Wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. (Joh 14,21)

05 Woche der Osterzeit Montag

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 14, 21–26

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
Judas – nicht der Iskariot – fragte ihn: Herr, wie kommt es, dass du dich nur uns offenbaren willst und nicht der Welt?
Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er mein Wort halten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm Wohnung nehmen.
Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat.
Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin.
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Tagesimpuls

Wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren. (Joh 14,21)

Hier erklärt Jesus, dass er sich uns offenbaren wird, dass dies aber an eine Bedingung geknüpft ist, nämlich, dass wir ihn lieben. Ich kenne auch den umgekehrten Weg, dass Jesus sich offenbart hat, bevor ich ihn geliebt hatte. Jesus ist natürlich frei. Wenn er sich einem Sünder offenbaren will, dann kann er das natürlich tun. Aber hier macht er ein Versprechen. Wenn wir ihn lieben, dann wird er sich uns offenbaren.

Wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Das zeigt, dass die Offenbarung nicht nur ein Privileg ganz weniger sein soll. Er will sich allen Christen offenbaren. Das wissen viele nicht. Ich befürchte, dass die meisten Menschen – auch Christen – der Meinung sind, dass man keine göttlichen Offenbarungen empfangen kann. Wir leben in einem Bewusstsein des „Deismus“. Diese Weltanschauung meint, dass es zwar einen Gott gäbe, dass der aber weit von uns entfernt sei und nicht in die Welt oder in unser persönliches Leben eingreifen würde. Nach dieser Weltanschauung offenbart sich Gott niemandem. Und diese Weltanschauung hat leider unser allgemeines Bewusstsein geprägt.

Wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Aber Jesus will sich uns offenbaren, nicht nur den Aposteln. Wenn wir ihn lieben und seine Gebote halten, dann kommt er zu uns und zeigt sich uns. Ich möchte auf einen Aspekt der Liebe zu Jesus hinweisen. Wenn ich jemanden liebe, dann lasse ich ihn nicht links liegen, dann gehe ich zu den Verabredungen, dann beachte ich ihn. Wenn wir z.B. nicht in die Heilige Messe gehen, dann ist es schwer, zu behaupten, dass wir ihn lieben würden. Mit unseren Taten zeigen wir dann, dass er uns so wichtig nicht ist. In einer Ehe könnte das auch sein. Wenn z.B. der Mann andauernd beteuert, dass er seine Frau liebt, dann aber nie Zeit hat, keine Rücksicht nimmt und nie seiner Frau hilft, dann liebt er sie doch nicht, auch wenn er es behauptet.

Wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Ein sehr wichtiger Ausdruck unserer Liebe zu Jesus ist, dass wir uns Zeit für ihn nehmen, Zeit für die Messe, wenigstens am Sonntag, Zeit zum Gebet, Zeit, an ihn zu denken und ihn in unseren Tagesablauf einzubeziehen. Die Gemeinschaft ist dabei eine große Kraftquelle. In der Gemeinschaft (z.B. in der Familie) erinnern wir uns gegenseitig an die Liebe zu Jesus und wir inspirieren uns. Wir ermutigen uns und helfen uns, dass wir den Weg der Liebe zu Jesus beständig gehen. Dann werden wir viele schöne Momente erleben, wo er in unserer Mitte ist, wo wir spüren, dass er sich uns offenbart.

Gebet:

Jesus, ich danke dir, dass du uns nicht fern sein willst. Ich danke dir, dass du bei uns bist, wenn wir deine Gebote halten, wenn wir dich beachten, zu dir beten, und vor allem, wenn wir gemeinschaftliche Strukturen schaffen, in denen wir dir begegnen können. Bitte hilf uns, dass wir die regelmäßige Mitfeier der Messe nicht versäumen, damit wir offen bleiben für deine Liebe.

Pastor Roland Bohnen

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Fax 02456 – 3019
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Tagesimpuls

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt. (Joh 6,44 )

03 Woche der Osterzeit Donnerstag

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 6, 44-51

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.
Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.
Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.
Ich bin das Brot des Lebens.
Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.
So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.

Tagesimpuls

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt. (Joh 6,44)

Nachdem Jesus darüber gesprochen hatte, wer nicht an ihn glaubt (trotz der Zeichen, die er gewirkt hatte), spricht er nun über die, die zum Glauben kommen. Hier betont Jesus, dass es eine besondere Gnade vom Vater ist. Der Vater führt uns zu Jesus. Dass diese aber für uns kein passiver Vorgang ist, sagt er im nächsten Satz: „Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.“ Es ist also eine Gnade, die allen Menschen offen steht. Unser Teil ist es, dass wir auf den Vater hören und seine Lehre annehmen.

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt.

Aber warum sagt Jesus hier nicht: „Jeder, der auf mich hört“? Für mich ist das ganz klar! Die Stimme des Vaters ist die innere Stimme, die Stimme des Gewissens. Daher auch dann der Satz: „Alle werden Schüler Gottes sein.“ Der Vater spricht im Inneren unseres Herzens. Wir erkennen jetzt, dass Jesus hier die Zukunft voraussieht. Der Heilige Geist wird kommen, wir werden wieder die Stimme Gottes in unserem Inneren hören, und so kann der Vater uns zu Jesus führen.

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt.

Auch dies bleibt von uns her kein rein passiver Vorgang. Wir können auf den Heiligen Geist hören, müssen es aber nicht. Das Verhältnis von göttlicher Gnade, ohne die nichts geschieht, und unserer Freiheit könnte man vergleichen mit einer Tresortür mit zwei Schlössern. Beide Schlüssel müssen eingesteckt werden. Gottes Gnade muss sowieso wirken. Aber wir müssen auch wollen.

Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt.

Jesus sagt auch an anderen Stellen, dass wir zu ihm kommen sollen. Wir können uns für heute vornehmen, in allen Situationen zu Jesus zu kommen. Das ist nicht immer leicht. Oft spielen unsere Gedanken verrückt und lenken uns in alle möglichen Richtungen, leider oft auch negativ. Daher erbitten wir die Gnade des Vaters, dass er uns immer wieder zu Jesus führt, ganz besonderes in Momenten der Versuchung!

Gebet:

Jesus, ich will so gern zu dir kommen, aber ich werde durch die Versuchungen abgelenkt. Bitte Vater, führe mich zu Jesus, damit mein Leben immer vollkommener von ihm und von deiner Herrschaft ergriffen und geprägt wird.

Pastor Roland Bohnen

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Telefon 02456 – 3627
Fax 02456 – 3019
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Tagesimpuls

Ich glaube an den Vater

Ich glaube an den Vater,
den Schöpfer dieser Welt,
der uns mit seiner Liebe in seinen Händen hält.
Er schuf aus Nichts das Leben,
den Mensch als Frau und Mann:
die Krone seiner Schöpfung,
ich glaube daran.

(Markus Pytlik, Gotteslob, 777)

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Ich glaube an den Vater

Ich glaube an den Vater, den Schöpfer dieser Welt, der uns mit seiner Liebe in seinen Händen hält. Er schuf aus Nichts das Leben, den Mensch als Frau und Mann: die Krone seiner Schöpfung, ich glaub…

Oratorium Leipzig