🏛️ Geschichtsschreibung unter der Lupe: Der Innsbrucker Althistoriker Julian Degen legt eine Neu-Interpretation des Ersten Perserkriegs vor. Statt als Verteidigung des „Westens“ gegen die Perser deutet er ihn als Zeichen des aufkommenden Imperialismus der Griechen:
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Die Geburtsstunde Europas neu gedacht: Athen und der erste Perserkrieg
Julian Degen, Althistoriker an der Universität Innsbruck, legt in einer aktuellen Publikation eine neue Interpretation der „Geburtsstunde Europas“ vor. Seine Analyse zeigt: Der persische Angriff auf Griechenland im Ersten Perserkrieg (um 490 v. Chr.) spiegelt weniger den Expansionismus des achaimenidischen Imperiums als den aufkommenden Imperialismus Athens wider. Die Forschungsarbeit entstand im Rahmen des FWF-Clusters of Excellence Eurasian Transformations und untersucht, wie imperiale Mächte die antiken Welten prägten und wie diese Perspektive unser Geschichtsverständnis bis heute beeinflusst.



















