Ein Hotel voller Narren – „Il viaggio a Reims“ bei den Salzburger Pfingstfestspielen (2. Rezension)
Elena Deinhammer

Aus heutiger Sicht mag es verwunderlich erscheinen, dass Gioachino Rossini sein anlässlich der Krönung des französischen Königs Karl X. komponiertes Dramma giocoso „Il viaggio a Reims“ nach nur vier Aufführungen absetzen ließ. Während der Komponist einen Teil des musikalischen Materials in „Le comte Ory“ wiederverwendete, hütete er den Rest bis zu seinem Tod. Danach gelangte die autographische Partitur von Ort zu Ort, bis sie schließlich in der römischen Accademia di Santa Cecilia in archivalischen Tiefen versank und erst 1977 wiederentdeckt wurde. Seit der ersten Aufführung der rekonstruierten Fassung im Jahr 1984 hat das Werk wieder Einzug auf den Opernbühnen erhalten – so nun auch auf jener im Haus für Mozart bei den Salzburger Pfingstfestspielen. Dass das Manuskript so lange in der nach der heiligen Cecilia benannten Accademia verwahrt lag, wird hier zu einem witzigen Zufall, denn Regisseur Barrie Kosky, der bereits im vergangenen Jahr das umjubelte Pasticcio „Hotel Metamorphosis“ inszenierte, verwandelt die ohnehin komische Oper in ein rauschhaftes, vor Situationskomik und grotesker Überzeichnung sprühendes Ereignis, das zugleich zu einem Teil der ausführlichen Geburtstagsfeierlichkeiten der künstlerischen Leiterin Cecilia Bartoli wird. Bei aller guten Unterhaltung und musikalischen Leistungen auf Hochspannung stellt sich allerdings auch eine gewisse Übersättigung ein, die ein Dessert – und ein solches sollte diese Reise nach Reims à la Kosky sein – eigentlich nicht bieten sollte. (Rezension der Premiere v. 22. Mai 2026 // 2. DAS OPERNMAGAZIN-Besprechung) […]

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Ein Hotel voller Narren – „Il viaggio a Reims“ bei den Salzburger Pfingstfestspielen

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DAS OPERNMAGAZIN

Premiere in Salzburg: „Il viaggio a Reims“ als zeitlose Komödie inszeniert
Daniel Floyd

Im November 2024 hatte ich eine Aufführung von Gioachino Rossinis Il viaggio a Reims, ossia L’albergo del giglio d’oro (1825) im Salzburger Landestheater rezensiert. In vollen Zügen habe ich die Gelegenheit genossen, das Werk im Rahmen der Salzburger Pfingstfestspiele am 22. Mai 2026 erneut besprechen zu dürfen. […]

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Premiere in Salzburg: "Il viaggio a Reims" als zeitlose Komödie inszeniert

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🎭 #SIEGFRIED - Momente überweltlicher Schönheit und heroischen Triumphs erstrahlen im dritten Teil von #Wagners #RingZyklus unter der inspirierten Regie von #BarrieKosky.

⚠️ SIEGFRIED in der kult.klassik: So, 17. Mai 2026 | 10.00 Uhr | kult.kino atelier | als Aufzeichnung vom 31. März 2026 aus von #RoyalBalletAndOpera #London.

🎟️ Tickets an allen kult.kino Kassen und online erhältlich unter: https://www.advance-ticket.ch/omniticket/kultkino/82675

Elegie für Germanenheld und Chipstüte – „Siegfried“-Premiere am Royal Ballet and Opera
Lynn Sophie Guldin

Mutter Natur geht schaukeln. Gut, Kleider hat sie dabei keine an, aber mein Gott, man muss ja nicht immer so pingelig sein. In der verkohlten Welt von Barrie Koskys Siegfried am Londoner Royal Ballet and Opera gibt es selbstverständlich ein Wiedersehen mit der stummen Erda aus den vorherigen Opern. Diesmal muss sie sich mit zwei Tenören in der Weltesche herumschlagen sowie etlichen Zankereien auf einer Parkbank. Die Auseinandersetzung mit einem Naturthema im Ring siecht weiterhin ein wenig dahin, doch Kosky gelingt eine charmante und liebenswürdige Inszenierung. Das muss man, Mankos hin oder her, erst mal schaffen. (Rezension der Premiere v. 17. März 2026) […]

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Elegie für Germanenheld und Chipstüte – „Siegfried“-Premiere am Royal Ballet and Opera

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Kennt das Lied sein Ende? – Interview mit Christopher Maltman
Lynn Sophie Guldin

Gäbe es Christopher Maltman nicht, müsste man ihn erfinden. Würde man Christopher Maltman jedoch erfinden, würde die Konzeption dieses Baritons sicher augenzwinkernd weggewischt werden – ach was; wer, bitte, wandelt denn von Rossini zu Wagner, von Barbier und Billy Budd zu Wotan und Wanderer? Na, dieser! Angekommen bei den zwielichtigen Götterfiguren und Kult-Bösewichten der Oper profiliert sich der Brite soeben vor allem im Londoner Ring des Nibelungen, in dem er bald seine Reise als (versuchter) Weltenlenker Wotan im Siegfried beenden wird. Aber wie lebt es sich, wenn man nun die dramatischen Schwergewichte der Oper mit der eigenen Stimme stemmt – und wie kommt man überhaupt dort an? (Das Interview führte Lynn Sophie Guldin)  […]

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Kennt das Lied sein Ende? – Interview mit Christopher Maltman

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LADY MACBETH VON MZENSK
von Schostakowitsch in der Komischen Oper im Schillertheater

Eigentlich kann man sich alles von Regisseur #BarrieKosky ansehen, gut ist es immer, egal was er anfasst. Und wenn sein Einfallsreichtum auf so geniales Stück und Musik trifft, haut einen so ein Abend echt vom Sitz. Unfassbar gute Hauptdarsteller:innen, sowohl stimmlich als auch darstellerisch... Ich bin ganz außer mir.

#Oper #Schostakowitsch #KomischeOper #Schillertheater

Heute geht's ins Schillertheater (Komische Oper)
LADY MACBETH VON MZENSK
von Schostakowitsch

Diese Oper gab den Anlass, dass der Komponist 1936 bei Stalin in Ungnade fiel, was Berufsverbot hieß. Was der Regisseur #BarrieKosky daraus gemacht hat, darauf bin ich gespannt.

#Oper #Schostakowitsch #KomischeOper #Schillertheater

Bayerische Staatsoper: „Die Nacht vor Weihnachten“ – Früher war mehr Lametta
Adele Bernhard

 

Weihnachten bedeutet für viele Opernfans La Bohème, Die Zauberflöte und Hänsel und Gretel in Dauerschleife. Dem beliebten Winterrepertoire versucht die Bayerische Staatsoper nun ein weiteres Werk hinzuzufügen; pünktlich am Abend vor dem ersten Advent feiert Rimski-Korsakows Oper Die Nacht vor Weihnachten Premiere. Auf der Bühne fällt reichlich Kunstschnee, der große Weihnachtszauber bleibt aber aus. (Rezension der Vorstellung v. 29. November 2025) […]

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Bayerische Staatsoper: "Die Nacht vor Weihnachten" - Früher war mehr Lametta

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Barocke Sichtbarmachung von Herrschaft – Händels „Saul“ in der Oper Köln gefeiert
Ursula Hartlapp-Lindemeyer

Die Produktion, deren Premiere am 23. Juli 2015 in der Regie von Barrie Kosky in Glyndebourne bewies, dass Händels „Saul“ ein Meisterwerk mit Tiefgang ist, hat am 23. November 2025 auch das Kölner Premierenpublikum hingerissen. Unter der musikalischen Leitung von Rubén Dubrovsky entfaltete das Gürzenich-Orchester mit dem Chor der Kölner Oper und hochkarätigen Solistinnen und Solisten ein Barockspektakel der Sonderklasse. Die Inszenierung hat nichts von ihrer Frische verloren, und man kann Intendant Hein Mulders nur dankbar sein, dass er dieses Beispiel spannenden Musiktheaters nach Köln geholt hat. (Rezension der Premiere v. 23. November 2025) […]

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Barocke Sichtbarmachung von Herrschaft – Händels „Saul“ in der Oper Köln gefeiert

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DAS OPERNMAGAZIN

Heute war ich im Berliner Ensemble in der öffentlichen Generalprobe von

K.
über DER PROZESS von Franz Kafka

Barrie Kosky hat hier wieder mal einen Geniestreich hingelegt. Sein "Tingeltangel" führt tief ins Labyrinth des Talmud.

Fantastisch auch die Verwendung von Schumanns Liederzyklus DICHTERLIEBE auf jiddisch...

Großes Bravo für alle. 👏👏👏 Und Toi Toi Toi für die morgige Premiere.

@blnensemble #Berlinerensemble #BE #Theater #Berlin #Schauspiel #Kafka #BarrieKosky #Schumann