
Jörg Ebel vom Bundesverband Solarwirtschaft beruhigte bei der Eröffnung des PV-Symposiums die Teilnehmer in Bezug auf den geleakten EEG-Referentenentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Man müsse sich vergegenwärtigen, dass es sich nur um einen Arbeitsstand handele.

Bei privaten Dachanlagen will das Ministerium den Fokus auf Eigenverbrauchsanlagen ausrichten und die Einspeisevergütung komplett streichen. Für Photovoltaik-Anlagen ab 25 Kilowatt soll die Direktvermarktung verpflichtend werden, wie aus dem Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht. Er enthält auch neue Elemente wie die förderfreie Veräußerungsform der Netzbetreiberabnahme. Zudem ist eine dauerhafte Kappung der Einspeiseleistung auf 50 Prozent für kleinere Anlagen vorgesehen, wobei noch nicht entschieden ist, ob sie bis 25 oder 100 Kilowatt gelten wird.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) schrieb am Donnerstagnachmittag bereits kurz nach Bekanntwerden des Referentenentwurfs für die EEG-Novelle 2027 aus dem CDU-geführten Bundeswirtschaftsministerium von einem „Frontalangriff auf die Energiewende“. Seinem Statement folgten viele weitere aus der Politik, von Verbänden und natürlich auch Photovoltaik-Unternehmen. Wir haben sie zusammengetragen, ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

Der Referentenentwurf zur EEG-Novelle 2027 ergänzt die geförderte Direktvermarktung um einen produktionsabhängigen CfD-Mechanismus: In Jahren mit hohem Jahresmarktwert müssen Betreiber ab 100 Kilowatt einen Refinanzierungsbeitrag über die Netzbetreiber an das EEG-Konto zahlen, in Niedrigpreisjahren fließt weiter die Marktprämie. Eine dynamische, viertelstundengenaue Anpassung soll Abschaltanreize bei niedrigen Spotpreisen verhindern.

Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt vor einem Kahlschlag von zehntausenden Arbeitsplätzen, wenn die Maßnahmen so umgesetzt werden. Der Entwurf sieht demnach vor, dass künftig keine Solarförderung mehr für private Kleinanlagen gezahlt werden soll.