Ich bin letztens über den Erfahrungsbericht von Dani gestolpert.
Dort berichtet sie, dass ihre Geschlechtsidentität missachtet wurde und gezwungen war ihre Genitalien zu entblößen. Hintergrund der demütigenden, diskriminierenden und gefährdenden Maßnahme ist ein Beschluss bzw. Erlass des Innenministeriums:
Da die Polizei in Österreich das Geschlecht binär trennt, sagt der Erlass, dass trans und nicht-binäre Personen in Polizeianhaltezentren (PAZ; in DE: Gefangenensammelstelle (Gesa)) nach dem „biologischen Geschlecht“ untergebracht werden, wenn „augenscheinlich“ die Geschlechtsidentität nicht dem „biologischen Geschlecht“ entspricht. „Biologisch“ heißt hier, es wird nach Genitalen geschaut, ohne Beachtung von Chromosomen, Hormone oder sonstiger Medizin. „Augenscheinlich“ heißt Polizisten entscheiden nach Bauchgefühl.
Das ermächtigt die Polizei zu übergriffigen Genitalchecks. Weigert sich eine Person dazu, geht es in die Einzelzelle. Es ist Menschenrechtswidrig, wenn die Geschlechtsidentität missachtet und eins aufgrund eines biologischen Merkmales in Isolationshaft kommt. Menschen mit Nicht-binärer und diverser Geschlechtsidentität kommen nur aufgrund ihrer Identität in Einzelhaft. Einzelhaft ist Isolation, die gezielt die Psyche angreift und der Staat daher stärkere Repressionen gegen Inter und nicht-binäre Personen aufbringt.
Die gelebte und rechtlich anerkannte Geschlechtsidentität wird missachtet. Daher geht Dani nun juristisch dagegen vor. Mit der Kampagne Raus aus meiner Hose zeigt sie worum es geht: Um Selbstbestimmung, Schutz vor Diskriminierung und die Frage, wie trans Menschen von staatlichen Institutionen behandelt werden. Es ist kein Einzelfall, es kann alle trans Menschen treffen.
Unterstützt den Kampf für Transrechte, spendet, teilt den Fall und die Kampagne und seid solidarisch. Die Würde ist nicht verhandelbar.
https://raus-aus-meiner-hose.at/
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