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PepeCyBs Welt Das hat alles gleich mehrere Gründe.
Zunächst einmal wollen diese Institutionen eigentlich "nur" von 𝕏 weg. Sie brauchen "nur" einen Twitter-Ersatz. Da nehmen sie dann den nächstbesten, nächstgrößten. Auch deshalb gehen viele nach Bluesky: Das ist inzwischen bekannter, das hat mehr Nutzer, das verspricht mehr Reichweite. Ins Fediverse kommen sie höchstens, wenn sie dann einen Twitter-Ersatz-Ersatz brauchen.
Dann ist das Fediverse jenseits von Mastodon viel zu unbekannt. Selbst auf Mastodon glaubt eine Mehrheit, das Fediverse wäre ein reines Mastodon-Netzwerk. Vom Rest wissen viele höchstens noch von Pixelfed und PeerTube und glauben, das wären so etwas wie Instagram- bzw. YouTube-Add-ons für Mastodon.
Außerhalb von Mastodon ist aus dem Fediverse überhaupt nur Mastodon bekannt. Jeder Fediverse-Neuling wird direkt nach Mastodon geholt und erfährt vorher kein bißchen darüber, daß das Fediverse noch mehr bietet als Mastodon. Leute wie @pade kämpfen mit regelrechtem Feuereifer dafür, daß Leute, die noch nicht im Fediverse sind, "der Einfachheit halber" nur von Mastodon erfahren und ihnen gegenüber das Fediverse mit Mastodon gleichgesetzt wird.
Wer dann doch von anderen Fediverse-Serveranwendungen erfährt, begreift damit häufig noch nicht, daß die auch alle miteinander und auch mit Mastodon verbunden sind. Das habe ich ja Anfang letzten Jahres erlebt, als es einen kleinen Facebook-Exodus gab und Leute, die schon auf Mastodon waren, sich zusätzlich ein Friendica-Konto zulegten, um mit denjenigen ihrer Freunde in Verbindung zu bleiben, die von Facebook nach Friendica umzogen. Es war für sie völlig unvorstellbar, daß Mastodon und Friendica miteinander verbunden sind. Als sie dann davon erfuhren, in einem gewagten Experiment versuchten, mit ihrem Mastodon-Konto ihrem Friendica-Konto zu folgen, und das dann wider Erwarten sogar funktionierte, fielen sie komplett vom Glauben ab.
Letztlich sind Organisationen, Institutionen und andere Gruppierungen sehr viel schwerfälliger als einzelne Privatpersonen. Es ist für sie schon ein riesiges organisatorisches Unterfangen, überhaupt nach Mastodon zu gehen und dort ein Konto zu bespielen. Bis sie auch nur von der Existenz und den Möglichkeiten von Friendica oder Hubzilla erfahren, vergeht sehr, sehr viel mehr Zeit als bei privaten Mastodon-Nutzern, von denen viele ja auch noch nie von Friendica und fast gar keine von Hubzilla gehört haben.
Somit zieht auch nicht das Argument, daß sie "erstmal" nach Mastodon gehen und "dann später mal" sich was anderes angucken. Das wird nie passieren. Dafür sind sie zu träge und die Entscheidungswege zu lang.
Es gibt übrigens genau eine politische Partei, die im Fediverse ist, aber nicht (nur) auf Mastodon. Und das ist die deutsche Piratenpartei. Die hatte schon ihren eigenen Friendica-Node, als es Mastodon noch gar nicht gab, und hat ihn heute noch. Und natürlich gibt es kaum Piraten, die den nutzen, weil auch die Netzaffinität der allermeisten Piraten nicht über "Fediverse = Mastodon" hinausgeht.
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