#brd:
#ehrenamt / #bürgerschaftslichesengagement
/ #communitykapitalismus / #sozialabbau / #deprofessionalisierung / #wissenschaft / #literatur
In der Vorweihnachtszeit werden Ehrenamt u. bürgerschaftliches Engagement unwidersprochen von Links u. Rechts gehuldigt. Silke van Dyk u. Tine Haubner stellen das Ganze eindrucksvoll u. gut lesbar vom Kopf auf die Füße. (Leider verheddern sich die Rezensionen oft im Soziologie-Chinesisch; bitte nicht abschrecken lassen - das Buch liest sich gut.)
Ich hab neulich eine kleine dörfliche Gemeinde besucht. In diese hat eine Grundschule, yeah und eine öffentliche #Bibliothek. Die öffentliche Bibliothek war Jahrzehnte lang staatlich finanziert. Seit einigen Jahren ist diese nur noch durch reines #Ehrenamt am leben und in Betrieb.
Ein Paradebeispiel für #CommunityKapitalismus
Das Community-Kapitalismus ein neoliberales Langzeitprojekt ist weisen Silke van Dyk und Tine Tauber in ihrem Büchlein nach.
https://www.hamburger-edition.de/buecher-e-books/artikel-detail/community-kapitalismus/?ai%5Baction%5D=detail&ai%5Bcontroller%5D=Catalog&ai%5Bd_name%5D=community-kapitalismus&ai%5Bd_pos%5D=
#Kapitalismus

Community-Kapitalismus
Silke van Dyk und Tine Haubner analysieren die Kehrseiten des Community-Kapitalismus, diskutieren seine Bedeutung angesichts neoliberaler Krisen und fragen nach solidarischen Alternativen.Nachbarschaftshilfe, Freiwillige Feuerwehr, Pflegepatenschaften, Tafeln, Flüchtlingshilfe oder Crowdsourcing: Unbezahlte Arbeit hat viele Gesichter, ist gern gesehen und findet nicht nur im Privathaushalt statt.Der demografische Wandel und der Umbau des Sozialstaats haben Sorgelücken entstehen lassen, sodass immer häufiger das Engagement von Vereinen, Initiativen, Nachbarschaften oder digitalen Netzwerken in Anspruch genommen wird. Öffentliche Aufgaben oder professionelle Tätigkeiten werden an die Zivilgesellschaft delegiert, soziale Rechte in soziale Gaben überführt.Die Autorinnen beschreiben diese Entwicklung mit dem Begriff »Community-Kapitalismus« und fragen: Wie verändert sich das Verhältnis von Markt, Staat, Familie und Zivilgesellschaft? Erleben wir eine Informalisierung von Arbeit und Sorge im Gewand neuer Gemeinschaftlichkeit? Welche Rolle spielen hier soziale Bewegungen? Und was bedeutet das für unser Verständnis von sozialen Rechten?

Fediverse und Selbstorganisation
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