Luo Guanzhong: „Die drei Reiche“ – Von Katharina Borchardt
Der Han-Kaiser weinte bitterlich, als man ihm nahelegte abzutreten. So erzählt es Luo Guanzhong in seinem Epos „Die drei Reiche“. Gut eintausend Seiten lang schildert er hingebungsvoll die inneren Kämpfe der zerfallenden Han-Dynastie, die aufgrund von Intrigen innerhalb des Palastes und Aufständen in einem immens großen Reich untergehen musste. „Seit jeher muss das, was aufsteigt, niedergehen“, teilt man dem niedergeschlagenen Kaiser mit, es „muss das, was blüht, verwesen.“ Die Han-Dynastie erlebte in ihren 400 Jahren in der Tat eine lange Blüte und eine rasche Verwesung: Nach einem entsetzlichen Bürgerkrieg, in dessen Verlauf die Bevölkerung auf ein Viertel schrumpfte, war es schließlich mit ihr vorbei. Das riesige Reich zerfiel in drei Folgestaaten: Wei im Norden, Shu im Südwesten und Wu im Südosten.
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