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Europas Besessenheit mit Israel (Analyse)

Europa Israel Besessenheit: Europa beobachtet Israel mehr und schĂ€rfer als andere Konflikte. Meine Analyse ĂŒber politische Schieflagen, Antisemitismus, Protestkultur und Medienverzerrung.

Europa im Blickpunkt
Wiegand wills wissen

Von Wolf Achim Wiegand (Bilder: KI)

Europa Israel Besessenheit

Hamburg/London (waw) – Es gibt derzeit kaum ein außenpolitisches Thema, das europĂ€ische Politiker, Aktivisten, Medien und gesellschaftliche Debatten so sehr zu beschĂ€ftigen scheint wie Israel. Kaum eine Woche vergeht ohne neue Resolutionen, Verurteilungen, Demonstrationen, Boykottaufrufe oder mediale Schwerpunktsetzungen.

Ein ĂŒberproportionaler Fokus

Betrachtet man die Vielzahl globaler Krisenherde, drĂ€ngt sich eine Frage auf: Warum richtet sich ein derart ĂŒberproportionaler Fokus auf den einzigen jĂŒdischen Staat der Welt? Es gibt noch einige andere Konfliktherde, die brennen – Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, zunehmende AggressivitĂ€t Chinas gegenĂŒber Taiwan, der Krieg Iran/USA oder zahllose vergessene Konflikte:

  • 1. Sudan – BĂŒrgerkrieg: Millionen Menschen auf der Flucht.
  • 2. Demokratische Republik Kongo – Ewiger Krieg: Armee, Milizen, Rebellen wollen Territorium, Rohstoffe, Macht.
  • 3. Myanmar – BĂŒrgerkrieg nach dem MilitĂ€rputsch: Junta und Widerstand lassen politische Ordnung zerfallen.
  • 4. Sahel-Zone – FlĂ€chenbrand in Afrika: Islamisten, Milizen und Armeen töten, zerstören, vertreiben.
  • 5. Äthiopien – Konflikt nach dem Tigray-Krieg: Bewaffnete Konflikte bedrohen StabilitĂ€t des gesamten Horns von Afrika.
  • 6. Jemen – Stiller Dauerkrieg: Seit 2014 hat sich eine der grĂ¶ĂŸten humanitĂ€ren Weltkrisen entwickelt.
  • 7. Mosambik – Aufstand in Cabo Delgado: Seit 2017 kĂ€mpfen Islamisten gegen Staat und SicherheitskrĂ€fte.

https://twitter.com/CotlerWunsh/status/2064969968815407329#

Nach dem 7. Oktober: Eskalation der Debatte

Warum also bei so viel mehr unermesslichem Leid in der Welt alle Augen auf Israel? Die Antwort ist unbequem. Sie liegt nicht allein in der geopolitischen Bedeutung Israels. Sie liegt auch nicht ausschließlich in der Tragik des Nahostkonflikts.

Vielmehr offenbart die europĂ€ische Debatte eine bemerkenswerte Obsession. Sie erscheint hĂ€ufig weniger von nĂŒchterner Analyse als von moralischer Projektion geprĂ€gt.

Seit dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 befindet sich Israel in einer sicherheitspolitischen Ausnahmesituation. Über 1.000 Menschen wurden ermordet, Hunderte verschleppt, ganze Familien ausgelöscht.

Dennoch verschob sich die öffentliche Debatte in vielen europÀischen LÀndern innerhalb weniger Monate nahezu vollstÀndig. Erst war die Frage, wie ein demokratischer Staat auf einen der schwersten Terrorangriffe seiner Geschichte reagieren darf. Daraus wurde die Frage, wie weit man Israel kritisieren, sanktionieren oder isolieren sollte. Europa ist in dieser Frage scharf gespalten.

Auf der einen Seite stehen Regierungen wie die von Spanien, deren linker Regierungschef Pedro GonzĂĄlez (Sozialisten) kaum einen Tag ohne Fiesigkeiten gegen Israel verstreichen lĂ€sst. Auf der anderen halten LĂ€nder wie Tschechien die Stellung. Außenminister Petr Macinka (MotoristĂ© sobě) erklĂ€rt, er werde selbst EU-Sanktionen gegen den umstrittenen israelischen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir blockieren.

Und dazwischen pustet Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron derart mit Sprechblasen aus dem Elysee-Palast herum, als könne er inmitten des Trump-Getrampels bei irgendjemand Gehör finden
 Die Israelis können es sich im Existenzkampf schon gar nicht leisten, wohlfeile RatschlĂ€ge von wem auch immer zu erhalten, denn bei Ihnen geht es nicht um papierene ErklĂ€rungen, sondern ums Überleben:

„Trump neigt dazu, uns Israelis öffentlich wie Vasallen zu behandeln, die jedem seiner Befehle gehorchen mĂŒssen. Es stellt sich daher die Frage, ob Israel unter allen UmstĂ€nden und um jeden Preis den Forderungen des Weißen Hauses nachkommen muss.“ – Michael Oren, Historiker, Ex-Botschafter Israels in den USA, einst Politiker, GrĂŒnder der Israel Advocacy Group

SelbstverstĂ€ndlich mĂŒssen demokratische Gesellschaften das Handeln jeder Regierung kritisch hinterfragen dĂŒrfen – auch das der israelischen. Doch auffĂ€llig ist die Asymmetrie.

Proteste und Radikalisierung in Europa

WÀhrend autoritÀre Regime oft geringe Aufmerksamkeit erhalten, wird jede militÀrische Entscheidung Israels zum Gegenstand internationaler Empörung. Resolutionen gegen Israel gehören inzwischen zur politischen Routine. In vielen Parlamenten und internationalen Organisationen entsteht der Eindruck, als sei die StabilitÀt des Weltfriedens primÀr von den Entscheidungen Jerusalems abhÀngig.

Parallel zum Diskurs der Politik hat sich auf Europas Straßen eine Protestkultur etabliert, die zunehmend radikalere ZĂŒge annimmt. Israelische Flaggen werden verbrannt, Polizisten grob beschimpft.

Im Hintergund arbeitet eine unheilvolle Szene mit engen Verbindungen zu den Terrorgruppen Hamas und Hisbollah. KĂŒrzlich hat das Kammergericht Berlin vier Aktive der islamistischen Hamas-Terroristen zu bis zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sie hĂ€tten europaweit AnschlĂ€ge auf Israelis und Juden geplant, sagte die Richterin.

Klar, nicht jede SolidaritĂ€tsbekundung mit den PalĂ€stinensern ist extremistisch. Millionen Menschen wĂŒnschen sich friedlich ein Ende des Leids der Zivilbevölkerung in Gaza.

Antisemitismus als gesellschaftliches Warnsignal

Doch ebenso wenig lĂ€sst sich ignorieren, dass sich unter den Demonstrationen immer wieder Gruppen finden, die terroristische Organisationen relativieren. Sie rechtfertigen Gewalt oder verbreiten offen antisemitische Parolen. So ĂŒberschreiten sie hĂ€ufig die Grenze zwischen legitimer Kritik an israelischer Politik und der DĂ€monisierung des jĂŒdischen Staates.

Besonders alarmierend ist eine Entwicklung, die weit ĂŒber die Nahostpolitik hinausgeht. Juden außerhalb Israels sind zunehmend die Zielscheibe eines Konflikts, fĂŒr den sie persönlich keinerlei Verantwortung tragen. JĂŒdische Schulen benötigen Polizeischutz. Synagogen werden bewacht. Aber auch angezĂŒndet.

Viele Juden verzichten mittlerweile darauf, religiöse Symbole wie den Davidstern offen zu tragen. UniversitĂ€ten melden steigende FĂ€lle antisemitischer BelĂ€stigungen – ganze Fachbereiche wollen israelische Wissenschaftler und Partner rauskegeln.

In zahlreichen LÀndern registrieren Sicherheitsbehörden einen drastischen Anstieg antisemitischer Straftaten. Auch in Deutschland.

Ob in Großbritannien – Italien oder Frankreich – jĂŒdische Menschen haben im Alltag spĂŒrbare Probleme. Sie erleben Beleidigungen, Bedrohungen, und Gewalt. In mehreren StĂ€dten Europas kam es in letzter Zeit zu Angriffen auf Synagogen, jĂŒdische Schulen und Einrichtungen. JĂŒdische und israelische Restaurants mussten schließen. Israelische Touristen werden drangsaliert. 

Diese Entwicklung sollte Europa erschĂŒttern. Sie wird aber hĂ€ufig relativiert oder als unvermeidliche Begleiterscheinung einer emotionalen Debatte behandelt. Doch Antisemitismus bleibt Antisemitismus – unabhĂ€ngig davon, ob er von rechtsradikalen Gruppen, islamistischen Milieus oder linksradikalen Aktivisten ausgeht.

Medien, Narrative und Verzerrung

Wer Juden fĂŒr Handlungen der israelischen Regierung verantwortlich macht, reproduziert ein Denkmuster, das Europa eigentlich lĂ€ngst ĂŒberwunden haben wollte. Immerhin: Laut einer Umfrage halten mehr als die HĂ€lfte der EuropĂ€er den Antisemitismus fĂŒr ein ernstes Problem.

Hinzu kommt die Rolle eines Teils der Medienlandschaft. Die Jagd nach Aufmerksamkeit, Emotionalisierung und moralischer Eindeutigkeit begĂŒnstigt vereinfachende Narrative. Komplexe militĂ€rische, historische und politische ZusammenhĂ€nge werden oft auf TĂ€ter-Opfer-Schemata reduziert.

Bilder ersetzen Kontext. Schlagzeilen verdrÀngen Differenzierung. Das Ergebnis ist eine öffentliche Debatte, die immer stÀrker von Emotionen und immer weniger von Fakten geprÀgt wird.

Die Frage lautet nicht, ob Israel kritisiert werden darf. NatĂŒrlich darf es das. Die entscheidende Frage ist vielmehr, warum Israel in Europa so hĂ€ufig nach anderen MaßstĂ€ben beurteilt wird als nahezu jeder andere Staat.

Europas Selbstbild im Spiegel Israels

Warum entfaltet ausgerechnet dieser Konflikt eine politische und gesellschaftliche Aufmerksamkeit, die in keinem VerhĂ€ltnis zu vielen anderen globalen Krisen steht? Warum scheint die Existenzberechtigung Israels regelmĂ€ĂŸig Gegenstand öffentlicher Diskussionen zu sein? Die Existenz anderer Staaten wird doch kaum jemals grundsĂ€tzlich infrage gestellt.

Europa sollte sich diesen Fragen stellen. Denn die Fixierung auf Israel sagt inzwischen möglicherweise mehr ĂŒber Europa selbst aus als ĂŒber den Nahen Osten. Sie offenbart eine Mischung aus historischem SchuldgefĂŒhl, moralischem Sendungsbewusstsein, politischer Symbolpolitik und ideologischer Lagerbildung.

Vor allem aber offenbart sich eine gefĂ€hrliche Blindheit gegenĂŒber dem Wiederaufleben antisemitischer Ressentiments.

Wer Frieden im Nahen Osten will, muss Kritik ĂŒben dĂŒrfen. Wer aber ausschließlich Israel zum Gegenstand permanenter moralischer Anklage macht, wĂ€hrend Terrorismus relativiert und Judenhass verharmlost wird, trĂ€gt nicht zur Lösung des Konflikts bei. Er verschĂ€rft ihn. Und er gefĂ€hrdet die Werte, die Europa eigentlich verteidigen möchte.

Europa Israel Besessenheit

Europa Israel Besessenheit

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Wird zu viel ĂŒber den Nahost-Konflikt geredet? Haben die Israel-Gegner den Diskurs lĂ€ngst gewonnen? Wie könnte man Israel in seinem Verteidigungskampf beistehen? Was meinst DU? Schreibe unten in die Kommentare —

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Die Zeitung "Volkskrant" erhĂ€lt den EuropĂ€ischen Pressepreis fĂŒr einen Bericht zu erschossenen Kindern im #GazaKrieg. Weil Israel Medien weiterhin aussperrt, basiert die Recherche auf medizinischem Personal.
Nun gibt es weitere Zensur - aber auch ein GestÀndnis:
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Auszeichnung fĂŒr Recherche zu erschossenen Kindern in Gaza

Die Zeitung »Volkskrant« erhĂ€lt den EuropĂ€ischen Pressepreis fĂŒr einen Bericht zu getöteten Kindern im Gaza-Krieg. Israel weitet indes die Zensur aus.

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Trumps China-Desaster

Donald Trump konnte sich gar nicht mehr einkriegen vor Bewunderung des “fantastischen FĂŒhrers” Xi Jingping, der einen “hervorragenden Job” mache. Tolle GeschĂ€fte habe man abgeschlossen und man sei sich einig, dass die Straße von Hormus offenbleiben mĂŒsse und der Iran keine MautgebĂŒhren kassieren dĂŒrfe. Daran hat China ein lebhaftes Interesse, bezieht es doch nicht unerhebliche Mengen iranisches Erdöl und KunstdĂŒnger und andere Produkte aus der Region. Aber er musste krĂ€ftig bezahlen dafĂŒr: Zugang Chinas zu Chips von Nvidia, die bisher auf der roten Liste der “Dual Use”-ExportgĂŒter standen. Und ein ZugestĂ€ndnis, das  noch kein US-PrĂ€sident der Geschichte gemacht hat: ĂŒber die geplanten WaffenverkĂ€ufe an Taiwan werde man “miteinander reden”. Und Trump nannte Xi einen “Freund”.

Wie bitte? Der US-PrĂ€sident diskutiert mit dem Chef eines Landes, in dem es weder Demokratie, noch freie Wahlen, dafĂŒr aber ein “Social Rating System” fĂŒr alle BĂŒrger:innen  gibt, die Beziehungen der USA mit einem demokratischen Staat, auf den Xi Anspruch als “Provinz” erhebt?  Was bedeutet das fĂŒr die ZuverlĂ€ssigkeit und bĂŒndnispolitische VerlĂ€sslichkeit der US-Regierung in Fernost? Hat er die mal eben fĂŒr einen Kauf von angeblich 200 Boeing-Fliegern (ursprĂŒnglich war mal von 500 StĂŒck die Rede)  vielleicht auch ein bisschen US-Erdöl und Frackinggas, ein paar Teslas – Musk hatte Trump im HandgepĂ€ck – oder ob das neue iPhone 36 wieder in China prozuziert und ggf. elektronisch mit HintertĂŒren vermint wird? Ist es das, was Donald SelbstĂŒberschĂ€tz erreicht hat? Aber auch Xi schmeichelte Trumps Ego und bezeichnete ihr VerhĂ€ltnis als “die wichtigste bilaterale Beziehung der Welt”.

Peinliche Bilanz

Noch nie ist ein US-PrĂ€sident gezwungen gewesen, in der VR China derart den “Hans Großmaul” zu markieren und gleichzeitig derart kleine Brötchen zu backen, wie Donald Trump.  Die Folgen des in seiner Hybris begonnenen Krieges gegen den Iran, der das Mullahregime nicht gefĂ€hrdet, sondern offensichtlich stabilisiert hat, und die Patsche, in die sich Trump in völliger SelbstĂŒberschĂ€tzung hineinmanövriert hat, sprechen BĂ€nde. Der grĂ¶ĂŸte Abnehmer von iranischem Öl bot nach Trumps Darstellung Hilfe an, indem er keine militĂ€rische AusrĂŒstung an den Iran liefern werde. Ein Schelm, der darin einen Deal zulasten Taiwans erkennt. In diese peinliche Lage hat sich der politische StĂŒmper Trump selbst gebracht. Die unverhohlene Drohung Xi’s mit der “Thukydides-Falle” – dem Konflikt einer etablierten FĂŒhrungsmacht mit einer aufstrebenden Macht – zeigt, dass Trump froh sein kann, von Xi Jingping nicht noch klarer öffentlich gedemĂŒtigt worden zu sein.

Trump vom Tiger zum Bettvorleger

Die chinesische Reise könnte sich zum Anfang vom Ende der Trump’schen Politik der Korruption, Deals und persönlichen Bereichungen seines Regierungsclans erweisen. Denn anders als in Nahost, wo sein Familienclan vielfĂ€ltige GeschĂ€fte abschließen konnte, war das Terrain in China mit klaren politischen ZugestĂ€ndnissen gepflastert. Taiwan, Japan, viele Insalstaaten im SĂŒdpazifik, bis nach Australien und Neuseeland, die die USA als BĂŒndnispartner betrachten, werden nachdenklich werden, ob die USA noch ein verlĂ€sslicher Partner sein werden. Sie vollziehen damit nach, was die EU, Kanada und Neuseeland schon lĂ€nger erleben. Die UnzuverlĂ€ssigkeit der korrupten und kleptokratischen Regierung Trump und seiner prizipienlosen Oligarchen.

Den “Westen” gibt es nicht mehr

Die wichtigste Lehre aus den Ergebnissen des Trump-Besuchs in China muss sein, dass es damit endgĂŒltig “den Westen” nicht mehr gibt. Die EU-Staaten der NATO mĂŒssen sich um so dringender bemĂŒhen, ein militĂ€risches und politisches BĂŒndnis zu stĂ€rken und auszubauen, das ohne die USA auskommt. Das bedeutet, eine Öffnung fĂŒr ein Mehr an ökonomischer und militĂ€rischer Zusammenarbeit der EU mit Kanada, Australien und Neuseeland, aber auch mit Großbritannien anzustreben und zu stabilisieren. Auch in Europa muss die EU darauf achten, seinen Einfluss im Nahen Osten und die Verantwortung fĂŒr eine Friedenssicherung ernst zu nehmen. Die Haltung des Bundeskanzlers, “Israel und die USA wĂŒrden dabei die Drecksarbeit erledigen” ist beschrĂ€nkt, kurzsichtig und gibt eine europĂ€ische Rolle bei einem Friedens- und Versöhnungsprozess, den der Nahe Osten dringen braucht, von selbst auf. Das ist angesichts des irrlichternden PrĂ€sidenten Trump und dem unberechenbaren, wenn auch vielleicht bald abgewĂ€hlten Netanjahu verantwortungslos. Es brĂ€uchte Politiker vom Format Willy Brandts, jetzt Alternativen einer Friedensordnung im Nahen Osten und infolgedessen auch in Europa mit Russland zu denken und zu entwickeln.

Mit Einfachdenkern und Lobbyisten kein Ausweg?

Aber weder Merz, noch seine Entourage haben das intellektuelle Format, die sich anbehnende neue Weltordnung friedlich und strategisch zu denken, geschweige denn zu gestalten. Es ist eine bittere RealitĂ€t, dass eine phantasielose Politikergeneration mit Rezeptanwendern und Interessenpolitikern wie Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Markus Söder und GeneralsekretĂ€r Linnemann sowie Lobbyistin Reiche regiert, die fĂŒr die Menschen keinerlei Zukunftskonzepte, geschweige denn Hoffnung, dass sich eine Gesellschaft zum Guten wendet, entwickeln können. Sie sind ja auch nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse – etwa ĂŒber die CO2-Bilanz von angeblichen Biofuels und mangelndem und viel zu teuren Biogas als Beimischung zum fossilen Erdgas in Heizungen zu ĂŒberzeugen. Unbelehrbar setzen sie weiter auf fossile Energien im Interesse der Gas- und Öl-Lobby und werden dabei nur noch von den zivilisatorischen Lemmingen und Klimaleugnern der AfD ĂŒbertroffen. DAS sind die wirklichen Stolpersteine und ökonomischen wie ökologischen Hindernisse, die einer wirtschaftlichen Erneuerung in Deutschland und Europa entgegenstehen.

Ideen fĂŒr den Planeten fĂŒhren aus der Krise und dĂ€mmen Populismus ein

Stellen Sie sich mal vor: Ein Planet steht vor dem globalen Ökokollaps, die Völker sind zerstitten und bedrohen sich gegenseitig mit Krieg, obwohl sie nix zu fressen haben, ihre Unterschichten zwischen Armut, Krankheit, KriminalitĂ€t und Hoffnungslosigkeit zerrieben werden. Gleichzeitig haben es einige wenige superreiche Spinner geschafft, unter Umgehung und Brechen von Gesetzen, sich nahezu unbegrenzte Daten und damit Macht ĂŒber den Rest der Bevölkerung anzueignen und die Mehrheit der Individuen damit zu bedrohen oder auszubeuten. Dieselben Korrupten sorgen dafĂŒr, dass Nachrichten und die Wahrheit nicht mehr relevant sind, indem sie weltweite Netze von Desinformation installieren, die ihre Helfer:innen (“Influencer”) hoch bezahlen und auf ihre Seite ziehen.

Schöne neue Welt?

Nein, werte-, prinzipien- und Verfassungslos agierende Realpolitik, die auf Erhalt der Macht der Überreichen aus ist, und den Klassenkampf von oben immer weiterfĂŒhrt und ihm versucht, ein MĂ€ntelchen der Beschwichtigung umzuhĂ€ngen., an das niemend wirklich glaubt. Weil dem so ist, ist es etwa fĂŒr die GrĂŒnen ein schwerer Schlag und ein grober Fehler gewesen, einen Robert Habeck, in irgendwelche universitĂ€ren Weiten ziehen zu lassen. Was die GrĂŒne Partei in dieser Lage wirklich brĂ€uchte, wĂ€re die Entwicklung und Verbreitung eines durchaus wehrhaften Friedens- und gleichzeitig Gerechtigkeitsmodells fĂŒr eine Erneuerung der Demokratie und einer wirklich sozialen Wirtschaft, die den Menschen dient, nicht umgekehrt. Den Antagonismus zu Oligarchien, Kleptokraten und neuen Faschisten zu entwickeln ist die Aufgabe der Stunde. Das gilt fĂŒr GrĂŒne, wie fĂŒr Linke und soziale Liberale. Denn ein katastrophaler Mangel an positiven ZukunftsentwĂŒrfen und Hoffnung ist es, der immer mehr Menschen in die Arme der AfD treibt. Wenn schon eh alles den Bach runtergeht, isses auch egal, dann sollen die doch mal gelassen werden – das ist die fatale Einstellung, die hinter den Umfragewerten der AfD im Osten steht.  Sie treibt immer mehr Menschen in die Arme derer, die ihnen nichts Gutes tun wollen. Ob sie AfD, Farage oder Le Pen heissen.

 

Trumps China-Desaster – Beueler-Extradienst

Im Sammelband „Die Kriegslogik durchbrechen! GraswurzelrevolutionĂ€re Stimmen zum Gaza-Krieg“ kommen Menschen zu Wort, die sich für Aussöhnung und eine solidarische Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Herrschaft und Gewalt einsetzen. Sie stellen sich sowohl gegen den Terror der islamistischen Hamas als auch gegen den der extrem rechten Netanjahu-Regierung.

Die Kriegslogik durchbrechen! GraswurzelrevolutionÀre Stimmen zum Gaza-Krieg

Buchvorstellung und Diskussion mit Bernd DrĂŒcke und Swetlana Nowoshenova

Sonntag, 10 Uhr, Raum 2

» https://buchmesse.anarchie-mannheim.de/programm/veranstaltung/die-kriegslogik-durchbrechen-graswurzelrevolutionaere-stimmen-zum-gaza-krieg

#abm2026 #GazaKrieg #Gaza #Israel #Nationalismus #Gesellschaft #Herrschaft #Gewalt #Kiregslogik #Anarchismus #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

+++ DEMO +++

Nicht vergessen, morgen Abend sehen wir uns in #essen bei der #demo gegen #faschmismus und #weltkrieg - wir zahlen nicht fĂŒr Eure #Kriege! 18 Uhr auf dem Viehofer Platz!

#IranKrieg #GazaKrieg #sudan #Ukrainekrieg - #frieden !

BundesprĂ€sident #Steinmeier, Rede zum 75. JubilĂ€um des AuswĂ€rtigen Amts: »Unsere #Außenpolitik wird nicht ĂŒberzeugender dadurch, dass wir #Völkerrecht​sbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen. Damit mussten wir uns schon im #GazaKrieg auseinandersetzen, und damit mĂŒssen wir auch im #IranKrieg umgehen.«

"MilitĂ€rische StĂ€rke und außen...
"MilitĂ€rische StĂ€rke und außenpolitische Klugheit gehören zusammen"

Zum 75. JubilĂ€um des AuswĂ€rtigen Amts wirbt BundesprĂ€sident Steinmeier fĂŒr eine moderne Außenpolitik, die militĂ€rische StĂ€rke, Diplomatie und europĂ€ische Geschlossenheit verbindet. In einer unsichereren Welt bleibe eine regelbasierte Ordnung unverzichtbar.

Der BundesprÀsident