A ★★★★ review of Monster (2023)

MONSTER mit eingenommen habe ich Stand heute erst sechs Filme von Hirokazu Kore-eda gesehen. Und innerhalb dieses Rahmens würde ich MONSTER als regelrecht transgressiv beschreiben. Der prinzipiell wohlwollende Blick auf Familien- und familienähnliche Gefüge weicht hier einer Art postmodernem Realismus. Die familiären Strukturen und solidarischen Fangnetze versagen auf ganzer Linie – und rauben den Kindern sozusagen einen Teil ihrer Unschuld. Minato wird nach dem Tod seines Vaters alleine von seiner Mutter aufgezogen. Doch als er während der Fahrt die Autotür öffnet und sich auf die Straße fallen lässt, sucht die Mutter nie wirklich ein Gespräch mit ihrem Sohn über das

Gesehen: Monster (2023)

https://www.youtube.com/watch?v=JYIRWnnatBU

JP, R: Hirokazu Kore-eda, D: Sakura Ando, Eita Nagayama, Soya Kurokawa, Hinata Hiiragi, Yûko Tanaka, Wikipedia

MONSTER mit eingenommen habe ich Stand heute erst sechs Filme von Hirokazu Kore-eda gesehen. Und innerhalb dieses Rahmens würde ich MONSTER als regelrecht transgressiv beschreiben. Der prinzipiell wohlwollende Blick auf Familien- und familienähnliche Gefüge weicht hier einer Art postmodernem Realismus. Die familiären Strukturen und solidarischen Fangnetze versagen auf ganzer Linie – und rauben den Kindern sozusagen einen Teil ihrer Unschuld.

Minato wird nach dem Tod seines Vaters alleine von seiner Mutter aufgezogen. Doch als er während der Fahrt die Autotür öffnet und sich auf die Straße fallen lässt, sucht die Mutter nie wirklich ein Gespräch mit ihrem Sohn über das Geschehene. Yori lebt alleine mit seinem Vater, der ein Alkoholproblem hat und ihn nach den Vorstellungen toxischer Männlichkeit formen will. In der Klasse der beiden Jungs ist Mobbing an der Tagesordnung und die Lehrer*innen sowie die Leitung sind nur daran interessiert, den Schein einer sauber funktionierenden Bildungseinrichtung aufrechtzuerhalten, statt aufkommende Probleme in ihren Ursachen zu bekämpfen.

Das als eine Art Vexierspiel angeordnet zu sehen, war faszinierend. Denn Kore-eda nutzt diese Struktur nicht für den billigen Twist-Effekt, der zuvor Gesehenes gewissermaßen entwerten würde. Hier geht es darum, die Erkenntnis um eine Facette nach der anderen zu erweitern.

Da konnte ich leicht verzeihen, dass der Film zum Schluss etwas zu sehr mit Melodramatik flirtet.

★★★★☆

https://andrepitz.de/2024/07/27/gesehen-monster-2023/

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MONSTER Trailer | TIFF 2023

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Monster
2023

There is never one truth in Hirokazu Kore-eda's films. Even in recent films such as "Shoplifters" or "Broker", each character in sensitive family portraits has their own motives and cannot be categorized as "good" or "bad".

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A ★★★★ review of Monster (2023)

[English] There is never one truth in Hirokazu Kore-eda's films. Even in recent films such as Shoplifters or Broker, each character in sensitive family portraits has their own motives and cannot be categorized as "good" or "bad". Together with author Yūji Sakamoto, Kore-eda creates a story that always gives you the feeling: Ahh, this is the direction it's going in. But then it turns out quite differently, with different perspectives contributing to ever new twists and turns. The opening is about Saori, who lives alone with her son Minato. When he starts behaving strangely, she confronts the school and the