Hier galt’s der Kunst und nicht dem Skandal: Rückblick auf die Bayreuther Festspiele 2025
Phillip Richter

Die diesjährigen Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth sind so harmonisch wie schon lange nicht zu Ende gegangen. Die Zeiten der großen Skandale wie etwa dem umstrittenen Hakenkreuz-Tattoo von Evgeny Nikitin, dem Hitlergruß von Jonathan Meese oder Führer-Diskussionen im Libretto des Lohengrins scheinen vorüber zu sein. Auch eine mit fadenscheinigen Begründungen absagende Primadonna sowie pikiert vom Grünen Hügel abreisende Dirigenten hat es im Sommer 2025 nicht gegeben. Selbst die Neuinszenierungspremiere der Meistersinger von Nürnberg wusste kaum anzuecken und wurde wohlwollend bis enthusiastisch bei den Wagnerianern aufgenommen. Redakteur Phillip Richter von DAS OPERNMAGAZIN wagt einen Rückblick auf einen friedlichen Festspielsommer voller gesanglicher Stärken und einen Ausblick auf das 150-jährige Festivaljubiläum im Jahr 2026. […]

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Hier galt’s der Kunst und nicht dem Skandal: Rückblick auf die Bayreuther Festspiele 2025

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Mein lieber Herr Gesangsverein – „Die Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen
Adele Bernhard
[caption id="attachment_30934" align="alignleft" width="300"] Bayreuther Festspiele 2025 / DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG/Ensemble und Chor der Bayreuther Festspiele/Foto © Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath[/caption]

Mit seiner Neuinszenierung von Die Meistersinger von Nürnberg bei den Bayreuther Festspielen 2025 tritt Matthias Davids in große Fußstapfen: Davon abgesehen, dass das Werk bis ins 21. Jahrhundert hinein strikt Familien- und Chefsache war, steht Davids auch vor der Herausforderung, Barrie Koskys meisterhafter Inszenierung von 2017 nachzufolgen. Die Aufgabe bewältigt Davids spielerisch leicht, mit einem Händchen für die Komödie und viel Inspiration aus dem echten Leben. (Rezension der Vorstellung v. 14. August 2025)

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Mein lieber Herr Gesangsverein - "Die Meistersinger von Nürnberg" bei den Bayreuther Festspielen – DAS OPERNMAGAZIN

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Bayreuther Festspiele: Eine „Walküre“ auf Irrwegen
Elena Deinhammer
[caption id="attachment_30928" align="alignleft" width="200"] Bayreuther Festspiele 2025/DIE WALKÜRE/Michael Spyres, Jennifer Holloway, Kinderstatisterie derBayreuther Festspiele/Foto © Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath[/caption]

Einer der Gründe, warum „Der Ring des Nibelungen“ auch inhaltlich für anhaltende Faszination sorgt, ist wohl die Tatsache, dass es sich trotz oder vielmehr gerade wegen der allzu menschlichen Götter und Gestalten um „ein Drama der Gegenwart und nicht eines aus ferner und sagenhafter Vorzeit“ handelt. Wie viele Mythen vermag es auch Wagners Tetralogie, im Gewand einer sagenhaften Geschichte von grundlegenden gesellschaftlichen Dynamiken und (zwischen)menschlichen Problemen zu erzählen, sodass ihr Kern in jeder Gegenwart von Bedeutung, somit überzeitlich, zeitlos ist. Diese Aussagekraft des „Rings“, auch seine vielfältige Symbolhaftigkeit sind für Regisseure ein Paradies, in dem man sich inhaltlich wie gestalterisch austoben kann. Ob man die Handlung des „Rings“ als Kapitalismuskritik im Sinne der Revolution verstehen will, wie es Bernard Shaw, Autor der zitierten Zeile, bereits vor über hundert Jahren tat, Aspekte der Naturausbeutung hervorhebt, den Fokus auf die problematische Familienkonstellation legt oder die zwischenmenschlichen Beziehungen und Bestrebungen auf elementarste Weise in den Vordergrund rückt – all dies, und vieles mehr, ermöglicht einem der schier unendliche Reichtum, den der „Ring“ in sich birgt. Regisseur Valentin Schwarz hatte, wie er selbst schreibt, die Intention, ausgetretene Wege zu verlassen und Neues im Dickicht zu entdecken. Auch im vierten Jahr seiner Bayreuther Inszenierung gelangt man jedoch zu dem Eindruck, er habe nicht nur bekannte Wege innerhalb der Tetralogie, sondern den gesamten Wald verlassen und neue Straßen gepflastert, die sich zwar gelegentlich kreuzen, letztlich aber immer weiter auseinander und von dem, was Wagner sich hier in höchster Komplexität erdachte, wegführen. Dass es jedoch gerade lohnend sein kann, bekannte Wege feinfühlig neu zu entdecken, zeigte hingegen Simone Young, die gemeinsam mit der überzeugenden Besetzung trotz Irrwegen und Sackgassen der Regie für eine musikalisch höchst bewegende „Walküre“ sorgte. (Rezension der besuchten Vorstellung v. 16. August 2025)

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Bayreuther Festspiele: Eine „Walküre“ auf Irrwegen – DAS OPERNMAGAZIN

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Tand aus der Mottenkiste: „Tristan und Isolde“ bei den Bayreuther Festspielen 2024
Phillip Richter

Die diesjährige Festspielpremiere Tristan und Isolde unter der Regie von Thorleifur Örn Arnarsson fällt in eine Zeit der Umbrüche bei den Richard-Wagner-Festspielen: Mit ihrer Vertragsverlängerung als Intendantin setzt Katharina Wagner zahlreiche Neuerungen durch. Zukünftig sollen die Bayreuther Inszenierungen schneller wieder abgelöst werden, gar bis zu zwei […]

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Tand aus der Mottenkiste: "Tristan und Isolde" bei den Bayreuther Festspielen 2024 – DAS OPERNMAGAZIN

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Schreck geh weg: „Götterdämmerung“ bei den Bayreuther Festspielen
Lynn Sophie Guldin

Diesen Sommer geht bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth in „nur“ zwei Durchgängen die Welt unter. Die Inszenierung des Ring des Nibelungen von Valentin Schwarz macht, wie in den Vorjahren, Krach. Nicht alles ist schlecht, aber das wenige Gute ertrinkt hoffnungslos im überladenen Rest. Von der Unfähigkeit, das Publikum teilhaben zu lassen – wenn da […]

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Schreck geh weg: "Götterdämmerung" bei den Bayreuther Festspielen – DAS OPERNMAGAZIN

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AUSSEN IM INNEN, INNEN IM AUSSEN - Mensch und Landschaft in der Fotografie
Eine Gruppenausstellung mit #EllenAuerbach, #AlfredEhrhardt, #OrriJónsson, #AinoKannisto, #AnneLass und #ChristaMayer.

Heute gab es in der Alfred Ehrhardt Stiftung eine Führung und Artist Talk mit den Fotografinnen Anne Lass und Christa Mayer.
Was für interessante Persönlichkeiten und sehr persönliche Einblicke in ihre Arbeitsweise...
#Ausstellung #AlfredEhrhardtStiftung #Fotografie #Foto #Fotografin

Festkonzert aus der Semperoper

Die Semperoper feiert den Jahresausklang 2022. Beethovens "Neunte" setzt in der Klassikwelt Maßstäbe und steht für Humanitäts- und Freiheitsideale.