Text von e¥eless - The creepy black kitten (achtung! Meta!
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Viele kennen Adolf Hitler. Doch deutlich weniger Menschen kennen Hideki Tojo.. den Mann, der zum Gesicht eines Kaiserreichs wurde, das große Teile Asiens in ein gigantisches Schlachthaus verwandelte.
Wenn heute über die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs gesprochen wird, dominiert oft das Bild Europas: Hakenkreuze, Konzentrationslager, der industrielle Massenmord des Holocaust. Doch während Europa brannte, versank auch Asien in einem Albtraum aus Militarismus, biologischen Experimenten, Hunger, Massenvergewaltigungen und systematischer Entmenschlichung.
Das japanische Kaiserreich führte keinen „sauberen“ Krieg.
Es führte einen Krieg, in dem Menschenleben oft weniger wert waren als Munition.
Besonders China wurde zum Epizentrum der Gewalt. Nach der Einnahme der damaligen Hauptstadt Nanjing im Dezember 1937 begann eines der grausamsten Massaker des 20. Jahrhunderts: das Nanjing Massacre.
Innerhalb weniger Wochen wurden nach Schätzungen hunderttausende Menschen ermordet. Historiker diskutieren bis heute über die genaue Zahl, viele gehen von etwa 200.000 bis 300.000 Toten aus. Doch Zahlen wirken beinahe absurd klein angesichts dessen, was tatsächlich geschah.
Menschen wurden enthauptet, lebendig verbrannt, mit Bajonetten erstochen oder in Massenerschießungen getötet. Soldaten veranstalteten Wettbewerbe darüber, wer zuerst hundert Menschen mit dem Schwert töten könne. Frauen, darunter Kinder und alte Menschen, wurden systematisch vergewaltigt, oft vor ihren Familien. Ganze Straßenzüge verwandelten sich in Orte öffentlichen Terrors.
Westliche Diplomaten und Missionare beschrieben damals eine Stadt, die wirkte, als hätte jede Form menschlicher Moral aufgehört zu existieren.
Und doch war Nanjing nur ein Teil des Schreckens.
Im Verborgenen entstand eine Einrichtung, deren Name bis heute wie etwas aus einem dystopischen Horrorroman klingt: Unit 731.
Offiziell handelte es sich um ein Forschungszentrum. Tatsächlich war es eine Fabrik organisierter Grausamkeit.
Gefangene.. Chinesen, Koreaner, Russen und andere.. wurden dort nicht mehr als Menschen bezeichnet, sondern als „Maruta“, also „Holzklötze“. Sprache war der erste Schritt zur Entmenschlichung. Was folgte, war der Absturz in eine wissenschaftlich organisierte Hölle.
Ärzte führten Vivisektionen an lebenden Menschen durch, ohne Betäubung. Gefangenen wurden Organe entfernt, nur um zu beobachten, wie lange der Körper weiterfunktioniert. Menschen wurden absichtlich mit Pest, Cholera, Typhus oder Milzbrand infiziert. Andere wurden in Eiskammern festgebunden, bis Arme und Beine gefroren waren. Danach prüfte man, wie sich Erfrierungen am effizientesten behandeln oder verschlimmern ließen.
Kinder. Frauen. Schwangere. Niemand war ausgenommen.
Biologische Waffen wurden anschließend an chinesischen Dörfern getestet. Mit Krankheitserregern verseuchte Flöhe wurden aus Flugzeugen abgeworfen. Ganze Regionen erkrankten. Viele starben langsam, ohne jemals zu wissen, dass sie Teil eines militärischen Experiments geworden waren.
Parallel dazu errichtete das japanische Militär eines der größten Systeme organisierter sexueller Versklavung der modernen Geschichte: die sogenannten „Trostfrauen“.
Der Begriff klingt beinahe harmlos. Tatsächlich verbirgt sich dahinter ein System aus Zwangsprostitution, Verschleppung und sexueller Gewalt. Zehntausende, möglicherweise hunderttausende Frauen aus Korea, China, den Philippinen und anderen besetzten Gebieten wurden in Militärbordelle gezwungen. Viele überlebten die Tortur nicht. Andere schwiegen jahrzehntelang aus Angst, Scham oder gesellschaftlicher Ausgrenzung.
Nach dem Krieg hätte man erwarten können, dass die Verantwortlichen ähnlich konsequent verfolgt würden wie die Führung des nationalsozialistischen Deutschlands. Doch die Geschichte verlief anders.
Einige hochrangige Mitglieder von Unit 731 erhielten Berichten zufolge Immunität von den USA. Der Grund war ebenso kalt wie zynisch: Ihre Forschungsergebnisse über biologische Waffen galten im beginnenden Kalten Krieg als strategisch wertvoll. Statt Gefängnis warteten auf manche Karrieren in Medizin, Wissenschaft, Politik oder Wirtschaft.
Während Deutschland international zum Synonym für industriellen Massenmord wurde, blieb Japans Bild im Westen oft komplexer oder widersprüchlicher. Die Welt erinnerte sich an Atomic bombings of Hiroshima and Nagasaki, an die zerstörten Städte Hiroshima und Nagasaki, später dann an Wirtschaftswunder, Technologie, Videospiele, Anime und Popkultur.
Doch unter diesem modernen Bild liegt ein Kapitel der Geschichte, das zeigt, wie dünn die Schicht der Zivilisation sein kann.
Denn das Erschreckendste an diesen Verbrechen ist vielleicht nicht ihre Grausamkeit allein.
Sondern wie gewöhnlich viele Täter wirkten.......
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