Zwischen erhobenen Zeigefinger, Rechenzentren und Super-App #Kuratiert.

Und wieder einige Themen und Artikel aus der Welt der IT und Digitalisierung kuratiert,

  • Wenn Technik zur Weltanschauung wird
  • Kann man sich BigTech komplett entziehen?
  • Viele kleine Schritte statt erhobener Zeigefinger
  • US-Diplomaten im Auftrag von Big Tech unterwegs
  • Zur Erinnerung: Mehr BigTech-Lobbyisten in Brüssel als Abgeordnete
  • Rechenzentren (nicht nur) in Hessen
  • Big Tech soll Kraftwerke bauen
  • Fakten zum Energieverbrauch
  • DIE Produktivität-App von Microsoft
  • DIE Datenpanne mit der Produktivität-App von Microsoft
  • Wenn Technik zur Weltanschauung wird

    Voll ins Schwarze trifft IT-Security Experte in seinem Blog. In der Tech-Szene reicht manchmal schon ein falscher Browser oder das „falsche“ Betriebssystem – und man gilt als hoffnungslos verloren. Der Beitrag im Kuketz-Blog beschreibt ein Muster, das viele aus Nerd-Communities kennen: Technische Präferenzen werden schnell zur Weltanschauung. Wer nicht exakt die „richtigen“ Tools nutzt, wird belehrt statt abgeholt. 

    Wenn aus guten Prinzipien ein sozialer Druck wird, verliert man die Menschen, die man eigentlich erreichen will. Es braucht Augenmaß, Kontext und vor allem: den Willen, andere mitzunehmen statt sie zu belehren. Fortschritt entsteht selten durch Maximalforderungen, sondern durch realistische Schritte, die im Alltag funktionieren – und durch eine Kommunikation, die erklärt, statt zu urteilen.

    Kann man sich BigTech komplett entziehen?

    Steffen Voß greift das Thema bei sich auf: „Wenn du Microsoft boykottierst, warum nutzt du dann ein Android-Handy?“ Ein Satz, der gern als Totschlagargument eingesetzt wird – und genau deshalb interessant ist. Wer in einer von Plattformen dominierten Infrastruktur lebt, kann sich ihr kaum komplett entziehen. 

    Die spannendere Frage lautet jedoch nicht: Nutzen oder boykottieren? Sondern: Wie bewusst gehen wir damit um? Zwischen moralischem Perfektionismus und resigniertem „Man kann ja eh nichts machen“ liegt ein ziemlich breites Feld. Genau dort spielt sich die eigentliche Debatte ab – irgendwo zwischen pragmatischen Kompromissen und kleinen Ausstiegsschritten.

    Viele kleine Schritte statt erhobener Zeigefinger

    Beide Beiträge laufen deshalb auf einen pragmatischen Gedanken hinaus. Digitale Unabhängigkeit entsteht selten durch einen radikalen Bruch, sondern durch viele kleine Entscheidungen: ein alternativer Dienst hier, eine andere Plattform dort, mehr Bewusstsein für Abhängigkeiten im Alltag. Das ist genau auch der Weg, den ich gehe: Wero statt PayPal, mailbox.org statt Gmail und so weiter.

    Das Fazit liegt auf der Hand: Weniger Dogma, mehr Pragmatismus. Wer die Abhängigkeit von Big Tech reduzieren möchte, muss und kann nicht gleich alles auf einmal umstellen. Lieber kleine Schritte gehen – und andere auf diesem Weg mitnehmen, statt sie mit erhobenem Zeigefinger zu belehren.

    US-Diplomaten im Auftrag von Big Tech unterwegs

    Die Diskussion über digitale Souveränität wirkt in Europa oft wie ein Dauerprojekt: viel Strategiepapier, viele Gipfel, viele Absichtserklärungen. Doch während hierzulande noch über Datenräume und Cloud-Alternativen gesprochen wird, zieht Washington offenbar bereits die diplomatischen Fäden. US-Außenminister Marco Rubio hat Diplomaten laut Golem-Bericht angewiesen, Datensouveränität zu bekämpfen und gegen Datenlokalisierung zu argumentieren. Solche Regeln würden Innovation bremsen und KI behindern, heißt es.

    Das klingt zunächst nach Technologiepolitik – ist aber vor allem Wirtschaftspolitik. Denn wer Daten lokal speichern will, greift indirekt die Dominanz amerikanischer Cloudanbieter an. Die Botschaft ist ziemlich klar: Der freie Datenfluss ist gut – solange er über US-Plattformen läuft. Bleibt die Frage: Will Europa wirklich digitale Souveränität, oder gefällt uns die Rolle als Cloud-Kunde am Ende doch ganz gut? Herr Söder, in dessen Bundesland ja die deutsche Microsoft-Zentrale liegt, scheint damit fein zu sein. Doch nicht nur er.

    Zur Erinnerung: Mehr BigTech-Lobbyisten in Brüssel als Abgeordnete

    Nur nochmals zur Erinnerung: Es geht nicht nur um Diplomatie à la Trump. Laut einer Analyse von LobbyControl und Corporate Europe Observatory pumpt die Branche inzwischen rund 151 Millionen Euro pro Jahr in Lobbyarbeit in Brüssel, mehr als jede andere Industrie. Allein die zehn größten Konzerne – von Meta bis Microsoft – geben zusammen etwa 48 Millionen Euro aus, um bei Kommission und Parlament Gehör zu finden. Und die Zahl der Lobbyist:innen ist inzwischen größer als die der EU-Abgeordneten.

    Rechenzentren (nicht nur) in Hessen

    Die Tagesschau berichtet darüber, wie Rechenzentren den Alltag am Laufen halten und liefert Zahlen: Allein im Frankfurter Stadtgebiet stehen derzeit 55 Rechenzentren, bis 2030 sollen es 68 sein. Das macht Hessen deutschlandweit zu einem Hotspot: Mit mehr als 1.100 Megawatt steht hier mehr als doppelt so viel Leistung wie in den beiden nachfolgenden Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen.

    Big Tech soll Kraftwerke bauen

    Zum Thema Rechenzentren hat sich auch Herr Trumpf geäußert. Er fordert, dass Big Tech eigene Kraftwerke für KI-Rechenzentren baut – angeblich, um Verbraucher vor steigenden Stromkosten zu schützen. Die Mehrheit dieser Anlagen soll mit Erdgas laufen. Einige Big Techs denken über eigenen AKWs nach.

    Fakten zum Energieverbrauch

    Im sehr hörenswerten Podcast Schreiben & Schreddern trifft Marc-Uwe Kling den Fachhochschul-Professor und Spiegel-Rationalisten Christian Stöcker. Sie reden über Journalismus, Social Media, Klimawandel, die USA, das Känguru und den Energieverbrauch von Rechenzentren. Stöcker liest dabei aus einem Beitrag vom Oktober 2025 vor, in dem er Fakten zur Energiewende auflistet. Und auch hier kommen KI und Rechenzentren vor:

  • Der weltweite Stromverbrauch wächst weiter schnell, was unter anderem an künstlicher Intelligenz und Rechenzentren, aber auch am rasanten Wachstum der Elektrifizierung generell liegt.
  • Das rasante Wachstum des Verbrauchs wird glücklicherweise vom noch schnelleren Wachstum der erneuerbaren Energien vollständig ausgeglichen, ja übertroffen: Weltweit wurden im ersten Halbjahr 2025 rund 369 Terawattstunden mehr verbraucht als im Vorjahreszeitraum, aber auch 403 Terawattstunden  zusätzlich aus Sonne und Wind erzeugt. Im ersten Halbjahr 2025 haben erneuerbare Energien Kohle als wichtigsten Energieträger für Strom weltweit abgelöst .
  • Sollte man sich merken.

    DIE Produktivität-App von Microsoft

    Microsoft hat schließlich für uns entschieden, was Produktivität im Jahr 2026 bedeutet – und nein, es ist offenbar nicht mehr der gute alte Explorer. In einer neuen Marketingoffensive kürt der Konzern seinen KI-Assistenten Copilot zur laut Golem wichtigsten Produktivitäts-App in Windows 11. Man könnte sagen: Microsoft erklärt die KI kurzerhand zur zentralen Arbeitseinheit des PCs – der Rest des Betriebssystems wird zur Kulisse. Macht uns der Computer produktiver – oder vor allem Microsofts Marketingabteilung? 

    DIE Datenpanne mit der Produktivität-App von Microsoft

    Nur dumm, wenn dieser neue, so produktive Kollege etwas zu viel mitliest. Denn ausgerechnet Copilot fasste laut Berichten im Handelsblatt und anderer Medien zeitweise auch E-Mails zusammen, die ausdrücklich als vertraulich markiert waren – etwa aus den Outlook-Ordnern „Gesendet“ oder „Entwürfe“. Ein Programmierfehler, sagt Microsoft, inzwischen natürlich „behoben“. Zugriff habe nur der jeweilige Nutzer gehabt. Klingt beruhigend – zumindest bis man sich fragt, wie viele vertrauliche Inhalte die KI zuvor schon fleißig zusammengefasst hat. Transparenz sieht anders aus. Aber hey: Hauptsache, die produktivste App im System weiß jetzt wirklich alles. 

    #BigTech #Copilot #DigitaleSouveränität #Diplomaten #Energieverbrauch #Kraftwerke #Kuratiert #Lobbyismus #Microsoft #Rechenzentren #USA

    Ecuador beendet Beziehungen zu Kuba und weist Diplomaten aus

    Quito erklärt Kubas Botschafter und 21 weitere für unerwünscht. Ausreise binnen 48 Stunden. Scharfe Kritik aus der Opposition und aus Kuba

    Die USA machen Druck auf die letzten Unterstützer Kubas.

    #Kuba #Havanna #Karibik #Strom #Ecuador #Diplomaten #USA #Sanktionen #Botschafter #Außenministerium #Unterstützer
    #Menschenrechte #Stromausfälle #Gesundheitssystem

    Der #KI Boom wird zum Problem für den #Datenschutz: Die #USRegierung hat #Diplomaten angewiesen, weltweit gegen strengere Regeln zur #Datenspeicherung und -kontrolle vorzugehen. #EU #GDPR #AIAct

    Afghanische Diplomaten in Deutschland: Der Plan der Taliban

    Die Taliban wollen offenbar unbedingt weitere Diplomaten nach Deutschland schicken und haben dafür nach ARD-Recherchen wohl auch einen Weg gefunden - sie setzen so die Bundesregierung unter Druck. Von Peter Hornung.

    ➡️ https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/taliban-diplomaten-deutschland-afghanistan-100.html?at_medium=mastodon&at_campaign=tagesschau.de

    #Taliban #Botschaft #Afghanistan #Diplomaten

    Afghanische Diplomaten in Deutschland: Der Plan der Taliban

    Die Taliban wollen offenbar unbedingt weitere Diplomaten nach Deutschland schicken und haben dafür nach <em>ARD</em>-Recherchen wohl auch einen Weg gefunden - sie setzen so die Bundesregierung unter Druck.

    tagesschau.de
    #news ⚡ Protestwelle: Iran bestellt europäische Diplomaten ein: Das iranische Außenministerium hat im Zuge der andauernden Protestwelle die diplomatischen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italie... https://hubu.de/?p=310318 | #diplomaten #iran #protestwelle #hubu
    Protestwelle: Iran bestellt europäische Diplomaten ein - Hubu.de - News & FreeMail

    Das iranische Außenministerium hat im Zuge der andauernden Protestwelle die diplomatischen Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens und Großbritanniens einbestellt. Das berichtet das iranische Staatsfernsehen am Montag unter Berufung auf eine Erklärung des Ministeriums.

    Hubu.de - News & FreeMail
    EU schränkt Vergabe von Schengen-Visa an russische Staatsbürger ein

    Bereits vergangenen Monat hat die EU die Grenzkontrollen für russische Diplomaten erschwert. Nun sollen alle russischen Staatsbürger die härteren Einreise-Bedingungen zu spüren bekommen. Ausnahmen gibt es nur noch wenige.

    tagesschau.de
    @ennolenze übrigens, #taliban und #diplomaten in einem Satz ist ein Widerspruch vom feinsten❗️🙄🤦‍♂️

    Des Wahnsinns fette Beute:

    In #Belém bereiten sich #LoveMotels auf die #COP30 vor.

    Erotische Möbel, Spiegeldecken und Pole-Dance-Stangen werden entfernt, um Platz für Delegierte, #Diplomaten und #Journalistinnen zu schaffen.

    Wegen fehlender #Hotelkapazitäten bieten über 600 Motelzimmer nun eine alternative Unterkunft. Trotz Kritik an überhöhten Preisen und unzureichender Infrastruktur wollen die Betreiber zeigen, dass sie mehr sind als nur #Stundenhotels.

    https://www.theguardian.com/environment/2025/sep/03/amazon-love-motels-cop30-summit

    Brazil’s Amazon love motels ditch erotic decor to host Cop30 climate summit

    In Belém, motels known for sex chairs and mirrored ceilings are stripping risqué features for climate negotiators

    The Guardian

    @stephie_hamburg @ki klar, wobei #Diplomaten unabhängig der #Anerkennung des Staates im Gastgeberland akkreditiert werden müssen.

    • Eines der Aufgaben des Bundespräsidenten in Deutschland!
    stephie :betterpride_flag: (@[email protected])

    Content warning: meine ungefragten 5 ct

    norden.social

    Angstcultuur op Buitenlandse Zaken!

    “Juist omdat diplomaten zelden publiekelijk kritiek uiten op het regeringsbeleid, maakt zijn bijdrage indruk. Binnen Buitenlandse Zaken geldt dat je er beter het zwijgen toe kunt doen, als je carrière je lief is.”

    "maar velen durven niets te zeggen".

    "De vraag is of onze huidige regering dit soort geluiden van ambtenaren zal tolereren."

    #Angstcultuur
    #Diplomaten
    #BuitenlandseZaken
    #Kabinet
    #MisstandenBenoemen
    #GezondVerstand

    https://nos.nl/l/2576415

    Zeldzaam protest uit diplomatieke kring tegen Nederlands Israël-beleid

    Diplomaten uiten zelden kritiek op regeringsbeleid. Toch spreken ervaren Nederlandse gezanten zich nu publiekelijk uit over het uitblijven van actiestappen tegen Israël.