Wie man ein Team zerstört

Ich darf ja hier nicht über Fußball schreiben, aber nach dem katastrophalen 3:3 des 1.FC Köln im eigenen Stadion gegen den Lieblingsverein meines Herausgebers aus Mönchengladbach kann ich einfach nicht an mich halten. Bekanntermaßen sind mit dem HSV und dem 1. FC Köln 2025 zwei Traditionsvereine der Bundesliga gemeinsam aufgestiegen – die Kölner zum siebten mal nach jeweils einem Jahr und der HSV nach sage und schreibe vierjähriger Zweitklassigkeit. Während der HSV mit einem guten Kader sich nach anfänglichen Schwierigkeiten immer weiter nach oben aus der Absitiegszone herausgespielt hat, haben die Kölner das Kunststück fertiggebracht, nach zwischenzeitlichem Platz sieben immer weiter abzurutschen- jetzt zwei Punkte vor dem Relegationsplatz zu dümpeln. Was ist die Urache?

Der 1. FC Köln hat einen Spielerkader, der eigentlich eine gesunde Mischung aus erfahrenen Routiniers mit dem Zeug zu Führungsspielern wie Torwart Schwäbe, Dominique Heintz und Timo Hübers und hinzugekauften jungen Profis mit internationalem Niveau vor allem in der Abwehr, wie Jahmei Simpson-Pusey Rav Van den Berg, einem soliden Mittelfeld mit Tom Krauss, Eric Martel und dem Leistungsträger Florian Kaintz, talentierten Angreifern wie Linton Maina,  Jakub Kaminski, Ragnar Ache und Luca Waldschmidt sowie Marius Bülter, außerdem jungen Talenten aus der eigenen Jugendarbeit wie den Überfliegern Said El Mala (19), und Malek El Mala (21),  sowie den Deutsch-Franzosen Fynn Schenten (19)  besteht. Trainer war bis gestern Lukas Kwasniok, ein Fußballlehrer mit polnischem Migrationshintergrund wie sein Freund und FC-Ikone Lukas Podolski. Nu isser entlassen und ich atme auf. Als FC-Fan und als Unternehmensberater und Ex-Politiker, der vom Fußball eigentlich nix versteht.

Teambuilding, Solidarität, Verlässlichkeit und Teamgeist

Aber – das habe ich von meinem Herausgeber gelernt – spiegelt der Fußball wichtige Entwicklungen der Gesellschaft wider. Und da kommt beim 1. FC Köln für mich doch der Punkt, die Arbeit des Trainers, die ich wöchentlich und täglich im “Kölner Stadtanzeiger” verfolgt habe,  im letzten Dreivierteljahr für eine Katastrophe zu halten. Nicht nur in der Wirtschaft finden Seminare zum “Teambuilding” statt, um die Zusammenarbeit zu optimieren. Selbst zu meiner Zeit als Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag NRW, als wir eine “gespaltene” Fraktion aus 13 Befürworter:innen und 11 Kritiker:innen der ersten Rot-Grünen Koalition hatten, haben wir es geschafft, zur Verbesserung der Abläufe, Effizienz und für das gegenseitig Verständnis ein “Teambuilding” zur Verbesserung unserer gemeinsamen Arbeit erfolgreich durchzuführen. Und waren danach besser.

Der Trainer, dessen Prinzip die Unsicherheit war

Thomas Kessler hat als Sportdirektor nach vielfältigen Turbulenzen und Vorstandwechseln der jüngsten FC-Geschichte, wie beschrieben einen guten Spielerkader zusammengekauft.  Aber dieser Kader hat bis auf die Kapitäne Marvin Schwäbe und Ron-Robert Ziegler in der Ära Kwasniok keinerlei Konstante, kein Kernteam oder einen Kernkader herausgebildet. Praktisch jedes Spiel wurde eine neue Mannschaft zusammengestellt, wobei die Begründungen, warum manche Spieler nicht aufgestellt wurden – außer aktueller Verletzungen oder der Folgen gelber und roter Karten – zumeist im Unklaren blieben. Das verhinderte, dass sich ein wirkliches Team bilden konnte, in dem es sensible, kleine Hierarchien und persönliche Gefühle oder besondere Verständnisse geben kann, die dem gesamten Team nützen. So haben etwa die Brüder Said und Malek El Mala vor ihrer Rückkehr zum FC an Fortuna Köln ausgeliehen, gemeinsam ein ganz besonderes Angriffsteam gebildet. Obwohl beide im Kader standen, hat Kwasniok beide zusammen keine Minute zusammen auf den Platz gestellt und ausprobiert, von diesem besonderen Verhältnis zu profitieren.

Keinerlei Solidarität und Zusammenarbeit

Kwasniok hatte auch kein Verhältnis zu klaren Richtlinien für persönliche Entwicklungen. Wer junge Spieler fördert, muss ihnen Freiräume eröffnen und sie behutsam fördern, nicht verheizen. In Kwasnioks Aufstellungspraxis war keine Linie erkennbar. Mal nutzte er Said El Mala oder Fynn Schenten als Joker in der zweiten Spielhälfte, mal setzte er El Mala von Anfang an ein, obwohl es ihn überforderte. Routiniers wie Dominique Heintz oder Florian Kaintz, letzterer hatte  einen erheblichen Anteil als Führungsspieler am Aufstieg des FC, wurden von Kwasniok praktisch kaltgestellt. Letztlich verfestigte sich das Bild, dass niemand im Kader des FC wusste, wo er stand. Es gab keinerlei Orientierung und die kleinen, für ein Team notwendigen und schützenden Hierarchien aus Erfahrung und Kompetenz, Nervenstärke oder Empathie für die anderen fallen bei Betrachtung von außen völlig aus. Bei Kwasniok wusste am Ende, so scheint es für Außenstehende, keiner mehr warum er spielt und warum nicht.

Gequatsche über die eigene Rolle braucht keiner

Darüber hinaus verwunderte Kwasniok seit etwa acht Wochen das Publikum über eigenartige Diskussionen seiner eigenen Rolle beim FC: Statt als Trainer zu liefern, führte er Diskussionen über die Frage, was ein Trainer erreichen könne und wann ihn ein Vorstand feuern werde. Im Spiel gegen Mönchengladbach stellte er plötzlich einen 19 jährigen anstelle des soliden Routiniers Dominique Heintz in der Abwehr auf. Der Newcomer musste 70 Minuten spielen, die für ihn zum Albtraum wurden. So verheizt man junge Talente. Es hat Kwqasniok am Ende nichts genützt. Seit gestern ist er weg und der FC hoffentlich auf der Suche nach einem kompetenten Coach, der aus dem guten Kader in der verbleibenden kurzen Saison ein wirkliches  Team formt. Mehr bedarf es eigentlich nicht. Friedhelm Funkel könnte es richten. Ob er sich das zum vierten mal und nach der Abfuhr vom Vorstand nach dem Aufstieg 2025 nochmal antun will, ist offen. Ich möchte es dem FC von Herzen wünschen.

Nachtrag 23.3. 13.00: Der FC hat bereits einen Nachfolger für Kwasniok gefunden – René Wagner, den Keller in Weiser Voraussicht schon im vergangenen Sommer als Co-Trainer zum FC geholt hatte. Keine Verlegenheitslösung also, sondern Strategie.

Wie man ein Team zerstört – Beueler-Extradienst

Der abstiegsbedrohte Bundesligist 1. FC Köln hat auf seine sportliche Negativserie reagiert und sich von Trainer Lukas Kwasniok getrennt.#WDR #1FCKöln #LukasKwasniok #Feedmanager #Newsticker #NRW
1. FC Köln trennt sich von Trainer Kwasniok
1. FC Köln trennt sich von Trainer Kwasniok

Der abstiegsbedrohte Bundesligist 1. FC Köln hat auf seine sportliche Negativserie reagiert und sich von Trainer Lukas Kwasniok getrennt.

WDR
Der 1. FC Köln hat auf die sportlichen Misserfolge der vergangenen Wochen reagiert. Lukas Kwasniok ist ab sofort nicht mehr der Trainer der Rheinländer.#Sport #Fußball-News #Fußball-Bundesliga #1FCKöln
Fußball-Bundesliga: 1. FC Köjn trennt sich von Trainer Lukas Kwasniok
Fußball-Bundesliga: Remis im Derby war zu wenig – das war es mit Kwasniok und dem 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat auf die sportlichen Misserfolge der vergangenen Wochen reagiert. Lukas Kwasniok ist ab sofort nicht mehr der Trainer der Rheinländer.

DER SPIEGEL

#MdRddG zum Bärlauch, vorher noch frühstücken gewesen.
#Radfahreralltag:
Auf der #BrückeDesGrauens wird das T500 zuerst kurz vor der Endstelle mit 70cm, dann die Krönung in der Engstelle mit 30cm überholt det Hintermann auch noch. Wahnsinn, denkt ihr - es kommt gleich noch besser!

Wegen dem Fußballspiel vom #1FCKöln gestern liegen heute um 11h immer noch reichlich Glasscherben auf dem #Radweg beim #RheinEnergieStadion.

Das markierte Symbol in Bild2 ist eine Verkehrsinsel. T2 radelt

Sieben Spiele ohne Sieg, Platz 15: Nach dem Remis gegen Gladbach brodelt es beim 1. FC Köln. Wie geht’s weiter für Coach Kwasniok? Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler vermeidet ein klares Bekenntnis.#Fußball #1FCKöln #BorussiaMönchengladbach #Fußball-Bundesliga
Kwasniok wehrt sich vehement: Beim 1. FC Köln droht noch heute der große Trainerknall
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Sieben Spiele ohne Sieg, Platz 15: Nach dem Remis gegen Gladbach brodelt es beim 1. FC Köln. Wie geht’s weiter für Coach Kwasniok? Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler vermeidet ein klares Bekenntnis.

ntv NACHRICHTEN
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Beim 1. FC Köln brennt's mächtig: Trainer Lukas Kwasniok wehrt sich vehement gegen Rauswurf
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Sieben Spiele ohne Sieg, Platz 15: Nach dem Remis gegen Gladbach brodelt es beim 1. FC Köln. Wie geht’s weiter für Coach Kwasniok? Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler vermeidet ein klares Bekenntnis.

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Beim 1. FC Köln brennt's mächtig: Trainer Lukas Kwasniok wehrt sich vehement gegen möglichen Rauswurf
Beim 1. FC Köln brennt's mächtig: Trainer Lukas Kwasniok wehrt sich vehement gegen möglichen Rauswurf

Sieben Spiele ohne Sieg, Platz 15: Nach dem Remis gegen Gladbach brodelt es beim 1. FC Köln. Wie geht’s weiter für Coach Kwasniok? Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler vermeidet ein klares Bekenntnis.

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Der Titelkampf in der Bundesliga ist so gut wie entschieden, im Tabellenkeller hingegen geht es spannend zu: Es gab am Nachmittag zwei direkte Abstiegsduelle. In Köln gings furios zu, in Wolfsburg unschön.#Sport #Fußball-News #Fußball-Bundesliga #1FCKöln #BorussiaMönchengladbach #WerderBremen #VfLWolfsburg
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DER SPIEGEL
Nach den gejubel zu urteilen hat der #1FCKöln gewonnen.
Jou, T2 ist immer noch 2km vom Stadion entfernt 😉
Wenn der 1. FC Köln auf Borussia Mönchengladbach trifft, ist immer Brisanz drin. Am Samstag ist der Druck besonders hoch - vor allem für FC-Trainer Lukas Kwasniok.#WDR #Fußball #Bundesliga #17Spieltag #1FCKöln #BorussiaMönchengladbach #LukasKwasniok #EugenPolanski #Feedmanager #NRW
Köln empfängt Gladbach: Endspiel für Kwasniok?
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WDR