, und in denen sich die Nutzerinnen so einrichten, wie es für sie gut ist.
Und wer weiß - vielleicht kommt ja irgendwann Böll-Saarland mit dazu.
Wir werden sehen.

#Dutgemacht

So sieht das übrigens aus, wenn ich mich von dem echt aufwändigen Aufmaß ablenken will, das ich unbedingt fertig machen muss.

_____

#Astroet
#Handwerksbetrieb #Handwerkerinnen #handwerker #handwerkdigital

Bildhauerei Formenpark

OK Leute, wir haben seit einer Woche eine eigene #Fediverse-Instanz (#Friendica), und ich werde gleich mal ausnutzen, dass ich mir hier längere Posts erlaub...

#Handwerkerinnen zugegen?

Ich installiere mir gerade ein neues Badezimmer und dieser Haken ist irgendwie viel zu weit unten gelandet (keine Ahnung ob ich falsch gemessen habe oder angezeichnet...)
Den Schrank halte ich gerade in Waage, so hoch müsste er also, die Montagehilfe ist auf Anschlag unten.

Ich habe Skrupel nochmal so nah in die Fliese zu bohren. Muss ich das machen wenn es "ordentlich" sein soll oder könnte ich auch nen längeren Haken und U-Scheiben nehmen oder so?

Die Machbarkeitsstudie für Schwangerschaft und Selbständigkeit im #Handwerk ist raus.
Die Ergebnisse sind wenig überraschend aber umso alarmierender:

Die Hälfte der wegen Schwangerschaft von Umsatzeinbußen betroffenen #Handwerkerinnen kommen frühestens nach einem Jahr wieder auf ihr Niveau. Aber dann klagen alle über Nachwuchsmangel im Handwerke. Wie wäre es mit Perspektiven?!

Seit 2021 setze ich mich für den #Mutterschutzfüralle ein.

#astroet

https://www.wirtschaft.nrw/jede-vierte-selbststaendige-handwerkerin-ist-sechs-wochen-nach-der-geburt-wieder-voll-im-betrieb

Jede vierte selbstständige Handwerkerin ist sechs Wochen nach der Geburt wieder voll im Betrieb – Hohe körperliche Belastung und gro-ße Existenzsorgen

Für viele selbstständige Handwerkerinnen in Nordrhein-Westfalen bedeutet eine Schwangerschaft nicht nur Vorfreude, sondern auch enorme Belastung – körperlich wie finanziell. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn im Auftrag des Wirtschaftsministeriums und des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT). 

Die Frauen, die die erste #Toga erfunden haben, konnten ihr #Handwerk, das #Weben meisterhaft. Ich habe sie besucht, und ihre Gräber zeigen den Stolz dieser #Handwerkerinnen:

https://www.miss-jones.de/2020/06/07/die-erfinderinnen-der-toga-und-ihre-garnrollen/

Die Frauen hinter der ersten Toga: Ihre Garnrollen und ihre Rolle in der Eisenzeit | Miss Jones

Es ist mehr als 2500 Jahre her, als in Norditalien die Webstühle klapperten, und die Frauen das Einkommen der Familie aufbesserten. Sie erzeugten einige der schönsten und besten Textilien, die die Archäologie heute aus der Eisenzeit kennt. Edle, kostbare Stoffe, für deren Herstellung es viel Übung und Geschick braucht. Doch…

Ich bin etwas verliebt... in unseren neuen E-Transporter. Damit zu fahren ist so chillig.  

#maedchensachen
#handwerk
#handwerkerinnen

@Tami
Kann ich ja auch machen wenn ich Urlaub habe. 

#maedchensachen
#handwerk
#handwerkerinnen

Ich habe übrigens letzte Woche herausgefunden was das mit dem Ausdruck "nur von der Wand bis zur Tapete denken" auf sich hat.
Wenn irgendwelche Hobby-Handwerker aus einem Kabel mit 3 Adern eins mit 2 Adern machen indem die Erdung raus getrennt wird und unter der Tapete versteckt wird. 
Zu mindestens war dann die Tapete geerdet.

#maedchensachen
#handwerk
#handwerkerinnen

Kennt ihr noch den allerersten Werner Film?
Die Szene in der es heißt "Das ist doch noch gut. Nimm dir eine Drahtbürste und mach das Teil sauber!"

Na ja, mein Chef kam eben mit einem uralten Wasserhahn an und sagte: "Ich habe hier ein schönes Stück Altmetall..."
Zum Glück sollte ich den wegwerfen, aber ich sagte zu meinem Kollegen: "Ich dachte schon er sagt der ist noch gut, hol mal die Drahtbürste."
Der hat fast seinen Kaffee verschluckt.

#maedchensachen
#handwerk
#handwerkerinnen