Zynismus in anderen Farben

Es gibt einen europäischen Hebel gegen Trump – aber die alten weissen Männer sind dafür zu doof

Florian Rötzer (72) und Moshe Zuckermann (wird 77) raubten mir letzte Nacht meinen Schlaf. Vor einem halben Jahr haben sie ein Buch vollendet, und schon ist es veraltet. Lesen Sie selbst: Sind die digitalen Medien ein Trojanisches Pferd, das die Menschen so verblödet, dass KI diese Leere auffüllen kann? – Wir haben ja zusammen ein Buch geschrieben. Früher hätte man von einem Briefwechsel gesprochen. Wir haben den Titel gewählt: ‘Durch die Wüste der Gegenwart’. Es ist schon etwa ein halbes Jahr her, dass wir das Manuskript abgeschlossen haben. Hast du denn seitdem etwas erlebt, was ein bisschen über das von uns festgestellte Wüstenartige hinausginge, vielleicht gar eine kleine Oase gesichtet?”

Was lehrt uns das? Sie wissen es nicht.

Was sagt es uns, wenn ein CDU-Mann in der hiesigen Medienöffentlichkeit der Erste ist, der einen WM-Boykott in die Debatte wirft? Hat er diese Agenda damit etwa kontaminiert? Die unverwüstliche Alina Schwermer/taz ordnet das wie immer angemessen ein:

WM-Boykott als Ultima Ratio: Würden Sie wegen Trump auf Fußball verzichten? – Wenn Trump Grönland annektiert, sollte Europa dann die Fußball‑WM 2026 in Nordamerika boykottieren? Oder besser schon vorher damit drohen?”

Realistische oppositionelle Fussballfans kamen auf die gute Idee, den DFB in die Bredouille zu bringen, indem sie eine Urabstimmung über einen WM-Boykott fordern – für 2034! (in Saudi-Arabien). Insofern entbehrt die Formulierung des taz-Layouts “besser schon vorher”, gemünzt auf dieses Jahr, nicht einer gewissen satirischen Qualität. Denn gemünzt auf #boycottqatar2022 war ja die nicht vollkommen abwegige Ausrede: “zu spät”.

Ja gut, unter dem real existierenden Trump sind all diese Massstäbe umgeworfen. Weil er es kann.

Was also kann “Europa”? (was immer das sein mag)

Zu was ist ein politisches Gebilde unter dieser Bezeichnung fähig? Gelegentlich beansprucht die EU, eine konsistente Verkörperung davon zu sein. Von neoliberaler Ideologie durch- und zersetzt, hat sie den real existierenden Fussballkapitalismus als politische Kanonenkugel frei flottieren lassen. Kann sie ihn nun noch als Hebel nutzen? Ich fürchte nein. Obwohl er jetzt der ideale Hebel wäre.

Denn die Fussball-WM ist zweifellos in diesem Jahr das die Welt am meisten beherrschende Medienereignis. Möglicherweise im mehrheitlichen Rest der Welt weit mehr beherrschend, als im Gastgeberland USA selbst. Das möge Trumps Problem sein. Europas Problem sind die nächtlichen TV-Sendezeiten. Europas Stärke wiederum ist, dass es der ökonomisch stärkste Nachfrager dieses kapitalistischen Medienereignisses ist.

Dummerweise haben die dummen Mafiosi, die den europäischen Profifussball (der Herren) beherrschen, sich längst in die Fänge des Trump-Clans begeben. Ähnlich dämlich, wie sich der Fifa-Don Gianni Infantino schon im Darm von Donald Trump eingerichtet hat.

Die stärkste Waffe der europäischen Uefa ist die Champions League. Ihre Umstellung auf ein Ligasystem mit 36 Teilnehmern an acht Spieltagen ist medienstrategisch und sportlich gelungen. Und also ausbaufähig. Infantinos Versuch, das im letzten Sommer mit einer “Club-WM” in den USA zu kontern, ist nur so mittel gelungen: hohe Prämienkosten, aber nur geringe TV-Einnahmen (nur 25% der erwarteten).

Wenn irgendwas im Profifussball (der Herren) noch die erwarteten Einnahmen toppen kann, dann ist es die Uefa-eigene Champions League. Das Einzige, womit sie Gianni Infantino noch das Fürchten lehren kann. Logischerweise können die Europäer (die Herren) also damit auch Infantinos Wirtstier das Fürchten lehren.

Weltweiter Ausbau der Champions League als WM-Konkurrenz

Infantinos “Club-WM” war strategisch keine dumme Idee. Die Uefa hat mit der Champions League die Waffe in der Hand: Ausbau des Liga-Systems plus weltweite Einladung an aussereuropäische Teilnehmer.

Exkurs deutsche Bundesliga: wenn sich die vor Kapital kaum laufen könnenden Fussballkonzerne aus dem süddeutschen und dem westfälischen Raum auf diesem Weg aus ihr entfernen würden, könnte sie wieder zu einem fairen sportlichen Wettbewerb zurückkehren. Mann wird doch wohl noch träumen dürfen … Exkurs Ende.

Da der Kapitalismus die Tendenz hat, sportliche faire Wettbewerbe zugunsten von Planungssicherheit für Investor*inn*en ausserkraft zu setzen, könnte/muss die Politik das Zepter in die Hand nehmen. Die Champions League lädt also nicht nur die Copa-Libertadores-Halbfinalisten aus Südamerika zur Teilnahme ein. Sondern auch Spitzenclubs aus Afrika (Ägypten, Marokko, Nigeria, Südafrika, Cote d’Ivoire u.a.).

Ein Problem ist der riesige asiatische Markt, der zwar medial durchdrungen ist, aber (noch) kaum sportlich. In China ist das einstige Flaggschiff Guangzhou Evergrande Taobao F.C. in der bisher grössten Immobilienpleite der Geschichte des Kapitalismus untergegangen. So, als wenn die deutschen Steuerbehörden einem am Tegernsee, in der Nähe des Bundeskanzlers, wohnhaften Wurstfabrikanten ein lebenslängliches Betätigungsverbot im Fussball verordnet hätten.

In Indien, dem grössten Land der Welt, sieht es noch bescheidener aus. Allessandro del Piero, der 2006 noch dem “deutschen Sommermärchen” den sportlichen Gnadenschuss versetzt hatte, hat sich dort vergeblich um Entwicklungshilfe bemüht. Gerade darum muss die Uefa einen indischen Teilnehmer gewinnen, um den grössten Markt der Welt vor Trump zu erobern. Unser Autor Gilbert Kolonko steht gewiss für ein bescheidenes Beraterhonorar zur Verfügung.

In Trumps tödlicher Umarmung

Die Uefa hat die Vermarktung ihres fettesten Fisches in die Hände eines US-Vermarkters vergeben. Und der vergab die TV-Rechte für kommende vier Jahre an die Trump-Buddys von Paramount.

Sie raufen sich aktuell mit Netflix um das Monopol auf dem globalen Streaming-Abomarkt. Das ist kein Kampf Gut gegen Böse, sondern banale kapitalistische Vernichtungskonkurrenz – gemäss der Losung des grossen deutschen Führers Peter Thiel.

Es mag ja sein, dass Sie sich “nicht für Fussball interessieren”. Dann kommt es eben so, wie Eric Bonse/taz schreibt: “Trump greift nach Grönland und droht erneut mit Strafzöllen. Statt aufzuspringen und zurückzuschlagen, werden erst einmal Phrasen gedroschen.”

Tipp für die alten Männer

Die amtierenden spanischen Fussballweltmeisterinnen geben ein gutes Beispiel, wie revolutionär und gleichzeitig realpolitisch eine Männermafia im Fussballverband auf links gedreht wird. Ihre Vorgängerinnen im Weltmeisterinnen-Amt aus den USA gaben gegen Trump ein nicht minder gutes Beispiel ab.

Und jetzt DFB, Bundesregierung, Uefa, EU: DU!

Zynismus in anderen Farben – Beueler-Extradienst

“Sport ist Mord, …

… Breitensport ist Massenmord”

Das reimten wir schon in der Schule. Verharmlosung von Gewalt? Das glaubten wir damals, und hielten es für Tabubruch. Erst Jahre später wurde mir klar, dass es auch ein gesunder Widerstandsgeist gegen Sportlehrer war, die die Naziideologie der Körperertüchtigung noch nicht abgelegt hatten. Sport kann auch emanzipatorische Funktion haben. Aber bis heute ist das umkämpft. Im real existierenden Sport-Kapitalismus dominiert die Zurichtung. Wenn es nur die allgegenwärtige “Selbstoptimierung” wäre. Es geht noch schlimmer.

Darauf machte mich mal wieder die fachkompetente Alina Schwermer/Jungle World aufmerksam. Ein Dokumentarfilm deckt systemische Gewalt im Kindersport auf: Tägliche Tränen, Schmerzen ohne Ende – Gewalt ist im Leistungssport, aber auch im Breitensport ein unterschätztes Problem. Die bestehenden Schutzkonzepte und Reformprogramme greifen zu kurz.”

Den von ihr kritisch besprochenen Film gibt es hier: Kinder im Spitzensport – Siegen um jeden Preis – Viele von ihnen opfern ihre Kindheit für den Spitzensport: Athlet*innen wie Turner*innen, Eiskunstläufer*innen, Hockey-, Tennis- oder Fußballspieler*innen. Bereits im Alter von unter zehn Jahren erleiden manche Kinder Trainingsverletzungen oder erkranken. 40 Jahre nachdem die unmenschlichen Trainingsbedingungen im Ostblock ans Licht kamen, hat der Spitzensport nichts dazugelernt.” Video 91 min., verfügbar bis 26.1.26. Regie: Pierre-Emmanuel Luneau-Daurignac.

“Sport ist Mord, … – Beueler-Extradienst

Kein Mitleid

Eine weitere Nachhilfestunde des Fussballs für die Politik

Die von mir hochgeschätzte Kollegin Alina Schwermer analysiert die Bürgerkriegslage beim mich massiv desinteressierenden Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum: FC Bayern und das Hoeneß-Problem: Ohne Vision aus der Zeit gefallen – Vereinspatron Uli Hoeneß verschleißt beim FC Bayern mit Sportvorstand Max Eberl die nächste Topkraft. Das Problem ist auch eine überholte Klubkultur.” Wie immer analysiert sie völlig zutreffend. Allein bei ihrem Mitleid mit Max Eberl kann ich ihr schon lange nicht mehr folgen.

Alle Fans von Borussia Mönchengladbach wissen, dass der ein aussergewöhnlich gescheiter Kerl ist. Von 2005-2022 hat er erfolgreich dafür gesorgt, dass dieses nichtssagende Kaff weltweit bekannt und im englischsprachigen Raum dieser Welt als nicht zu umgehender Zungenbrecher berüchtigt ist. Allein dadurch, dass dort seit 1960 ein Spitzenfussball gespielt wird, wie in Bonn noch nie im Leben gesehen hat. Ausser, als die Borussia mal zum Freundschaftsspiel mit Ihor Bjelanow und Christian Hochstätter im schönsten Stadion Bonns gegen den SV Beuel 06 angetreten war.

Was die Borussia-Fans leider auch absolut nicht vergessen können, ist, wie er seine nachvollziehbare Burnout-Erkrankung kurze Zeit später zu therapieren versuchte. An Verstand hat es ihm noch nie gefehlt. Er wusste also immer genau, was er tut.

Warum also erwähne ich das hier überhaupt?

Weil das, was die Kollegin Schwermer da beschrieben hat, repräsentativ für die gegenwärtige Friedrich-Merz-und-Markus-Söder-Republik ist. Grosse Schnauze, und das weltweit, und nix dahinter. So, wie Eberls Konzern die Fussballwelt nicht mehr versteht, versteht die politische Führung der BRD nichts von Klimakatastrophe und Faschismusgefahr. Ist es Bosheit? Oder “nur” Dummheit? Das ist leider, leider zunehmend egal.

Lesen Sie, nur mal so als Beispiel, diese lächerliche dpa-Meldung. In ihr erkennen Sie alles wieder, was die heutige Laberei in Hauptstadtberlin und den TV-Talkshows ausmacht: das Beste für unser Land und auch für alle Genannten selbst wäre, wenn sie einfach die Klappe hielten.

Was die Laberheinis repräsentieren, ist das, wogegen die Mehrheit der Deutschen 1972 noch auf die Strasse gegangen ist, und zwar für die damals von Rechtsaußen bedrohte Bundesregierung Brandt/Scheel und den unvergesslichen Bundespräsidenten Gustav Heinemann aus Essen. Damals war Rot-Weiss Essen auch noch erste Liga. BRD und DDR stiegen in die UNO auf, gegen die Stimmen von CDU/CSU.

Noch 1980 fühlte ich mich im Ruhrgebiet sicher und geschützt vor dem Rechtsausleger Franz-Josef Strauß – die damalige Bundestagswahl war eine der wenigen, bei denen ich SPD wählte. Weil ich allen Parteien, die ich wähle, immer Unglück bringe, wurde sie überraschend nicht stärkste Partei.

Ab morgen fühle ich mich in Beuel sicherer als im Ruhrgebiet.

Es sind die Demokrat*inn*en, die es so weit nicht hätten kommen lassen dürfen.

Kein Mitleid – Beueler-Extradienst

Auf die Spitze getrieben

Die EM gab dem Frauenfussball einen Push – weitere werden folgen. Wird das in Deutschland erneut verpennt?

mit Update 28.7. und 29.7.

“Gerade in Deutschland wird es nach der EM viele Mädchen geben, die in den Verein wollen”. sagt die 33-jährige Julia Losert in einem lesenswert-informativem taz-Interview von Alina Schwermer. “Zum Teil gibt es zu wenig Vereine für zu viele Mädels. Aber da sind wir ja wieder beim Thema. Auch reine Männervereine sollten den Mädels die Möglichkeit geben, erst mal Fuß zu fassen. Wenn es zu viel Nachfrage und zu wenige Angebot gibt, verlieren viele das Interesse.” Exakt so war es bei der Heim-WM 2011, als Deutschland im Viertelfinale knapp mit 0:1 n.V. gegen die späteren Weltmeisterinnen aus Japan ausschied. Wird sich das nun wiederholen? Die sich am Kassenhäuschen den Arsch breitsitzenden Männer des deutschen Vereinsfussballs werden es entscheiden.

Die EM in der Schweiz hat jedenfalls ihre Schuldigkeit getan. Sie war gut organisiert, bot ausgezeichnete sportliche Leistungen, viele sehr, sehr knappe Spielentscheidungen mit dem Finale der Besten am Schluss. Wie die Deutschen haben die Britinnen, mit niederländischer Teamchefin, den überlegenen Spielstil der Spanierinnen entschlüsselt, und dabei ein minimales Quentchen mehr Kondition, und vor allem psychologische Stärke gezeigt, die fast jedes Elfmeterschiessen am Ende entscheidet. Anders als bei den Jungs, die sich in ihrer von milliardengepamperten Premier League hinter den international eingekauften Superstars hinten anstellen müssen, profitieren die britischen Frauen von der exzellenten materiellen Ausstattung ihrer im Geld schwimmenden Spitzenvereine in London und Manchester.

In Europa läuft es gut für den Frauenfussball. Diese EM war dafür das Optimum.

In vielerlei individueller und gesellschaftlicher Hinsicht sind diese Spitzensportlerinnen ihren ein Vielfaches an Geld einsammelnden männlichen Gegenstücken überlegen. Nehmen Sie nur mal die Charakterbildung der Weltfussballerin der letzten beiden Jahre, die Deutschland aus dem Turnier geschossen hatte, Aitana Bonmati – hier in einem faktenreichen SZ-Porträt ohne Paywll. Und auch Augsteins Freitag liess einen Kommentar von Alina Saha durch die Mauer blinzeln: Queere Liebe bei der EM: Wenn Königin Fußball die Welt regiert – Die Welt könnte so schön sein, wenn sie sich eine Scheibe von den Frauen bei der Europameisterschaft in der Schweiz abschneiden würde”.

Saha bringt mich auf einen aktuellen Tratschstand der hochwichtigen Frage “Wer mit wem?”, zu dem ich nach den von mir – in dieser Reihenfolge – hochverehrten Linda Bresonik, Inka Grings und Holger Fach, die von der einschlägigen deutschen Boulevardpresse durch jede Jauchepfütze gezogen worden waren, den Anschluss mutwillig verloren gab. Ein prominenter Bonner Kommunalpolitiker hat viele Jahre ein ähnliches Beziehungsmodell gelebt, wie diese drei es angeblich getan haben. What shalls? Dass Bresonik und Grings unter den dreckigen Medienumständen noch nationalmannschaftswürdige Leistungen zeigten – das möchte ich so mal von einem Vertreter meines Genders erleben. Aber ich schweife ab.

Wagen wir lieber noch einen Blick hinaus in die wahre Welt. Nicht überall scheint die Sonne des Fussballs so wie in der reichen Schweiz. Darauf weist der Kicker-Autor Henning Middeldorf hin: Turniere in Afrika und Südamerika: ‘Surreale Unterschiede’: Warum der restliche Frauenfußball neidisch Richtung EM blickt – Die EM in der Schweiz ist ein voller Erfolg – aber für den globalen Frauenfußball nicht normal. Parallel kämpfen Teams bei den Kontinentalturnieren in Afrika und Südamerika um Ansehen, Geld und Zuschauer. Und treten unter teils unwürdigen Bedingungen an.” So ist die Lage, wenn sie nicht von Antimigrationsmauern vernagelt wird.

Update 28.7.

Mit den EM-Bewertungen von Tanja Dückers/DLF-Kultur (Audio 8 min) stimme ich überein.

Über 7 Mio. haben dem Finale ohne deutsche Beteiligung zugesehen. Das ist bemerkenswert viel und mehr, als bei manchem Männerspiel mit ebendieser. Frauenfussball ist somit für die Massenmedien im Kapitalismus Premiumware.

Update 29.7.

Und als häötte eine*r die Uhr danach gestellt, wird auch prompt ein neuer TV-Deal zur Champions-League der Frauen gemeldet.

Auf die Spitze getrieben – Beueler-Extradienst

Exzellent

Alina Schwermer – fachlich guter Fussballjournalismus ist möglich

Endlich schreibt es mal eine, warum ich heute Abend für Spanien bin. Es ist legitim, den Gegnerinnen den Spass am Fussballspielen zu verleiden. Schön ist es nicht. Und es ist eine uralte deutsche Marotte.

1982 bei der WM (der Herren) in Spanien war es, da spielte das Brasilien des Sócrates Brasileiro Sampaio de Souza Vieira de Oliveira den schönsten Fussball der Welt. Und schied mit 2:3 gegen Italien aus, weil seine Defensive Paolo Rossi von Lanerossi Vicenza nicht unter Kontrolle bekam. Beide Helden des Fussballs leider schon tot. Der Sieg des fussballerischen Spiels gegen die den-Spass-am-Fussball-nehmen-Strategie war dann im Finale der Flankenlauf von Bruno Conti zum verdienten 3:1 gegen den deutschen Rumpelfussball. Und der schönste Sieg der Gerechtigkeit war der jubelnde Antifaschist auf der Ehrentribüne – allemal schöner anzusehen als Helmut Kohl. Auch die Frauen Italiens werden es eines Tages so weit bringen.

Heute aber spielen die Deutschen gegen Spanien, das Mass aller schönen Dinge im Fussball der Damen wie der Herren. Und es soll wieder so “funktionieren” wie gegen Frankreich. Lesen Sie dazu

Alina Schwermer/taz: Können oder wollen sie nicht? – Es ist Frauenfußball-EM und das deutsche Team steht unerwartet im Halbfinale. Denn das Spiel der Deutschen sieht oft aus, als sei es 2010 eingefroren.”

Ein deutscher Sieg heute Abend ist denkbar. Aber ist er auch wünschbar? Ich bin ein Freund des schönen Spiels. Ich würde gerne mal überrascht.

Ich war selbst ein selten mittelmässiger, meistens schlechter Fussballspieler (ohne Verein, nur Hobby). In den Deutschen erkenne ich mich ständig wieder. Gefallen tut mir das nicht. Ich bin gegen Krieg – für Kunst.

Exzellent – Beueler-Extradienst

Sommer Fussballgott

Das Champions-League-Finale ist schon gewesen

mit Update 9.5.

Und zwar vor einer Woche in Barcelona und gestern in Milano. Der etwas überraschende Sieger mit 7:6 Toren ist Internazionale Mailand. Die Halbfinalspiele Inters gegen Barca können als Finale gewertet werden. Das andere Halbfinale ist ein Kirmesspiel um den 3. Platz, zumal PSG ja gar nicht europäisch sondern qatarisch geführt ist, und also bei Asienmeisterschaften antreten müsste. Das Finale in der süddeutschen Landeshauptstadt kann die Uefa ausfallen lassen, zumal sich die dortigen Arroganz- und Umsatzweltmeister sowieso nur ärgern würden, dass sie nicht mehr mitspielen dürfen.

So ganz überraschend war der Inter-Erfolg mit 4:3 nach Verlängerung am gestrigen Abend nicht mehr. Viele der jungen Barca-Talente haben ihre grosse Fussballerkarriere noch vor sich. Für sie war das noch nicht der Höhepunkt, sondern ein Schritt auf der Leiter in den Fussballerhimmel. Dass sie im Mailänder Hexenkessel nach einem 0:2 noch 3:2 zurückkamen, zeigte ihre schon erreichte Weltklasse. Dass sie das nicht 5 Minuten halten konnten, zeigte, was sie noch lernen müssen. Für etliche Inter-Stars war es dagegen die letzte Gelegenheit, was Grosses zu erreichen. Das haben sie mit diesen beiden epischen Spielen zweifellos schon geschafft.

Es ist keine sonderlich steile These festzustellen, dass Simone Inzaghi das Coach-Duell gegen Hansi Flick klar für sich entschieden hat. Er hat nicht nur die richtige Spielstrategie gegen die Künstler aus Katalonien gewählt. Er hat auch zur richtigen Zeit die richtigen Leute eingewechselt. Ein Schlüsselspieler war Federico Dimarco, dem ich auch am hellichten Tag auf dem Bürgersteig nur ungern begegnen würde, und der – selbstverständlich nie allein sondern immer mit 1-2 Mitspielern – Lamine Yamal stilllegen sollte. Das gelang selbstverständlich nicht vollständig. Aber oft. Dimarco musste schon nach 55 Minuten ausgewechselt werden, und Yamal wurde prompt wirkungsvoller. Aber nicht mannschaftsdienlicher. Seit Garrincha hat die Welt so ein Talent nicht wieder gesehen … Naja, Libuda vielleicht? Aber beider Schicksal ist dem jungen Mann nicht zu wünschen.

Das sportliche Ergebnis ist also so knapp wie gerecht. Das gestehe ich gern, auch wenn meine Sympathien eher auf dem Fútbol Total Barcas liegen, wie er einst von dem grossen Johan Cruyff inspiriert wurde.

Ich bin voller Bewunderung für Yann Sommer, der auch gestern wieder eines seiner zahlreichen “besten” Spiele gemacht hat. Global und sportlich betrachtet waren es vielleicht wirklich die wichtigsten. Und seine Leistung als Anführer eines bemerkenswerten Teams war Weltspitze. Der Mann, der 10 Jahre in Mönchengladbach von Uwe Kamps betreut wurde, ist jetzt 36. Und offenbar auf dem Gipfel seines Leistungsvermögens. “Bestes Torwartalter” wird dazu in Fussballkreisen gefachsimpelt. Aber das ist leicht gesagt, und überhaupt nicht leicht gelebt.

Meine Fussballkneipe war bei diesem fussballhistorischen Ereignis wieder nur dünn besetzt. Das Fachwissen ist also ebenfalls nur dünn gesät. Der deutsche Fussball kann bei der Ansicht dieser beiden Partien eine ganze Menge lernen. Aber die Mehrheit unseres Landes ist an sowas eben nicht interessiert, wie in der Politik. Die Uefa-Anstosszeiten erschweren das zusätzlich. Ein Schlusspfiff um Mitternacht wäre für die ins Bett genötigten Kinder kein konditionelles Problem. Ist es aber für uns selbstbestimmte Senioren …

Update 9.5.

Auch mein persönliches Ausflippen intelligent und exzellent auf den politischen Boden holend Alina Schwermer/taz: Schönheit der Champions League: Michelangelos Heuschrecken – Die Champions League ist die vielleicht schönste Liga der Welt. Trotz aller Widerlichkeiten kann sich ihr kaum jemand entziehen.” Bravo, danke. Könnte das mal jemand an ihre Kolleg*inn*en in die Stadien und Redaktionen weiterleiten?

Sommer Fussballgott

Das Champions-League-Finale ist schon gewesen mit Update 9.5. Und zwar vor einer Woche in Barcelona und gestern in Milano. Der etwas überraschende Sieger mit 7:6 Toren ist Internazionale Mailand. Die Halbfinalspiele Inters gegen Barca können als Finale gewertet werden.

Beueler-Extradienst

Spektakel-Parasiten

Fussballlehrer (= Fachlichkeit) zu sperrig fürs Entertainment

Gestern Abend trafen im Profifussball der Herren die Fussballkonzerne aus dem westfälischen und aus dem süddeutschen Raum aufeinander. Das Ergebnis entsprach ziemlich genau der Differenz an Eigenkapital und Umsatz zwischen den beiden Konkurrenten. Unverbesserliche waren davon schockiert. Dabei ist das nun schon seit Jahrzehnten so. Das Medienbusiness, die fütternde Hand dieses langweiligen Geschehens, musste darum aufblasen, dass der gestern erfolgreichere Fußballlehrer sich gegen seine Mechanismen wandte. Anders als gestern während des Spiels, hat er damit die Fans auf seiner Seite. Wenn sie den Asketen nur leiden könnten …

Seit ich Fussballfan bin, also fast genauso lange wie ich lebe, rätsele ich, wer das Spektakel vor dem Anpfiff und nach dem Abpfiff braucht. Eine rationale Erklärung: die TV-Sender sparen so die Produktionskosten für ein sinnvolles Programm. Denn ob zuhause, in der Fussballkneipe oder im Stadion: die Zuschauer*innen lärmen miteinander und verstummen erst, wenn es ernst wird. Ernst Huberty war der einzige und letzte was-mit-Medien-Mensch, der davon wusste. Alle Anderen sind so wichtigtuerisch selbstbesoffen, dass es für neutrale Beobachter*innen unerträglich ist.

Und für Betroffene, wie Thomas Tuchel, ebenfalls. Tuchel ist im übrigen der, der von den gestrigen Verlierern gefeuert wurde, weil er nicht davon amüsiert war, kurz nach einem mühsam überlebten Attentat schon wieder zum Spektakel antreten zu müssen. Der andere Grund fürs Feuern war: er ist nicht Jürgen Klopp. So erging es auch Lucien Favre. Diese Fussballfachleute wollen es nicht ertragen, von Leuten, die ihnen beruflich nicht das Wasser reichen können, über TV-Mikrofone angerempelt zu werden – von Männern, die wg. erwiesener Unfähigkeit schon überall gefeuert wurden, und nun als Maskottchen von TV-Konzernen vegetieren, weil sie so viele geschiedene Gattinnen abfinden müssen.

Dass all das gestern aus Tuchel rausplatzte – das musste wohl sein. Es macht ihn nicht sympathischer, der er selbst integriertes und erfolgreiches Teil eines pervertierten Systems ist. Aber nachfühlen kann ich es.

Was sind die Alternativen?

Gute Frage. Die taz-Kollegin Alina Schwermer geisselte jüngst die Hasser*innen des Fussballkonzerns aus dem süddeutschen Raum als kleinbürgerlich-hämisch: “Statt Verhältnisse ändern zu wollen, feiert man einen Fehltritt; statt um Systemisches geht es wie immer um die bösen Bayern.” Kann sie so sehen. Es geht aber auch beides.

Immerhin hat sie dazu eine Menge Ideen und Vorschläge gemacht, den Sport gegen seine Kapitalverwerter zu verteidigen. Das tun nicht viele.

Spektakel-Parasiten

Fussballlehrer (= Fachlichkeit) zu sperrig fürs Entertainment Gestern Abend trafen im Profifussball der Herren die Fussballkonzerne aus dem westfälischen und aus dem süddeutschen Raum aufeinander.

Beueler-Extradienst

Feminismus-Weltmeisterinnen

mit zwei Updates 19.9., mit Update 23.9.

Der lärmende deutsche Fussballjournalismus kann auch stillschweigend, mann glaubt es kaum. In Spanien spitzt sich der Geschlechterkrieg zu, und zwar im Fussball. Die Weltmeisterinnen sind viel zu weltgewandt, intelligent und lebenserfahren, als sich mit der Opferung eines Sündenbocks Rubiales zufrieden zu geben. Sie streiken […]

https://extradienst.net/2023/09/18/feminismus-weltmeisterinnen/

Feminismus-Weltmeisterinnen

Der lärmende deutsche Fussballjournalismus kann auch stillschweigend, mann glaubt es kaum. In Spanien spitzt sich der Geschlechterkrieg zu, und zwar im Fussball.

Beueler-Extradienst

Wo ist der Ausschaltknopf?

Mediendiät – der heisse Scheiss unserer Zeit

Beim Bayerischen Rundfunk – der hatte angeblich noch ein “Kulturradio” – ereignet sich anscheinend derzeit eine “Programmreform”, die wir hier beim WDR schon seit gut zehn Jahren durch haben. Seinerzeit nahm ich als Hörer Abschied von diesem Sender, den ich mehrere Jahrzehnte geliebt hatte. Aber wie einen Doofen behandeln lassen wollte ich mich nicht. Seitdem wächst meine Sorgfalt bei meiner Auswahl der Mediennutzung.

Schon als wir in meiner Schülervertretung in Gladbeck eine alternative Bibliothek organisierten, in der vorzugsweise solche Verlage zum Zuge kamen, die im Unterricht politisch weggelassen wurden, war uns klar: die Medienmacht sitzt beim Springerkonzern, mit all seinen angeschlossenen Sendern und Organen. Dort erscheinen die ideologischen Tagesbefehle der deutschen Rechten, die nie mit den Nazis gebrochen, sondern nach dem Vorbild des Bundeskanzlers Adenauer nach dem Krieg mit ihnen bewusst kollaboriert haben. Heute versuchen sie es hinter einer sog. “Brandmauer” zu verbergen – in erster Linie, weil es für “das Ansehen Deutschlands in der Welt” schädlich ist.

Was ich als Schüler selbstorganisiert gelernt habe, war vielen gegenwärtigen Medienschaffenden nicht vergönnt. Springer hat an Macht verloren. Über 80% der einstigen verkauften Auflage seines Lügenblattes und seiner Cashcow Bild sind weg – Aufklärung hat eben doch einen Sinn. Seine Alternative für die “besseren Kreise”, “Die Welt” hat noch nie Gewinn erwirtschaftet. Sie wurde immer mitgeschleppt, um reaktionäre junge Männer mit einem Beruf zu versorgen, und für die herrschende Politik der BRD vordenken zu lassen. Etwas, was die FAZ schon immer besser gekonnt hat.

Das eigentliche Problem ist nicht dieser ultrarechte Themenpark, sondern seine Ausläufer in den Medien, die für Besseres geschaffen wurden. Das setzen sie aber nicht um. Im Gegenteil. Bis heute glotzen sie in diesen letzten profitablen deutschen Zeitungsverlagskonzern, um dort zu entdecken, was heute angeblich wichtig ist – mann nennt es Agendasetting. Ganz nach dem Vorbild des bis heute einflussreichsten reaktionären Ideologen des CDF (so nannten wir als Schüler und Studenten das heutige ZDF) Ede Zimmermann, dem die famose Regina Schilling nun eine weitere autobiografische Erinnerung gewidmet hat (Mediathek ab 10.8., 10 h).

WM macht das Problem erkennbar

Wenn ein deutsches Fussballteam bei einem internationalen Wettbewerb mal wieder ausscheidet – ganz nach dem Vorbild deutscher Aussenpolitik, die nirgendwo mehr mitreden/mitverhandeln will – dann werden wieder die alten reaktionären Reflexe ausgepackt und versendet. Warum kann das gelingen? Aus Faulheit zum Selberdenken und -recherchieren.

Es gibt Alternativen. Die Niveauspitze markiert ein Kollege, den ich früher ständig gelesen habe, weil er den digitalen Newsletter “Indirekter Freistoss” kostenlos versandte, wie es heute noch Heiko Hilker (z.Z. in Urlaub) mit seinen Medienlinks tut: Oliver Fritsch. Der Holtzbrinck-Konzern wurde auf den jungen Mann aufmerksam und kaufte ihn von der Datenautobahn weg, und mauerte ihn digital bei Zeit-online ein. Ein Heinzelmännchen aus Westfalen hat mir seine jüngste Analyse aufgebohrt – das Beste was ich in unserer Sprache bisher über die WM gelesen habe.

Für alle, die weder Abos abschliessen noch Daten kostenlos abliefern wollen, empfehle ich den weniger spektakulären aber frauenfussballaffinen Frank Hellmann (diverse Blätter), der nach meinem Eindruck einen seriösen Fachjournalismus praktiziert. Eine Spitzenkraft in Fussballfragen ist ferner Alina Schwermer (taz, Jungle World), eine Fachkraft, die das Rheinland an Ostdeutschland (Berlin) verloren hat. Wenn sie nicht sowieso auf Reisen ist. Für eine redaktionelle Dienstreise nach Australien scheinen den Entsender*inne*n aber wohl die Barmittel gefehlt zu haben. Schade eigentlich.

Bedauern für Nigeria

Das grösste Land Afrikas könnte eine Fussballgrossmacht sein. Es fehlt an einer funktionalen Politik, im wirklichen Leben, wie im Fussball. Es werden zwar Wahlen angesetzt und durchgeführt, aber im Kern handelt es sich um ein oligarchisches System, das über grosse Teile des Landes jede Kontrolle verloren hat, Dschihadismus u.a.. Die Hauptstadt wurde aus Lagos weg nach Abuja verlegt. Lagos ist so gross wie NRW (oder Istanbul) und offensichtlich unregierbar, für Herrschende zu gefährlich. Es gehört zu einer zunehmend über Staatsgrenzen hinweg wachsenden urbanen Agglomeration, in der sowohl gesellschaftliche und technologische Innovationen als auch globalisierte Migrationsambitionen wachsen.

Folgerichtig stehen im WM-Aufgebot Nigerias nur zwei Spielerinnen, die – den Männern ähnlich – noch in Nigeria spielen. Das war mir in der Vorrunde schon bei Haiti aufgefallen, das vielleicht zerstörteste Land der Welt, dessen Team sich sportlich sensationell geschlagen hat.

Heute hatten die Nigerianerinnen den englischen Pudding in der Verlängerung komplett an die Wand gespielt, an Kraft und Kondition überlegen. Die reichten nur leider nicht mehr für die nötige Passgenauigkeit und Chancenverwertung. Und dann siegten im Elfmeterschiessen die Nerven der Britinnen. Schade, wäre schön gewesen – schön wörtlich und als Metapher.

Wo ist der Ausschaltknopf?

Mediendiät - der heisse Scheiss unserer Zeit Beim Bayerischen Rundfunk - der hatte angeblich noch ein Kulturradio - ereignet sich anscheinend derzeit eine Programmreform, die wir hier beim WDR schon seit gut zehn Jahren durch haben.

Beueler-Extradienst

Von hinten

Früher, als Zeitungen noch auf bedrucktem Papier gelesen wurden, hat montags die Mehrheit der Männer hinten angefangen: beim Sportteil. Tradition. Die Jungen haben sich dem nicht angeschlossen. Ich auch nicht. Seit zwei Jahrzehnten habe ich keine Zeitung mehr abonniert – zu teuer, zu viel Trash. Ich lese online, kostenlos. Sicher: die Geräte haben Geld gekostet, nicht wenig, aber sie bieten auch mehr fürs Geld als Altpapier, eignen sich besser zum Lesen mit Sehbehinderung, als graue Buchstaben auf grauem Papier, und wichtigster Punkt: bieten mehr Medien- und Meinungsvielfalt als verbohrte Chefredakteure. Heute, am höchsten rheinischen Feiertag, erging es mir online ganz ähnlich, wie früher beim Papier.

Die taz hat sich, von wenigen Ausnahmen abgesehen, dem regierungs- und natoamtlichen Agendasetting zum Ukrainekrieg angeschlossen. Kritisch wurde sie heute morgen, Küppi war noch nicht online (mann muss wissen, wie mann suchen muss), erst im Sportteil. Dort erfreuten die fachkundigen Kolleginnen Elke Wittich (zum 3:2 meiner Borussia) und Alina Schwermer (zur intellektuellen Armut deutscher Profifussballfunktionäre) mein Herz. Der Touché-Cartoon auf der allerletzten Seite war heute auch wieder spitze.

Zu Frau Schwermer, derzeit auf Weltreise, ist noch zu bemerken, dass sie im Vorjahr ein kluges Buch herausgebracht hat, das mir soeben zum Karneval geschenkt wurde: “Futopia”. Da steht alles drin, was den doofen Funktionären nicht einfällt. Total unrealistisch und utopisch. Also etwas, was den Menschen vom Tier (und vom Gladiator) unterscheidet.

Von hinten

Früher, als Zeitungen noch auf bedrucktem Papier gelesen wurden, hat montags die Mehrheit der Männer hinten angefangen: beim Sportteil. Tradition. Die Jungen haben sich dem nicht angeschlossen. Ich auch nicht. Seit zwei Jahrzehnten habe ich keine Zeitung mehr abonniert - zu teuer, zu viel Trash.

Beueler-Extradienst