BRD: digitalisierung statt modernisierung
Es gibt ja den berĂŒhmten Spruch âWenn du einen ScheiĂ-Prozess digitalisierst, dann hast du einen digitalisierten ScheiĂ-Prozessâ. Das kann man in der Verwaltung sehr gut sehen. Ja, man hat die Dinge jetzt digitalisiert, aber dadurch werden die nicht unbedingt einfacher oder besser. TatsĂ€chlich betrachte ich viele der Digitalisierungsprojekte eigentlich als Outsourcing an die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. Wenn ich am Flughafen oder am Bahnhof bin, sind in den Toiletten QR-Codes, mit denen man eine App runterladen kann, um dem Management mitzuteilen, dass das Klo schmutzig ist. Ich finde nicht, dass das meine Aufgabe ist. Das mĂŒssen die selbst im Griff haben. Es gibt eine App, mit der ich der Bundesnetzagentur mitteilen kann, dass ich in einem Funkloch bin. Es gibt eine App von meinem Gasanbieter, um den ZĂ€hlerstand zu melden. Man kann sich eigentlich den ganzen Tag damit beschĂ€ftigen, die Arbeit anderer Unternehmen und Behörden selbst zu machen. Das Gas ist aber nicht billiger geworden, der Flug auch nicht. Es wird einfach nur outgesourct, und das wird dann als Digitalisierung und Fortschritt verkauft. Man hat davon aber gar nichts
Gabriel Yoran
Ăbrigens: anders als der herr filosof es sagt, hat man davon sehr wohl etwas. Man wird dazu genötigt, einen kompjuter zu benutzen und durch sein ganzes leben zu tragen, auf dem einem nicht einmal mehr das recht eingerĂ€umt werden soll, selbst darĂŒber entscheiden zu können, welche softwĂ€jhr darauf ausgefĂŒhrt wird. Zum ausgleich âdarfâ man das scheiĂhĂ€ndi aber kaufen, mit strom versorgen und die BRD-mondpreise fĂŒr seine anbindung ans internetz bezahlen. Da-da-digital eben. Zur zusatzarbeit hat man auch noch kosten und wird von seinen gekauften und bezahlten gerĂ€ten enteignet.
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